DB Podcast

KI-Offensive starten KI-Tools integrieren: 3 Schritte damit es gelingt

Ein Gastbeitrag von Jens-Christian Jensen 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) erkennen, dass sie mit generativer künstlicher Intelligenz (KI) ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können. Doch wie gelingt es KI-Tools effizient zu integrieren?

(Bild:  rawpixel/Freepik)
(Bild: rawpixel/Freepik)

KI-Tools zu integrieren, klingt einfach, ist es aber nicht. Budgets sind begrenzt, zudem fehlen Fachpersonal und Know-how. Oft ist auch unklar, welchen Nutzen KI bringt. Kurzum: Es fehlt der Business Case.

Schritt 1: Die transformative Kraft von KI-Tools aktiv fördern

Als erstes ist die digitale KI-Transformation als strategische Priorität zu betrachten. Entscheidungsträger müssen als Vorbilder agieren, Vorbehalte abbauen und KI-Schulungen ermöglichen. Auch sollten Mitarbeitende ermuntert werden, KI-Plattformen wie ChatGPT oder Midjourney im Arbeitsalltag zu nutzen. Tech-affine Mitarbeitende wirken idealerweise als KI-Botschafter und motivieren andere, sich mit der Technologie auseinanderzusetzen.

Darüber hinaus gilt es, eine Unter­nehmenskultur aufzubauen, die Offenheit gegenüber Veränderungen genauso wertschätzt wie den Mut, Neues auszuprobieren und aus Fehlern zu lernen. Experimentierfreude sollte belohnt werden. So können KMUs Schritt für Schritt ihre Digital Literacy ausbauen und eine Innovationskultur etablieren.

Schritt 2: Niedrigschwellige KI-Tools präferieren

Die Wahl des richtigen KI-Tools ist von vielen Faktoren abhängig, wie von der Rechtssicherheit der Produkte. Jedoch werden vorhandene und gelernte Tools vermehrt AI-Ready. Ein Beispiel: In vielen Unternehmen sind Adobe-Produkte durch Adobe Firefly jetzt AI Ready und sogar rechtssicher. Dazu gehören auch Werkzeuge wie Hubspot oder Pipedrive. Sie ermöglichen nun Vorhersagen auf Basis der eigenen Kundendaten oder eine automatisierte Werbemittelproduktion. Es ist zu erwarten, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Das heißt nicht, dass gewartet werden soll. Strategisches Ziel ist es, Erfahrung in und für die eigene Organisation aufzubauen.

Schritt 3: Business Cases mit Pilotprojekten entwickeln

Ein guter Ansatz ist, mit einem kleinen, nicht komplexen Use Case zu starten, der die Mitarbeitenden in die KI-Transformation einbindet. Zum Beispiel, indem die Teams manuelle, wiederkehrende und zeitfressende Tätigkeiten benennen, die sie belasten und die sich durch KI-Tools automatisieren lassen. Sobald der erste Pilot feststeht, sollten Ziele definiert und die geeignete Software ausgesucht werden. Dann gilt es, KI-Tools zu testen: ihre Machbarkeit, Vor- und Nachteile in der Anwendung und besonders die Qualität der Ergebnisse. Denn es geht darum, wie nah ein KI-basierter Prozess an das gewünschte Ergebnis herankommt. Der Mehrwert lässt sich anhand zuvor definierter KPIs ablesen. So wird aus einem Pilotprojekt ein Proof-of-Concept und letztlich ein Business Case. Dadurch erhalten KMUs Informationen zu Aufwand und Ertrag und Argumente, warum in dieses KI-Projekt weiter investiert oder es sogar skaliert werden sollte.

KI-Reife ist kein Ziel, das einmal erreicht und dann abgeschlossen ist – es ist ein kontinuierlicher Prozess, der mit der dynamischen Entwicklung der Technologie Schritt halten muss. Bei diesem Prozess hilft auch der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V., indem Mittelständler auf vorhandenes Know-how zurückzugreifen und wertvolle Partnerschaften durch das Netzwerk eingehen. 

KI-ToolsJens-Christian Jensen 
engagiert sich als Lableiter „Value Chain“ im Ressort Künstliche Intelligenz (KI) des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V, um die Transformation durch KI in der Digitalen Wirtschaft und Gesellschaft voranzutreiben. Er ist Chief Strategy Officer bei Plan.Net Group

Bildquelle: Plan.Net Group

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung