DB Podcast

Diabetes KI in der Fertigung: Automatisierung beschleunigt die Diabetesversorgung

Ein Gastbeitrag von Christian Heinrichs 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Glukosemessgeräte, die kontinuierlich den Blutzuckerwert überwachen, erleichtern den Alltag von Diabetikern. Um Patienten schneller mit den Geräten zu versorgen, nutzt Hersteller Dexcom KI in der Fertigung und KI-gesteuerte Automatisierung: Bis zu 3.000 ärztliche Rezepte werden pro Woche verarbeitet.

(Bild: Goffkein- stock-adobe.com)
(Bild: Goffkein- stock-adobe.com)

Für Diabetespatienten ist es entscheidend, regelmäßig den Blutzuckerspiegel im Blick zu haben. Moderne Real-Time-Messgeräte für die kontinuierliche Glukosemessung (rtCGM) ermitteln den Gewebezuckerwert in Echtzeit über einen kleinen Sensor unter der Haut. Durch den integrierten Sender werden die Werte an die verknüpfte App übertragen. Die smarte Lösung ermöglicht so eine bessere Kontrolle des Diabetes und unterstützt Patienten und Mediziner bei individuellen Behandlungsentscheidungen.

Um die Geräte zu erhalten, können sich Betroffene von ihrem behandelnden Arzt ein Rezept ausstellen lassen und dieses bei Geräteherstellern wie Dexcom einreichen. Der Anbieter von kontinuierlichen Glukoseüberwachungsgeräten setzt verstärkt auf die Nutzung von KI und Prozessautomatisierung. Mit dem Einsatz von Intelligent Document Processing liefert das Unternehmen ein gutes Beispiel dafür, wie KI in Verbindung mit Automatisierung im Fertigungssektor genutzt werden kann.

Lange Wartezeiten durch manuelle Arbeitsschritte

Eine der größten Herausforderungen für das internationale Unternehmen mit deutscher Niederlassung in Mainz war die Verarbeitung der ärztlichen Rezepte in Deutschland: Zu Beginn waren es etwa 300 pro Woche, die von Mitarbeitenden manuell erfasst wurden. Mit dem wachsenden Erfolg und der Verdopplung der Rezepte wurde es immer schwieriger, die steigende Nachfrage zeitnah zu bedienen. Die Folgen: Lange Bearbeitungszeiten sowie hohe Kosten und eine starke Ressourcenbindung auf Unternehmensseite.

Ein KI-gestützter Automatisierungsprozess war die Lösung für Dexcom. Zunächst wurden dafür die einzelnen Arbeitsschritte sowie bestimmte Muster oder Abweichungen analysiert. Die KI-Anwendung Document Understanding automatisiert diese Schritte, sodass die unterschiedlichsten Rezepte effizienter verarbeitet werden. Egal ob die Rezepte Kontrollkästchen, handschriftliche Notizen oder eine schlechte Druckqualität aufweisen: Die intelligente Anwendung extrahiert und erfasst alle Informationen zuverlässig und eigenständig.

Über das „Action Center“ können die Mitarbeitenden auch manuelle Anpassungen, Korrekturen und Freigaben vornehmen. Diese Lösung ermöglicht einen transparenten Überblick über alle laufenden Vorgänge, verbessert das Projektmanagement innerhalb des Teams und schafft einen nahtlosen Arbeitsablauf zwischen Mensch und Software-Roboter.

Die KI-Automatisierung übernimmt nun den Prozess der Rezeptannahme, Überprüfung, Genehmigung und Bestellung des rtCGM-Systems. Im Laufe der Zeit verbesserte sich die Genauigkeit der Programme durch kontinuierliches Machine Learning. Das ermöglicht dem Team, Unregelmäßigkeiten leichter zu erkennen und ein höheres Volumen von Rezepten effizienter zu bearbeiten. Inzwischen sind es bis zu 3.000 Rezepte pro Woche – eine enorme Steigerung gegenüber dem Start mit 300 Rezepten.

KI in der Fertigung: Digitale Transformation geht weiter

Neben der Dokumentenverarbeitung ermöglicht die Automatisierungsplattform eine kontinuierliche Prozessanalyse und das Steuern von Software-Robotern. So wurden auch in anderen Abteilungen wie Technischer Support, Kundenbetreuung, Finanz- und Rechnungswesen, Personalwesen, IT und Qualitätssicherung zahlreiche KI-gestützte Prozesse implementiert.

Durch den Einsatz von KI und Prozessautomatisierung konnte Dexcom die Abläufe verbessern, manuelle Aufgaben automatisieren und die Effizienz steigern. Insgesamt spart das Unternehmen durch die digitalen Technologien bis zu 200.000 Stunden pro Jahr – und mehr Patienten können mit den Glukosemessgeräten versorgt werden.

Christian Heinrichs
ist Senior Director Sales Engineering Central Europe bei UiPath.

Bildquelle: Christian Heinrichs

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung