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Cyberangriffe Katerstimmung: Unternehmen erholen sich nur langsam von Sicherheitsvorfällen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Unternehmen brauchen immer länger, um sich von Cyberangriffen und technischen Ausfällen zu erholen. Im DACH-Raum herrscht knapp neun Monate lang digitale Katerstimmung.

(Bild:  Artsaba Family / Adobe Stock)
(Bild: Artsaba Family / Adobe Stock)

Durchschnittlich 41 Sicherheitsvorfälle haben Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den letzten zwölf Monaten erlebt. Das geht aus dem aktuellen „Global Security Research Report“ von Fastly hervor. Und die sorgen für eine ordentliche Katerstimmung: Die Betriebe brauchen immer länger, um sich von den Angriffen zu erholen. In der DACH-Region benötigen Unternehmen im Durchschnitt 8,6 Monate. Das sind 2,1 Monate länger als erwartet – und 1,3 Monate mehr als im internationalen Vergleich.

Katerstimmung nach Angriffen

Den größten Anteil daran hatten gezielte Attacken externer Angreifer (36 Prozent), gefolgt von Fehlkonfigurationen (29 Prozent) und Software-Fehlern (28 Prozent). Zu den Auswirkungen dieser Vorfälle gehörten vor allem Datenverlust (35 Prozent), Ausfallzeiten oder Unterbrechungen (28 Prozent) und die Kompromittierung von Kundenkonten (25 Prozent). Die Unternehmen, die Umsatzverluste als bedeutendste Auswirkung von Sicherheitsvorfällen angeben, berichteten von Einbußen in Höhe von 3,3 Prozent. 

„Die vollständige Erholung nach Sicherheitsverletzungen wird für Unternehmen immer aufwendiger und kostspieliger“, so Marshall Erwin, Chief Information Security Officer bei Fastly. Die Gründe hierfür seien Umsatzeinbußen, Reputationsschäden und Zeitverluste, die langfristig Geschäftsbeziehungen beeinträchtigen und Ressourcen aus verschiedenen Unternehmensbereichen binden. „Da die Anzahl der Angriffe nicht abnehmen wird und das Risiko umfangreicher Ausfälle jederzeit besteht, ist es entscheidend, dass Anpassungen der Cybersicherheits-Strategie Teil eines ganzheitlichen Plans sind und Unternehmen keine übereilten Entscheidungen treffen.“

Unternehmen sind unter Druck

Als Konsequenz erwarten 88 Prozent aller befragten Entscheidungsträger, dass die Investitionen in Cybersicherheit in den nächsten zwölf Monaten steigen werden. Allerdings müssen Investitionen in Sicherheits-Lösungen angesichts knapper Budgets stärker gerechtfertigt werden.

 Cybersecurity-Versicherungen (34 Prozent) sowie Managed Security Services (28 Prozent) finden sich nach modernen Authentifizierungs-Methoden (40 Prozent) unter den Top 3 der erwarteten Investitionsbereiche. Es gibt also eine deutliche Tendenz hin zu Outsourcing und Absicherung –  ergänzend zu bestehenden Sicherheits-Tools und -Anbietern, die in Reaktion auf Vorfälle des letzten Jahres stärker auf dem Prüfstand stehen (46 Prozent).

Für zusätzliche Anspannung sorgt die gesamtwirtschaftliche Lage: Denn auch wenn die Notwendigkeit von Investitionen in Cybersecurity unbestritten ist, denken fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) verstärkt über eine Konsolidierung ihrer Anbieter und Tools nach.

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