Macht sich beim KI-Hype bereits Ernüchterung breit? Man mag den Eindruck gewinnen, Letzteres träfe zu. Schließlich ist es von der ersten Experimentierphase bis zum effizienten Einsatz ein weiter Weg.
(Bild: Artistic Visions / Adobe Stock)
Ist der KI-Hype noch ungebrochen oder macht sich bereits Ernüchterung breit? Viele Unternehmen stehen derzeit vor der Herausforderung, KI-Modelle effizient und sicher in die Produktion zu bringen. Zentrale Fragen lauten dabei: Wie kann dies aus Sicht der Software-Entwickler erfolgen und wie können die beiden Welten der Entwickler und Data Scientists verbunden werden? Das zentrale Bindeglied kann dabei eine Plattform sein, die eine Professionalisierung von DevOps mittels Platform Engineering und eine Integration von MLOps unterstützt.
Doch was bedeutet die Professionalisierung von DevOps? Blickt man in die Vergangenheit, so hat die zunehmende DevOps-Nutzung dazu geführt, dass in vielen Unternehmen eine große Lösungsvielfalt entstanden ist. Das Ergebnis war vielfach durchwachsen: Standards wurden nicht eingehalten und Best Practices nicht umgesetzt. Entgegengewirkt wurde dieser Entwicklung unter anderem mit der Bereitstellung von Referenzarchitekturen und Musterlösungen. Dieses Vorgehen war aber sehr starr und folglich mit einer starken Einschränkung der Entwicklerflexibilität verbunden.
Der aktuelle Trend geht deshalb in Richtung Platform Engineering – laut Gartner ein zentrales Thema der nächsten Jahre. Beim Platform Engineering handelt es sich um einen strategischen Ansatz zur Bereitstellung grundlegender Infrastruktur und Tools sowie notwendiger Prozesse für Entwicklungsteams, um deren Effizienz zu steigern und die Anzahl wiederkehrender Aufgaben zu reduzieren. Dabei stehen die konkreten Bedürfnisse der Anwender im Mittelpunkt. Hierzu stellen Platform Engineers den Entwicklern maßgeschneiderte Produkte mit den benötigten Funktionen zur Verfügung, beginnend mit umfangreichen Self-Service-Funktionen bis hin zu Anwendungsfall-getriebenen Vorlagen.
So wird sichergestellt, dass Software den organisatorischen Best Practices und Standards entspricht und diese trotzdem keine Einschränkung für die Entwicklungsteams darstellen. Eine wesentliche Komponente des Platform Engineering ist die „Interne Entwicklerplattform“ (Internal Developer Platform, IDP), die den Entwicklern eine Sammlung von Tools und Technologien bietet, die sie zum Erstellen, Testen und Bereitstellen von Software benötigen. Bestandteile sind dabei neben den „Software Templates“ oder allgemein Vorlagen auch die notwendigen Integrationen mit verwendeten CI/CD-Werkzeugen und Ablaufumgebungen. All dies wird mitunter als sogenannte Plug-Ins eingebunden und individuell auf die Bedürfnisse der Teams zugeschnitten.
Blickt man in die Vergangenheit, so hat die zunehmende DevOps-Nutzung dazu geführt, dass in vielen Unternehmen eine große Lösungsvielfalt entstanden ist.
Markus Eisele, Red Hat
MLOps: DevOps-Adaption für Machine Learning (ML)
Neben der Professionalisierung von DevOps durch Platform Engineering geht es im Kontext von KI dann zwangsläufig um das Thema MLOps, gewissermaßen die DevOps-Adaption für Machine Learning (ML). MLOps ähnelt zwar dem DevOps-Konzept, allerdings geht es dabei um das Deployment und Management sowie das Training von ML-Modellen. Das heißt, MLOps unterstützt eine effiziente Entwicklung, Bereitstellung und Verwaltung von Machine-Learning-Modellen.
Auch hier ist wieder das Konzept Platform Engineering von Bedeutung, das die nahtlose Verbindung von DevOps und MLOps beziehungsweise von Entwicklern und Data Scientists ermöglicht. Data Scientists verantworten die Entwicklung und das Training der KI-Modelle und stellen kuratierte Versionen der Modelle etwa in einem Softwarekatalog für die Produktion bereit. Ein Softwareentwickler muss dann nicht lange nach einem geeigneten Modell für einen spezifischen Anwendungsfall suchen, sondern greift auf einen vorbereiteten Katalog zu, dem er die Attribute der Modelle entnehmen kann. Durch die Auswahl in entsprechenden Software-Templates wird dann die Anbindung an den Applikations-Code bereitgestellt.
Eine zentrale Voraussetzung für die einfache und schnelle Produktivsetzung und Einbindung in neue und bestehende Anwendungen von Modellen ist somit eine Plattform, die alle erforderlichen Aspekte abdeckt, also nicht nur die Softwareentwicklung, sondern auch die KI-Modell-Entwicklung, das KI-Modell-Training und die KI-Modell-Einbindung in die Applikations-Landschaft. Es geht also um eine Plattform, die für DevOps, Platform Engineering und MLOps eine Basis bilden kann und unterschiedlichste Prozesse vereinheitlicht.
Dabei darf eines nicht vergessen werden: Es ist zwar ein relativ neues Thema, KI in großen Mengen in die Produktion zu bringen. Es geht hier aber keineswegs nur um große Sprachmodelle, sondern auch etwa um prädiktive oder analytische KI. Auch hier bestehen Herausforderungen, die letztlich nur mit einem Plattformansatz sinnvoll in den Griff zu bekommen sind.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Markus Eisele ist EMEA Developer Strategist bei Red Hat