2023 war ein entscheidendes Jahr für die künstliche Intelligenz. Dennoch stehen wir erst am Anfang einer rasanten Entwicklung, die die Arbeitswelt und den Alltag der Menschen maßgeblich prägen wird. Es gibt zahlreiche Trends im neuen Jahr, die zeigen, in welche Richtung die Reise der KI-Technologie geht.
(Quelle: sdecoret - Adobe Stock)
Zu den wichtigen Entwicklungen in diesem Jahr gehört, dass Apps nicht mehr als Benutzerschnittstellen im Mittelpunkt der Bedienung stehen, sondern die KI. Dies könnte dazu führen, dass neue Geräte keine Bildschirme mehr benötigen, sondern Benutzer diese ausschließlich per Sprache steuern. Außerdem schreitet die Demokratisierung der künstlichen Intelligenz voran. Mit Hilfe von Tools können Unternehmen immer einfacher in die KI-gestützte Transformation einsteigen. Ein weiterer Trend ist, dass KI-Technologie endlich dabei hilft, Daten besser zu nutzen. Im Jahr 2024 wird es theoretisch jedem möglich sein, unterschiedlichste Datensätze unterschiedlicher Größe und in großem Umfang mühelos und in Sekundenschnelle zu analysieren. Welche weiteren Trends und Herausforderungen in der KI-Technologie dieses Jahr bestimmen werden, erklärt Mark Neufurth von Ionos.
KI-Technologie, die 2024 noch wichtig wird
Künstliche Intelligenz ist einer der wichtigsten technologischen Entwicklungen des 21. Jahrhunderts. Seit im vergangenen Jahr ChatGPT veröffentlicht wurde, hält die Technologie immer mehr Einzug in den Alltag der Menschen. Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom sind mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (56 Prozent) der Meinung, dass KI „die größte technische Revolution seit dem Smartphone“ ist. Doch die Entwicklung der KI-Technologie ist noch lange nicht am Ende. Im Gegenteil: Sie nimmt erst Fahrt auf und damit wachsen auch die Herausforderungen. Folgende zehn KI-Trends werden demnach den Arbeitsalltag aber auch die IT im Jahr 2024 entscheidend prägen:
1. KI-Prompts steuern Apps intuitiv
Apps werden nicht mehr als Benutzerschnittstellen im Mittelpunkt der Bedienung stehen, sondern die KI. Was in Zukunft dazu führen könnte, dass neue Geräte keine Bildschirme mehr benötigen, sondern sich ausschließlich per Sprache steuern lassen. Apple-Techniker haben sogar schon Lösungen gefunden, um die KI direkt auf dem iPhone laufen zu lassen und das Gerät damit intelligenter zu machen. So findet derzeit ein Paradigmenwechsel in der Interaktion zwischen Menschen und KI-Technologie statt, der die Art und Weise verbessert, wie Menschen arbeiten, kommunizieren und mit Technologie interagieren. Um das Telefon jedoch effektiv per Sprache steuern zu können, muss der Benutzer bestimmte Fähigkeiten erwerben.
2. Intensive Demokratisierung der KI-Technologie
Die Demokratisierung der künstlichen Intelligenz schreitet voran. Bisher herrschte das Vorurteil vor, dass KI vor allem für kleinere Unternehmen zu komplex sei. Mit Hilfe von Tools wird der Einstieg in die KI-gestützte Transformation jedoch immer einfacher. Allerdings müssen sich die Unternehmen dafür das nötige Wissen aneignen und entsprechend Zeit investieren.
3. KI-Technologie treibt individuelles Training voran
Mitarbeiter kontinuierlich weiterzubilden ist für Unternehmen entscheidend, um wettbewerbsfähig zu bleiben. KI kann sie dabei umfassend unterstützen. Mit Trainings beispielsweise auf Basis von Emotional Analytics, einer KI-Technologie, die Muster in der Sprache erkennt, steigern Unternehmen schon heute ihre Key Performance Indicators (KPIs) in kommunikationsintensiven Bereichen wie Marketing, Vertrieb und Service. Künftig können aber auch Verhandlungssituationen mit schwierigen Geschäftspartnern oder Kunden mit KI themenspezifisch trainiert werden – und zwar in Echtzeit, etwa über den Browser oder das Telefon. Diese Art des Einsatzes bewegt sich allerdings noch im rechtlichen Grenzbereich und dürfte auch psychologisch Unbehagen auslösen.
