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 Medizin ohne menschliche Ärzte KI statt Kittel: Wie Chinas erstes KI-Krankenhaus „Agent Hospital“ die Medizin revolutioniert

Von Heiner Sieger 3 min Lesedauer

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Mit dem ersten KI-gesteuerten Krankenhaus „Agent Hospital“ testet die Tsinghua Universität in Peking, wie künstliche Intelligenz Diagnose, Therapie und Patientenmanagement revolutionieren kann. Wie realistisch ist eine Medizin ohne menschliche Ärzte?

(Bild:  © tashechka/stock.adobe.com)
(Bild: © tashechka/stock.adobe.com)

Agenten im Dienst: Chinas KI-Krankenhaus als Blaupause für die Medizin der Zukunft? In Peking hat die renommierte Tsinghua Universität das weltweit erste Krankenhaus eröffnet, das vollständig auf künstliche Intelligenz setzt. Das sogenannte Agent Hospital ist kein klassisches Krankenhaus, sondern eine hochmoderne Simulations- und Forschungsplattform, auf der virtuelle KI-Ärzte und -Pflegekräfte sämtliche Aufgaben übernehmen. Ziel ist es, die medizinische Versorgung zu revolutionieren und den Herausforderungen des chinesischen Gesundheitssystems mit innovativer Technologie zu begegnen.

Im Zentrum des Projekts stehen 14 KI-Ärzte und vier digitale Pflegekräfte, die täglich bis zu 10.000 Patientenfälle bearbeiten können. Die KI-Agenten sind in der Lage, den gesamten Klinikbetrieb abzubilden – von der Aufnahme über Diagnostik und Therapie bis hin zur Nachsorge. Damit setzt das Agent Hospital neue Maßstäbe für Effizienz und Skalierbarkeit in der medizinischen Versorgung.

Künstliche Intelligenz als Herzstück des Klinikbetriebs

Die Grundlage für die digitalen Mediziner bilden fortschrittliche Sprachmodelle wie GPT-3.5, die speziell für medizinische Anwendungen trainiert wurden. In Tests konnten die KI-Ärzte bereits 93 Prozent der Aufgaben im US-amerikanischen medizinischen Zulassungsexamen korrekt lösen – ein Wert, der mit den Ergebnissen menschlicher Mediziner konkurrieren kann. Die KI-Agenten kommunizieren miteinander, stellen Diagnosen, entwickeln Behandlungspläne und begleiten die Patienten durch den gesamten virtuellen Klinikaufenthalt.

Das Besondere: Im aktuellen Stadium sind sowohl Ärzte als auch Patienten digitale Avatare. Das ermöglicht es, unzählige medizinische Szenarien risikofrei zu simulieren, Algorithmen zu testen und die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine zu erforschen. Die Ergebnisse fließen direkt in die Weiterentwicklung medizinischer KI-Systeme ein.

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