Wie eine neue Studie von Nexthink zeigt, wollen Industriebetriebe die Digital Employee Experience künftig stärker berücksichtigen. Zudem verzichten viele auf neue Anwendungen ein, um mögliche IT-Störungen zu vermeiden.
(Quelle: Gorodenkoff - Adobe Stock)
Die Relevanz von Digital Employee Experience ist in den Branchen Maschinen- und Anlagenbau sowie industrielle Produktion angekommen, belegt die neue Studie „Von technischer Performance zum IT-Erlebnis: Digitale Arbeitsplätze im strategischen Fokus“ von Nexthink. Bei 81 Prozent der befragten Unternehmen aus dem DACH-Raum mit industrieller Produktion und 70 Prozent aus dem Maschinen- und Anlagenbau spielen IT-Störungen und die darau resultierende Digital Employee Experience eine wichtige Rolle. Diese wollen sie mit speziell dafür verantwortlichen Mitarbeitern vorantreiben, sagen 76 Prozent der Unternehmen mit industrieller Produktion und 66 Prozent Unternehmen aus Maschinen- und Anlagenbau.
Mit Automatisierung IT-Störungen schneller beheben
Umfassende Maßnahmen für störungsfreie digitale Arbeitsumgebungen planen vor allem produzierende Unternehmen. 87 Prozent von ihnen (Durchschnitt 81 Prozent, Maschinen- und Anlagenbau 75 Prozent) werden zur beschleunigten Störungsbehebung bei digitalen Arbeitsplätzen systematische Prozesse und Werkzeuge mit einem hohen Automatisierungsgrad einsetzen.
Um die Qualität digitaler Arbeitsplätze zu messen, stehen laut der Studie Metriken und Key Performance Indikatoren bei 85 Prozent der produzierenden Unternehmen auf dem Plan (Durchschnitt 76 Prozent, Maschinen- und Anlagenbau 72 Prozent). Ein ähnliches Bild zeigt sich bei dem Vorhaben, für das IT-Helpdesk eine zentrale Managementplattform zu nutzen, die vom Ticketing über die Benutzerkommunikation bis hin zu Reporting, Analyse und Anleitung zur Fehlerbehebung alles abdeckt.
Mit Predictive-Analytics IT-Störungen verhindern
Wo liegen die Ursachen von IT-Störungen? Für Antworten darauf haben 85 Prozent der produzierenden Industrie und 68 Prozent der Unternehmen aus Maschinen- und Anlagenbau vor (Durchschnitt 75 Prozent,), ein integriertes System zu nutzen, das Daten aus dem IT-Backend mit der Management-Plattform des Service-Desks korreliert. Auch Predictive-Analytics-Technologien wie Big-Data, künstliche Intelligenz und Machine Learning stehen bei der industriellen Produktion mit 81 Prozent hoch im Kurs, um mögliche Störungen vorherzusehen oder zu verhindern (Durchschnitt 76 Prozent, Maschinen- und Anlagenbau 75 Prozent).
Mehrheit lebt mit Kompromissen am digitalen Arbeitsplatz
Die Maßnahmen sind eine logische Konsequenz darauf, dass bislang eher passiv auf IT-Störungen gewartet wird, statt sie proaktiv und mit hoher Automatisierung von vornherein zu vermeiden. Kritisch zu betrachten ist dabei, dass die befragten Unternehmen mehrheitlich mit vielen Kompromissen am digitalen Arbeitsplatz leben (Industrielle Produktion 70 Prozent, Maschinen- und Anlagenbau 62 Prozent). Hinzu kommt, dass viele Störungen immer wieder auftreten (Industrielle Produktion 46 Prozent, Maschinen- und Anlagenbau 55 Prozent) und deren Behebung meist sehr lang dauert, geben 57 Prozent der Unternehmen mit industrieller Produktion und 58 Prozent der Unternehmen aus Maschinen- und Anlagenbau an.