4. KI-Technologie hilft bei der besseren Verwertung von Daten
KI wird endlich helfen, Daten besser zu nutzen. Im Jahr 2024 wird es theoretisch für jedermann möglich sein, Datensätze jeder Größe und jeden Umfangs mühelos und in Sekundenschnelle zu analysieren.
Da die IT-Systeme von Organisationen aller Art zunehmend durch KI-generierte Desinformation und Versuche der Kompromittierung gefährdet sind, müssen Technologieanbieter und Regierungen im Jahr 2024 umso enger zusammenarbeiten. So lassen sich Lösungen gegen KI-basierte Bedrohungen wie Deepfakes, KI-Social-Bots oder geklonte Sprachaufnahmen finden.
6. EU führt AI Act ein
KI wird compliant: Der Einsatz von KI-Technologie wird in Europa künftig durch den AI Act gesetzlich geregelt. Er soll sicherstellen, dass KI-Systeme und die verwendeten Daten und Informationen sicher sind und die bestehenden Grundrechte und Werte der Europäischen Union respektieren. Auch in Deutschland sollten sich Unternehmen daher darauf einstellen, dass KI-Compliance zur Pflicht wird. Noch ist aber nichts in trockenen Tüchern. Das Gesetz befindet sich noch im Entwurfsstadium.
Stand: 16.12.2025
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7. KI-Technologie in der Cybersicherheit – ein zweischneidiges Schwert
KI stärkt zwar die Cyberabwehr und bietet proaktiven Schutz vor sich verändernden Bedrohungen, birgt aber auch Risiken. Denn Cyberkriminelle nutzen dieselbe Technologie, um ihre Angriffe noch raffinierter zu gestalten. Trotz des KI-Trends wird sich die Bedrohungslandschaft in naher Zukunft jedoch nicht grundlegend ändern. Ebenso wie Cyberkriminelle werden auch IT-Sicherheitsverantwortliche die gleichen oder fortschrittlicheren generative KI-Technologie einsetzen, um die Sicherheit von Software und Netzwerken zu verbessern.
8. KI-Strategien treten an die Stelle des Trial-and-Error
Die Zeit des „fröhlichen Ausprobierens“ verschiedener KI-Lösungen wird der Vergangenheit angehören. Unternehmen sollten sich daher eine KI-Strategie mit Transparenz und klaren Regeln überlegen. Cloudbasierte KI-Plattformen und KI-Gateways werden daher immer wichtiger, um den Einsatz von KI zu steuern und kontrollierbar zu machen. Dazu gehören auch KI-Lösungen für eine optimierte und personalisierte Kundenansprache.
9. KI-Modelle werden miteinander verknüpft
Multimodale KI-Modelle, die Sprache, Bilder, Texte und Videos kombinieren, werden Modelle für einzelne Anwendungen ersetzen. Damit können Bilder oder Videos in kürzester Zeit erstellt werden. Ein Beispiel sind komplette Lernvideos. Dies wird allerdings die Medienkompetenz der Nutzer zunehmend herausfordern – wenn nicht gar überfordern.
Assistenten wie Microsoft Copilot oder Google Duet werden schnell Teil kostenpflichtiger Software – und sind es in großen Teilen schon. Sie bieten dem Nutzer die Möglichkeit, nach und nach KI-Funktionen zu verwenden. Darüber hinaus werden diese Assistenten die Gewohnheiten der Nutzer aufzeichnen und die Anwendung personalisieren. Dabei lassen sich jedoch wertvolle, personalisierte Informationen durch KI verarbeiten. Dazu schleusen die Unternehmen die Daten und Metadaten in Clouds außerhalb Deutschlands und speichern sie zumindest zwischenzeitlich auf Servern außerhalb Europas.
Auf diese und weitere Trends sollten sich Unternehmen einstellen, um in den verschiedenen Bereichen der Digitalisierung nicht abgehängt zu werden. Dies könnte sonst auch zu wirtschaftlichen Nachteilen führen. KI setzt neue Standards, denen sich vor allem auch kleine und mittlere Unternehmen stellen müssen, da sie nicht über die gleichen Ressourcen wie Großunternehmen verfügen. Daher ist es für sie unerlässlich, Partnerschaften mit Spezialisten einzugehen, die ihnen helfen, diese neuen Standards zu erfüllen.
Mark Neufurth ist Lead Strategist Marketing bei Ionos. Das Unternehmen ist Anbieter von Hosting-Dienstleistungen, Cloud-Services und Cloud-Infrastruktur.