Die Covid-19-Pandemie zeigte der deutschen Wirtschaft: Digitale Technologien ermöglichen es Unternehmen nicht nur, sich gegen Krisen zu wappnen. Wer im Wettbewerb bestehen will, muss die Digitalisierung vorantreiben.
(Quelle: Robert Kneschke - stock.adobe.com)
Der Frage, welche Technologien Unternehmen künftig einsetzen werden, ist eine Studie des IT-Dienstleisters Tata Consultancy Services in Zusammenarbeit mit Bitkom Research nachgegangen. Bei der Umfrage haben sich fünf zentrale IT-Trends für das Jahr 2022 herauskristallisiert:
1. IT-Trends: Hohe Nachfrage nach Cloud-Lösungen
In der Studie gaben 89 Prozent der befragten Unternehmen an, aktuell Cloud Computing zu nutzen. Das übertrifft das bereits beachtliche Vorjahresniveau um weitere fünf Prozentpunkte. Die wenigen Firmen, die die Technologie bislang noch nicht eingeführt haben, planen oder diskutieren derzeit den Einsatz (sieben Prozent). Damit zählen Cloud-Lösungen auch im kommenden Jahr zu den am häufigsten eingesetzten Technologien in deutschen Unternehmen und gehören damit zu den zentralen IT-Trends.
2. Unternehmen treffen Entscheidungen mithilfe von Big Data und Business Analytics
Auch die Bedeutung von Big Data nimmt weiter zu. Mittlerweile verwendet jedes zweite Unternehmen Big Data und Analytics (51 Prozent), um datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Währenddessen planen weitere 17 Prozent der Unternehmen konkret die Integration von Analytics-Methoden und -Instrumenten. Weitere 18 Prozent diskutieren den Einsatz. Demnach ist auch hier mit einer erheblichen Zunahme zu rechnen. Bei Großunternehmen verzeichnet die Studie einen flächendeckenderen Einsatz: Tatsächlich setzen schon drei Viertel der Großunternehmen auf Big Data und Analytics (76 Prozent).
3. IT-Trends: IoT bietet das bisher größtem Wachstumspotenzial
Obwohl aktuell erst 29 Prozent der Unternehmen Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) nutzen, beabsichtigen oder diskutieren weitere 38 Prozent, die Technologie künftig einzusetzen. Somit weist Internet of Things das größte Wachstumspotenzial für das Jahr 2022 auf.
4. Künstliche Intelligenz entscheidet über die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit
Jedes zweite Unternehmen (54 Prozent) hält den Einsatz Künstlicher Intelligenz für einen entscheidenden Faktor für seine zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Zwar setzt nur jedes achte Unternehmen (13 Prozent) KI ein, doch plant oder diskutiert über ein Drittel (35 Prozent) den Einsatz. Mittel- bis langfristig ist das Wachstumspotenzial daher groß. Das zeigt nicht zuletzt auch der Fünfjahresvergleich: Seit 2017 hat sich die Zahl der Firmen, die KI anwenden, verdoppelt.
5. 3D-Druck zeigt branchenübergreifendes Potenzial
Unternehmen haben auch die additive Fertigung für sich entdeckt: Branchenübergreifend setzen drei von zehn Befragten (29 Prozent) auf 3D-Druck, weitere 27 Prozent planen oder diskutieren den Einsatz. Damit würde künftig mehr als jedes zweite Unternehmen die Technologie einsetzen. Bisher setzen vor allem die Automobilindustrie sowie der Maschinen- und Anlagenbau auf 3D-Druck. Aber auch in Chemie- und Pharmaunternehmen kommt die Technologie häufig zum Einsatz. So lassen sich Medikamente bedarfsgerecht produzieren oder Dosierungen in hohem Grad auf spezielle Patientenbedürfnisse individualisieren.
Der Einsatz von Blockchain stagniert hingegen. Die Technologie ermöglicht nicht manipulierbare Transaktionen im Netz, wird aber wie im Vorjahr nur von 7 Prozent der Unternehmen eingesetzt und steckt noch immer in der digitalen Nische. Eingesetzt wird die Technologie vor allem in Großunternehmen, von denen derzeit 21 Prozent diese Technik einsetzt.
IT-Trends 2022: Digitalisierung schreitet voran
Die Digitalisierung von Unternehmen schreitet somit auch im Jahr 2022 weiter voran. Doch digitale Technologien allein bringen ein Unternehmen nicht weiter. „Gleichzeitig braucht es ein konsequentes Change-Management. Damit können die Unternehmen den kontinuierlichen Wandel aktiv mitgestalten, statt nur im Nachhinein zu reagieren“, sagt Dr. Kay Müller-Jones, Leiter Consulting & Services Integration bei Tata Consultancy Services (TCS). Sechs von zehn Firmen (59 Prozent) nutzen entsprechende Methoden. 2017 lag der Wert noch bei 36 Prozent – ein Fünfjahreswachstum von 23 Prozent.
Im Fokus für die Firmen stehen dabei New Work, Homeoffice und mobiles Arbeiten. 83 Prozent der Unternehmen, die auf Change-Management setzen, fokussieren sich auf die Etablierung neuer Arbeitsstrukturen. Schließlich hängt der Erfolg einer Integration immer auch von der Akzeptanz der Menschen ab, die sie nutzen. Der Experte von TCS ergänzt daher: „Firmen, die sich noch nicht mit dieser Frage beschäftigt haben, laufen Gefahr, den Anschluss zu verlieren.“
(Dr. Kay Müller-Jones ist Leiter Consulting und Services Integration bei Tata Consultancy Services. (Bild: TCS))
Hinweis zur Methodik der Studie
Grundlage der Angaben für die „Trendststudie Digitalisierung 2021“ ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des IT-Beratungsunternehmen Tata Consultancy Services von März bis Mai 2021 durchgeführt hat. Dabei wurden 951 Unternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten befragt. Die Interviews wurden mit Führungskräften durchgeführt, die in ihrem Unternehmen für das Thema Digitalisierung verantwortlich sind. Dazu zählen Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder ebenso wie Entscheider aus den Bereichen Digitale Technologien, Informationstechnik und Operatives Geschäft. Die Umfrage ist repräsentativ für die deutsche Gesamtwirtschaft ab 100 Mitarbeitern. Nach 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020 ist dies die sechste gemeinsame Studie von TCS und Bitkom Research.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Tata Consultancy Services (TCS) ist seit 1991 in Deutschland und Österreich tätig. Über 100 Kunden vertrauen auf die Technologie- und Branchenexpertise des IT-Dienstleisters. Für die enge Zusammenarbeit mit Kunden ist TCS an neun eigenen Standorten vertreten und bei mehr als 55 Kunden vor Ort präsent. Seit 2008 betreibt TCS ein regionales Delivery Center in Düsseldorf. Über das Rechenzentrum in Frankfurt bietet TCS ein Portfolio an Cloud-Lösungen für den lokalen Markt. (sg)