Die wirtschaftliche Lage zwang 2024 viele Unternehmen, ihre Investitionen in digitale Technologien zu priorisieren oder gar zu verschieben – mit Folgen für die IT-Dienstleister. Allerdings blieb die Nachfrage in den Bereichen Data & AI, Cloud-Transformation, Cybersecurity und Managed Services auf hohem Niveau.
Die konjunkturelle Entwicklung schlug sich im vergangenen Jahr auch auf die IT-Branche nieder: Die angespannte wirtschaftliche Lage sowie geopolitische Unsicherheiten zwangen viele Unternehmen, ihre Investitionen in digitale Technologien zu priorisieren oder gar zu verschieben. Infolgedessen legte der Umsatz der in Deutschland tätigen IT-Dienstleister 2024 nur um durchschnittlich 2,6 Prozent zu. Zum Vergleich: 2023 trotzten die Dienstleister noch dem Rückgang der Wirtschaftsleistung und verzeichneten ein Umsatzwachstum von 9,4 Prozent.
In der Lünendonk-Liste „IT-Beratung und Systemintegration“ bleibt Accenture Marktführer mit einem geschätzten Umsatz von 3,4 Milliarden Euro.
(Bild: Lünendonk & Hossenfelder)
Die Zahlen gehen aus der aktuellen Studie „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“ von Lünendonk & Hossenfelder hervor.
Lünendonk-Ranking „IT-Beratung und Systemintegration“
In das Ranking aufgenommen wurden Unternehmen, die mehr als 60 Prozent des Umsatzes in Deutschland mit Management- und IT-Beratung, Systemintegration, Softwareentwicklung und -einführung erzielten.
Marktführer blieb auch im Jahr 2024 Accenture mit einem von Lünendonk geschätzten Deutschland-Umsatz von 3,4 Milliarden Euro. Auf Platz zwei folgt Capgemini mit einem geschätzten Umsatz von 2,25 Milliarden Euro in Deutschland.Dagegen rückt IBM auf Rang drei mit einem geschätzten Deutschland-Umsatz von 2,2 Milliarden Euro an die vorderen Plätze heran. Mit einem Umsatzplus von 15 Prozent und einem Inlandsumsatz von 1,07 Milliarden Euro springt Adesso von Platz sechs auf Platz vier, gefolgt von Msg Systems (968,1 Millionen Euro).
Durch die Übernahme des Entwicklungsdienstleisters In-tech verzeichnete Infosys einen starken Umsatzanstieg und wird von Lünendonk auf einen Deutschland-Umsatz von 960,0 Millionen Euro geschätzt. Ebenfalls unter den Top 10 finden sich TCS (921,6 Millionen Euro), MHP (763,8 Millionen Euro), Sopra Steria (673,1 Millionen Euro) sowie CGI (649,8 Millionen Euro).
In der Lünendonk-Liste „IT-Service-Unternehmen“ 2025 belegt wie im Vorjahr T-Systems Rang eins mit einem geschätzten Umsatz von 3,0 Milliarden Euro.
(Bild: Lünendonk & Hossenfelder)
Lünendonk-Ranking „IT-Service“
In das Ranking werden IT-Dienstleister aufgenommen, die mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes in Deutschland mit IT-Operations-Services (Hosting, Managed Services et cetera) sowohl für den Betrieb von IT-Anwendungen als auch der IT-Infrastruktur sowie weitere signifikante Umsätze mit IT-Services wie IT-Beratung und Softwareentwicklung erwirtschaften.
Rang eins belegt wie im Vorjahr T-Systems mit einem geschätzten Umsatz in Deutschland von 3,0 Milliarden Euro. Den zweiten Platz besetzt NTT Data, die 2024 laut Lünendonk-Schätzungen einen Deutschlandumsatz von 2,3 Milliarden Euro generierten. Die Top 5 werden durch Atos (1,43 Milliarden Euro), DXC (1,32 Milliarden Euro) und Kyndryl (750,0 Millionen Euro) vervollständigt, gefolgt von HCL (692,0 Millionen Euro) und Datagroup (495,9 Millionen Euro).
In den Top 15 finden sich drei neu platzierte Unternehmen: Sowohl Arvato Systems (Rang 8, 494,7 Millionen Euro) als auch All for One (Rang 10, 382,8 Millionen Euro) waren im Vorjahr noch dem Segment IT-Beratung und Systemintegration zugeordnet, haben jedoch durch teilweise signifikante Verschiebungen in ihrem Portfolio nun einen Schwerpunkt auf IT-Services wie Managed Services und Rechenzentrumsbetrieb.
„IT-Service-Unternehmen profitieren derzeit sehr stark von der notwendigen IT-Modernisierung sowie von hohen Investitionen in die Absicherung der Unternehmensnetzwerke. Auch im Zuge der Debatte um Souveränität sind viele lokale IT-Service-Unternehmen sehr gut aufgestellt, da sie über eigene Rechenzentren verfügen, in denen Daten und Softwareanwendungen souverän betrieben werden können“, berichtet Mario Zillmann, Partner bei der Lünendonk & Hossenfelder GmbH.
Optimistischer Blick in die Zukunft
Für das laufende Jahr 2025 erwarten IT-Dienstleister ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 7,1 Prozent und für 2026 von 10,4 Prozent.Besonders stark sollen in diesem Jahr die Umsätze mit den Themen Data & AI (+ 18,5 Prozent), Cloud-Transformation (+1 3,5 Prozent), Cybersecurity (+11,4 Prozent), Managed Services (+9,8 Prozent) und Consulting (+ 9,0 Prozent) bei den IT-Dienstleistern zulegen.
Mario Zillmann ist Partner bei der Lünendonk & Hossenfelder GmbH.
(Bild: Lünendonk)
Mario Zillmann erläutert: „Der Druck zur digitalen Transformation bleibt hoch: CIOs stehen vor der Herausforderung, einerseits Kosten zu senken, andererseits digitale Innovationen zu fördern und als Business Enabler zu agieren. Vor dem Hintergrund des IT-Fachkräftemangels gelingt dieser Spagat oft nur mit externer Unterstützung. Die IT-Dienstleister bleiben daher grundsätzlich positiv gestimmt, wenngleich sich die Konjunktur auch auf ihr Geschäft auswirkt.“
Stand: 16.12.2025
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