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Digital Operational Resilience Act ITSM: Wie der Finanzsektor operative Resilienz erlangt

Ein Gastbeitrag von Ian Tickle 2 min Lesedauer

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Die wachsende Abhängigkeit des Finanzsektors von der IT-Infrastruktur erhöht nicht nur die Effizienz, sondern macht ihn auch anfälliger für Systemausfälle und Cyberangriffe. Das im Januar 2025 in Kraft getretene Gesetz über die digitale operationale Resilienz wirkt sich auch auf IT-Dienstleister und ITSM aus.

(Bild:  © Tierney/stock.adobe.com)
(Bild: © Tierney/stock.adobe.com)

Der Digital Operational Resilience Act (DORA) zielt darauf ab, die organisatorische und technische Widerstandsfähigkeit gegen digitale Bedrohungen zu stärken. Vorgeschrieben sind ein strukturiertes Risikomanagement, einheitliche Meldeprozesse für schwerwiegende IT-Störungen, regelmäßige Stresstests und die laufende Kontrolle externer Dienstleister. Auch die Verantwortung auf Führungsebene ist klar geregelt. So soll das Finanzsystem selbst unter digitalen Extrembelastungen stabil bleiben.

Wie ITSM zur Einhaltung von DORA beiträgt

Die Umsetzung von DORA erfordert eine durchgängige, prozessorientierte Sicht auf IT-Abläufe. Moderne IT-Service-Management-Plattformen (ITSM) schaffen die Grundlage, um regulatorische Vorgaben effizient, skalierbar und prüfsicher umzusetzen. Führende Lösungen setzen dabei auf KI, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, sowie auf eine ausgewogene Verbindung von Leistungsfähigkeit und Nutzerfreundlichkeit. Die folgenden Funktionen und Prozesse zeigen, wie sich regulatorische Vorgaben konkret und wirksam umsetzen lassen:

  • Risikotransparenz & Kontrolle: Zentral gepflegte IT-Assets und automatisierte Änderungsprozesse machen Risiken frühzeitig sichtbar und ermöglichen eine gezielte Steuerung. So entsteht ein konsistentes, revisionssicheres Risikomanagement.
  • Vorfallbearbeitung & Reporting: Standardisierte Incident-Workflows und klar definierte Eskalationsstufen sorgen für schnelle Reaktionen auf Störungen. Gleichzeitig erfassen sie relevante Ereignisse vollständig und ermöglichen die regelkonforme Meldung an Aufsichtsbehörden.
  • Drittanbieter-Management: Verträge, KPIs und Kontrollzyklen lassen sich strukturiert verwalten und überwachen. Damit bleiben externe IT-Dienstleister auch unter hohen regulatorischen Anforderungen verlässlich steuerbar.
  • Compliance-Schulungen & Governance: ITSM-Systeme unterstützen Planung, Durchführung und Dokumentation von Schulungen. Sie schaffen Transparenz über Teilnahme und Nachweise – und stärken so die unternehmensweite Regelkonformität.

Digitale Resilienz gezielt gestalten

Mit DORA kommen auf Finanzunternehmen und ihre IT-Dienstleister neue, weitreichende Anforderungen zu. Moderne ITSM-Plattformen unterstützen dabei, Abläufe zu standardisieren, Risiken gezielt zu steuern und die nötige Transparenz gegenüber Aufsichtsbehörden und Partnern herzustellen. Auch in komplexen Umgebungen bleiben sie effizient und flexibel einsetzbar.

IT-Service-Management wird damit zu einem zentralen Baustein für digitale Resilienz und regulatorische Stabilität. Wer frühzeitig handelt, sichert nicht nur die Einhaltung der Vorgaben, sondern schafft auch verlässliche Rahmenbedingungen für produktives Arbeiten. Technologie übernimmt keine Aufgaben. Der Einsatz muss sich nach den Bedürfnissen des Menschen richten und Mitarbeitende dabei unterstützen, ihre Arbeit besser zu erledigen.

ITSM Ian Tickle FreshworksIan Tickle
ist SVP, Chief of Global Field Operations bei Freshworks. Das Unternehmen ist Anbieter KI-gestützter Unternehmenssoftware für die Bereiche IT, Support, Vertrieb vund Marketing.

Bildquelle: Freshworks

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