Bei IT-Störungen wird Situation der Anwender unnötig erschwert
Die Situation wird für Anwender zudem auch unnötig erschwert. Sie bleiben oft im Unklaren, wie lange eine Störung dauern wird (Industrielle Produktion 70 Prozent, Maschinen- und Anlagenbau 66 Prozent) und das IT-Self-Service-Portal erweist sich häufig als nicht sehr hilfreich (Industrielle Produktion 48 Prozent, Maschinen- und Anlagenbau 62 Prozent). Zudem werden Anwender nur unzureichend über größere oder geplante Beeinträchtigungen am digitalen Arbeitsplatz informiert, erklären 85 Prozent der Unternehmen mit industrieller Produktion und 77 Prozent der Unternehmen aus Maschinen- und Anlagenbau. Frustrierend aus der Anwendersicht ist, dass zwar Mitarbeiterrückmeldungen eingeholt werden, dies aber meist nicht zu Verbesserungen führt (Industrielle Produktion 54 Prozent, Maschinen- und Anlagenbau 70 Prozent).
Häufig Verzicht auf neue Anwendungen aufgrund möglicher Probleme
Die bestehenden Mängel im IT-Erlebnis von Mitarbeitern zeigen sich insbesondere im Hinblick auf die Einführung neuer Anwendungen. Ganze 91 Prozent der Befragten aus produzierenden Unternehmen sind der Ansicht, dass bei neuen Anwendungen mehr bzw. bessere Hilfestellung zur Verfügung gestellt werden sollte (Maschinen- und Anlagenbau 81 Prozent). Erschwerend kommt hinzu, dass Endanwender den Anruf bei der Ticket-Hotline vermeiden, wenn sie Probleme mit neuen Anwendungen haben (Industrielle Produktion 57 Prozent, Maschinen- und Anlagenbau 72 Prozent). Das Ergebnis: Es werden möglichst wenig neue Anwendungen eingeführt, um mögliche Probleme zu vermeiden, wie 59 Prozent der Befragten aus der industriellen Produktion und ganze 75 Prozent aus dem Maschinen- und Anlagenbau bestätigen.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Die Perspektive der Anwender gewinnt an Bedeutung
Die Ergebnisse aus der Studie von Nexthink zeigen, dass mit der dynamischen Entwicklung der Digitalisierung auch das Thema Digital Employee Experience bei den Unternehmen mit in den Vordergrund rückt. 81 Prozent aus der industriellen Produktion und 83 Prozent aus dem Maschinen- und Anlagenbau sagen, dass dieses Thema hohe Priorität in ihrem Unternehmen haben wird. Und vor allem die produzierenden Unternehmen (80 Prozent) wollen dabei verstärkt die Perspektive der Anwender berücksichtigen – ein Aspekt, der im Maschinen- und Anlagenbau mit 55 Prozent deutlich weniger im Fokus steht.
Zur Methodik der Studie: Für die Studie „Von technischer Performance zum IT-Erlebnis: Digitale Arbeitsplätze im strategischen Fokus“ wurden über 300 IT-Experten befragt, davon 209 (67 Prozent) aus Deutschland, 54 (17 Prozent) aus Österreich und 51 (16 Prozent) aus der Schweiz. Im Fokus standen Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern aus den Branchen industrielle Produktion, Maschinen- und Anlagenbau, Finanz- und Versicherungswesen, Öffentlicher Sektor, Dienstleistungen und Versorgungsunternehmen. Durchgeführt wurde die Studie im Mai 2021 vom unabhängigen Marktforschungsunternehmen Sapio Research.
Nexthink ist Softwareanbieter für das Management von Digital Employee Experience. Für die aktive Gestaltung zukunftsweisender Arbeitsumgebungen bietet Nexthink IT-Führungskräften einen Einblick in die IT-Erfahrung der Mitarbeiter auf Endgeräte-Ebene. Dadurch können IT-Teams von der reaktiven Problemlösung zu einem proaktiven IT-Service übergehen. (sg)