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Digitalisierung im Health-Sektor KI im Gesundheitswesen: Aufbruch in eine digitale Zukunft

Ein Gastbeitrag von Slavena Hristova-Rößler 2 min Lesedauer

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Der Einsatz von KI im Gesundheitswesen wird immer mehr zur Selbstverständlichkeit. So setzen bereits 77 Prozent der Unternehmen im Health-Bereich auf KI. Im kommenden Jahr sind zudem deutliche Investitionen in diesem Bereich geplant.

(Bild:  TStudious – stock.adobe.com)
(Bild: TStudious – stock.adobe.com)

Die Zukunft des Gesundheitswesens ist digital – und Künstliche Intelligenz (KI) steht im Zentrum dieser Transformation. Eine aktuelle Umfrage von Abbyy zeigt, dass 77 Prozent der Gesundheits-Organisationen bereits auf Künstliche Intelligenz setzen und 95 Prozent im nächsten Jahr ihre Investitionen steigern wollen. KI ist die Antwort auf viele Herausforderungen im Gesundheitswesen. Doch eine Studie des Fraunhofer-Ins­tituts zeigt, dass Deutschland bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen hinterherhinkt. Die vollständige Digitalisierung entlang des Behandlungspfades bleibt Stückwerk, obwohl eine nahtlose Patienten-Betreuung große Chancen bietet.

Was treibt die Investitionen in KI im Gesundheitswesen an?

Laut der Umfrage ist ein Hauptgrund für 57 Prozent der Befragten die Angst, den Anschluss zu verlieren. 52 Prozent setzen auf Künstliche Intelligenz für mehr Effizienz und Service-Verbesserungen. Für 48 Prozent sind steigende Patienten-Erwartungen treibende Kraft, während der allgemeine Wettbewerb 35 Prozent motiviert. 39 Prozent haben aufgrund erster positiver Ergebnisse mit KI bereits entsprechende Investitionen vorgenommen.

Im Vergleich zu anderen Branchen steht das Gesundheitswesen der Künstlichen Intelligenz skeptischer gegenüber, „nur“ 77 Prozent begrüßen sie. Die Gründe: Es geht um Menschenleben und damit um höchste Ansprüche an Datenqualität (55 Prozent), korrekte Analysen (48 Prozent) und den Schutz sensibler Daten (39 Prozent). 48 Prozent fürchten den Missbrauch von KI durch Mitarbeiter.

Investitionsziele und Vertrauen in spezielle KI-Lösungen

Trotz Bedenken planen 95 Prozent ihre IT-Budgets 2024 zu erhöhen, 60 Prozent möchten ihre Investitionen um elf bis 30 Prozent steigern. Besonders beliebt sind Large Language Models (LLMs - 92 Prozent) und KI-gestützte Dokumenten-Verarbeitung (91 Prozent).

„Es ist faszinierend, wie sehr das Gesundheitswesen inzwischen auf spezialisierte KI-Lösungen setzt. LLMs und andere speziell entwickelte Tools scheinen genau das zu bieten, was in der Praxis benötigt wird", so Maxime Vermeir, Senior Director of AI Strategy bei Abbyy.

Nachholbedarf liegt allerdings bei der verantwortungsvollen Nutzung von KI im Gesundheitswesen. Zwar geben 95 Prozent der Befragten an, dass ihre Organisation die geltenden Vorschriften einhält, doch nur 53 Prozent haben verbindliche Richtlinien eingeführt – und nur 39 Prozent davon planen, solche bald anzuwenden. 49 Prozent wünscht sich klare Richtlinien zur Nutzung von KI und 55 Prozent mehr Orientierung bei der Anwendung der KI-Vorschriften.

Die Einsatzgebiete von KI im Gesundheitswesen

Von der Patienten-Kommunikation bis zur Optimierung interner Abläufe: Künstliche Intelligenz unterstützt das Gesundheitswesen in unzähligen Bereichen. Die wichtigsten Anwendungsfelder umfassen:

  • Kundenservice: 58 Prozent

  • Marketing: 47 Prozent

  • Betrieb: 40 Prozent

  • Beschaffung und Bezahlung: 31 Prozent

  • Finanzen und Verwaltung: 29 Prozent

  • Compliance: 26 Prozent

Die Studie zeigt: KI steigert Effizienz und Patientenservice im Gesundheitswesen. Das Vertrauen in spezialisierte KI-Lösungen und die Investitionsbereitschaft wächst. Mit klaren Richtlinien zum verantwortungsvollen KI-Einsatz ist KI auf dem besten Weg, zur unverzichtbaren Technologie zu werden.

KI im GesundheitswesenSlavena Hristova-Rößler
Director of Product Marketing von Abbyy

Bildquelle: Abbyy

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