Mit Unterstützung weiterer Investoren bringt Unframe seine Enterprise-Plattform an den Start. Mit ihr können Unternehmen das Potenzial von KI kosteneffizient und risikoarm erschließen. Der Blueprint-Ansatz ermöglicht die Bereitstellung der KI-Modelle in kürzester Zeit.
(sam richter/Adobe Stock)
Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse mit KI verbessern wollen, stehen meist vor der Herausforderung, dass fertige KI-Lösungen nicht optimal zu ihren Anwendungsfällen passen oder auf sensible Daten angewiesen sind, um die bestmöglichen Ergebnisse zu liefern. Die Entwicklung eigener, individueller KI-Modelle ist jedoch äußerst zeit- und kostenintensiv und setzt das Vorhandensein zahlreicher Experten voraus. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet die Enterprise-Plattform von Unframe, die passgenaue KI-Tools für nahezu jeden Anwendungsfall bereitstellen kann, ohne dass sensible Daten das Unternehmen verlassen oder aufwendige Modelltrainings notwendig sind.
Der Schlüssel dafür sind Blueprints. Sie regeln unter anderem, welche unternehmensspezifischen Datenquellen eingebunden werden und welche Dashboards und Abfragemöglichkeiten es gibt. Darüber hinaus liefern die Blueprints wichtige Kontextinformationen, die die Plattform von Unframe zusammen mit Nutzeranfragen und Metadaten an bestehende KI-Modelle weiterreicht. Diese liefern dann präzise Anweisungen für die Generierung der Ergebnisse zurück, die die Plattform lokal ausführt. Unternehmen können individuell festlegen, ob und welche Daten mit der KI geteilt werden.
Unframe arbeitet mit einer Vielzahl öffentlicher KI-Modelle zusammen und erlaubt die Einbindung beliebiger Datenquellen – von File-Shares über Datenbanken bis hin zu SaaS-Anwendungen. Die Blueprints erstellt Unframe basierend auf den Anforderungen des jeweiligen Anwendungsfalls, was dank vieler fertiger Integrationen, Workflows und Module nur wenige Stunden oder Tage dauert. Anschließend ist die Plattform sofort einsatzbereit und steht den Anwendern im Unternehmen zur Verfügung. Sie läuft wahlweise auf lokalen Systemen oder in der Public Cloud und wird im Jahresabonnement pro Anwendungsfall abgerechnet, ohne Beschränkungen hinsichtlich der Anzahl von Nutzern, Abfragen oder zu verarbeitenden Tokens.
KI-Modelle: Weniger als ein Jahr bis zum Produkt-Launch
Unframe wurde im März 2024 gegründet und sammelte seitdem insgesamt 50 Millionen US-Dollar bei Investoren ein. Zu den ersten Investoren zählt mit TLV Partners einer der führenden Venture-Capital-Geber in Israel und mit Craft Ventures die Investmentgesellschaft des früheren PayPal-COO David Sacks, der inzwischen in den USA dem „President's Council of Advisors on Science and Technology“ angehört. Mit Bessemer Venture Partners und Third Point Ventures konnten vor kurzem weitere renommierte Investoren gewonnen werden.
Unframe hat seinen Sitz in Cupertino, Kalifornien, und Niederlassungen in Berlin und Tel Aviv. Das eingespielte Gründungs- und Führungsteam um CEO Shay Levi kennt sich bereits von Noname Security, das im vergangenen Jahr für 500 Millionen US-Dollar von Akamai übernommen wurde, und bringt umfangreiches technisches Know-how sowie große Erfahrung im Aufbau von erfolgreichen Unternehmen mit.
Unframe benötigte weniger als ein Jahr, um seine Plattform zu entwickeln, auf den Markt zu bringen und einen Millionen-Umsatz zu erreichen. Auch in Deutschland setzen bereits zahlreiche Unternehmen auf Unframe, wobei das Interesse vor allem in Branchen mit hohen Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit hoch ist, etwa Banken und Versicherungen, Financial Services, Healthcare und Immobilienwirtschaft. Prinzipiell ist die Unframe-Plattform allerdings branchenneutral und eignet sich für Workflow-Automatisierungen und Datenauswertungen in den unterschiedlichsten Bereichen.
Aufbau eines Partnervertriebs
Mit der weltweiten Verfügbarkeit der Plattform beginnt bei Unframe auch der Aufbau eines eigenen Channels für den Vertrieb. Das Unternehmen arbeitet eng mit dem Distributor Climb Channel Solutions zusammen und sucht vor allem klassische Systemhäuser, IT-Dienstleister und Beratungsspezialisten, die Unternehmen bei Digitalisierungsprojekten unterstützen und deren interne Prozesse gut kennen. Mit der Unframe-Plattform können sie Unternehmen eine Lösung für die einfache Integration von KI in geschäftliche Abläufe bieten, die schnell zu Effizienz- und Produktivitätsgewinnen führt – und die in der Regel auch Folgeprojekte anstoßen, wenn weitere Anwendungsfälle umgesetzt werden sollen.
Larissa Schneider ist COO von Unframe.
(Bild: Unframe)
Larissa Schneider, COO von Unframe, erklärt zum Launch der Plattform: „KI muss nicht kompliziert sein. Mit unserer Plattform können Unternehmen maßgeschneiderte KI-Modelle in kurzer Zeit umsetzen, ganz ohne Coding und Entwicklungsaufwand. Dabei sind sie äußerst flexibel bei der Auswahl der KI-Modelle und der einzubindenden Datenquellen und können höchste Anforderungen hinsichtlich Datenschutzes und Sicherheit erfüllen. Statt mehrere Lösungen für unterschiedliche Anwendungsfälle einzusetzen, was unweigerlich zu einem Flickenteppich an Lösungen führt, erhalten sie eine skalierbare Plattform für alle Fachbereiche, Teams und Workflows.“
Stand: 16.12.2025
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