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Cloud-Zukunft IT-Sicherheit in der Cloud – KI und Nachhaltigkeit im Fokus

Ein Gastbeitrag von Patrick Wunder 2 min Lesedauer

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Machine Learning (ML) und Künstliche Intelligenz (KI) verändern die Anforderungen an die IT-Sicherheit in der Cloud, vor allem beim Datenschutz. Gleichzeitig müssen Cloud-Provider ihre Dienstleistungen und Betriebsabläufe unter Berücksichtigung des Umweltschutzes gestalten.

(Bild: pixabay-BrianPenny)
(Bild: pixabay-BrianPenny)

Beim Betrieb von Rechenzentren und Managed Service Provider können ML und KI dazu verwendet werden, die Sicherheit von IT-Infrastrukturen merklich zu verbessern, weil eine fortschrittliche Analyse von Bedrohungsmustern und eine schnellere Reaktion auf Sicherheitsvorfälle möglich werden.

IT-Sicherheit Cloud: Neue Herausforderungen für den Datenschutz

Für IT-Sicherheitsexperten bei Cloud- und Managed-Services-Providern erfordert die Entwicklung zusätzliches Fachwissen, vor allem beim Datenschutz: Der effektive Einsatz von KI erfordert den Zugriff auf eine möglichst große Menge an Daten. Dazu gehören in der Regel sensible Informationen, weshalb Datenschutzaspekte künftig eine noch größere Rolle im Datenmanagement spielen. Provider stehen in der Pflicht, die von der KI verarbeiteten Informationen zu anonymisieren oder sie in einem isolierten Bereich in einem Rechenzentrum am Standort Deutschland zu verarbeiten. Darüber hinaus kommt es mit KI zu neuen Herausforderungen, wenn Algorithmen Entscheidungen treffen, die ethischen Gesichtspunkten widersprechen. Auch hier liegt es im Verantwortungsbereich des Providers, KI-Entscheidungen zu hinterfragen und im Zweifel sogar unterbinden zu können.

SIEM im SOC: ML und KI in professionellen Händen

Hier kommt ein SIEM (Security Information and Event Management) im SOC (Security Operations Center) ins Spiel. Ein als Dienstleistung betriebenes SIEM dient Unternehmen dazu, sich nicht mehr um die Überwachung, Erfassung, Analyse und Korrelation von Sicherheitsereignissen und -informationen kümmern zu müssen. Experten übernehmen stattdessen die Aufgabe, potenzielle Bedrohungen zu erkennen, Sicherheitsvorfälle zu verwalten und entsprechend darauf zu reagieren – und das mitunter sogar in Echtzeit und mit Unterstützung von ML- und KI-Technologien. Das Prinzip im Detail: Ein SIEM sammelt Protokolldaten und Ereignisinformationen aus verschiedenen Quellen wie Netzwerkgeräten, Servern, Anwendungen und Sicherheitslösungen. Diese Daten werden zentralisiert gespeichert und mithilfe von KI-gesteuerten Analysealgorithmen und -Regeln verarbeitet, um verdächtige Aktivitäten schneller als bisher zu identifizieren.

Nachhaltigkeit: Rechenzentren stehen unter genauer Beobachtung

Neben der Integration von „intelligenten“ Technologien stehen Service Provider künftig auch in Sachen Nachhaltigkeit unter genauer Beobachtung. Rechenzentren und Dienstleister müssen nicht nur dokumentieren können, dass die eingesetzten Systeme und Systemkomponenten dem Umweltschutzgedanken dienen. Konkret obliegt ihnen zunehmend auch die Verantwortung, ihre Datacenter und Infrastrukturen permanent unter diesem Blickpunkt zu optimieren, den Energieverbrauch zu minimieren und den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Dazu gehört nicht mehr nur energieeffiziente Hardware, sondern mehr und mehr auch die Nutzung erneuerbarer Energien und effiziente Kühlungsmaßnahmen. 

IT-Sicherheit Cloud: Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Fokus

Anbieter müssen sich zudem Gedanken darüber machen, wie sich IT-Hardware, Batterien, Kälteaggregate, Schaltanlagen und sogar Gebäudeteile recyclen lassen. Aber auch die Zweitnutzung von Energie wird für IT-Betreiber eine größere Rolle spielen als bisher. So könnte die Abwärme aus Rechenzentren dafür verwendet werden, Neubaugebiete zu beheizen.

Patrick Wunder
ist Team Lead Security Operations Center, Governance & Standards bei der noris network AG.

Bildquelle: Patrick Wunder

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