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Cancer-Care Krebsbehandlung der Zukunft: Innovative Technologien im Einsatz

Ein Gastbeitrag von Johannes Maes 4 min Lesedauer

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Krebsdiagnosen stellen nicht nur eine medizinische Herausforderung dar, sondern oft auch kommunikative und organisatorische Probleme. Die Lösung dafür liegt in einer innovativen Plattform zur personalisierten Aufklärung und interaktiven Begleitung in der Krebsbehandlung.

(Bild: Ben, © Julian- stock.adobe.com)
(Bild: Ben, © Julian- stock.adobe.com)

Im Zentrum der Onkologie steht die Aufklärung über Diagnose und Behandlung — ein entscheidender Schritt für Patienten, um fundierte Entscheidungen zu treffen und sich aktiv am Behandlungsprozess zu beteiligen. Die Realität des aktuellen Versorgungsstandards in der Krebsbehandlung sieht Patienten an den elementaren Entscheidungspunkten während der Behandlung derzeit oft alleingelassen. Die klare Aufforderung der Ärzte, „Doktor Google“ nicht zu befragen, wirkt paradox, Denn es gibt keine standardisierte, qualitative und einfach aufrufbare Quelle für persönlich relevante Informationen zur Krebsdiagnose und Behandlung. Patienten sind einzig und allein abhängig davon, welche Informationen Ärzte teilen, wie sie diese Informationen darstellen und bereitstellen. Die Umsetzung dessen liegt im Ermessen des Arztes.

In diesem Zusammenhang präsentiert sich ein neuer Hoffnungsschimmer: Die Einführung eines innovativen digitalen Tools zur personalisierten Aufklärung und interaktiven Begleitung in der Krebsbehandlung. Dieses bahnbrechende Projekt wurde entwickelt, um Onkologen und ihren Patienten eine maßgeschneiderte Informationsquelle zu bieten, die sie durch jeden Schritt der Behandlung begleitet.

Krebsbehandlung: Personalisierte Aufklärung

Personalisierte Patientenaufklärung , wie dieses Bild einer Krebserkrankung kann in ein digitales Toll überspielt werden. (Bild: MediTech)
Personalisierte Patientenaufklärung , wie dieses Bild einer Krebserkrankung kann in ein digitales Toll überspielt werden.
(Bild: MediTech)

Die Kernidee der CancerCare-Plattform ist einfach und doch revolutionär: Es schließt die Lücke zwischen medizinischer Expertise und Patientenbedürfnissen und setzt damit einen neuen Standard für die Kommunikation in der Onkologie. Das Tool bietet personalisierte Aufklärungsbögen, die die individuelle Diagnose und die darauf abgestimmten Behandlungsoptionen detailliert darstellen und behandlungsbegleitende Maßnahmen, um schnell personalisierte Hilfe zu erhalten und Ärzten die Beobachtung der Patienten zu vereinfachen.

Ein solches Bild, gezeichnet durch den behandelnden Chirurgen des Gründers von MediTech, welcher selbst die Operation und onkologische Behandlung einer Darmkrebsdiagnose durchlebt hat, kann durch das digitale Tool in wenigen Klicks einfach und personalisiert abgebildet werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Zeitersparnis sowohl für Ärzte als auch für Patienten. Durch die Bereitstellung klar strukturierter und leicht verständlicher Informationen können Ärzte ihre Gespräche effizienter gestalten und mehr Zeit für individuelle Fragen und Bedenken ihrer Patienten aufwenden.

Interaktion zwischen Arzt und Patient auf Augenhöhe

Der digitale Gral ist die Interaktion zwischen Arzt und Patient auf Augenhöhe. Er repräsentiert den Erfolg der patientenzentrierten, digital-interaktiven Abbildung der Arzt-Patienten-Beziehung vom Zeitpunkt der Krebsdiagnose bis hin zur Nachsorge der Patienten. Er verkörpert eine Zukunft, in der Patienten den gesamten Behandlungsprozess innehaben, in der Partizipation von Patienten mit Leichtigkeit gelenkt werden kann und in der ein zentralisiertes, wissensgenerierendes Versorgungssystem mit dem Patienten im Zentrum der Datensteuerung entsteht. Der Eine ganzheitliche Lösung erlaubt Patienten und Ärzten dabei Folgendes:

  • Zeitersparnis durch vereinfachte und standardisierte Dokumentationsgrundlagen und Kommunikation.

  • Personalisierte, verständliche, visuell ansprechende Aufklärung zur Diagnostik sowie dazu passenden Behandlungsalternativen.

  • Patientenorienterte und einfache Aufklärung zu passenden Studien.

  • Automatisierte, zentrale Handlungsempfehlungen beim Auftreten von Nebenwirkungen während der Therapie.

  • Personalisierte Nachsorgeplanung.

  • Interaktion zwischen Arzt und Patient über eine interaktive Cancer Care Plattform, sodass behandelnende Ärzte bei Eingabe von Nebenwirkungen in Echtzeit über das Patientenprofil informiert werden. Diese Art der Fernüberwachung ermöglicht schnelles Handeln.

  • Monitoring und virtuelle Kommunikation über die Plattform, wodurch Patienten und Ärzte jederzeit auch aus der Ferne miteinander video-telefonieren oder in Schreibkontakt treten können.

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  • Steuerung des Patientenprofils: Patienten können behandlenden Ärzten und Angehörigen Zugriffs- und Bearbeitungsrechte verteilen und sind somit jederzeit selbst dazu im Stande, über die eigenen Gesundheitsdaten zu verfügen.

  • Virtuelle Abbildung psychoonkologischer Intervationen: Ein Avatar, welcher Patienten ab Diagnose anhand verschiedenen Modulen virtuell bei der Verarbeitung der Diagnose begleitet. Somit hat jeder Patient Zugang zu psychoonkologischer Hilfe, unabhängig von geografischen, demographischen oder emotionalen Beschaffenheiten, welche Patienten vom Aufsuchen eines Psychologen abhalten könnten.

Krebsbehandlung: Zwei bestimmende Herausforderungen

Die Krebsbehandlung ist aufgrund ihrer Individualität eine der komplexesten Behandlungen der Medizin. Die Behandlung umfasst zum einen multiple medizinische Disziplinen, die jeden Patienten unterschiedlich betreffen. Alle personalisierten Informationen müssen tauglich und nutzerfreundlich zueinander integriert werden, sodass die Datenhandhabung und -verfügung durch Arzt und Patienten erfolgen kann. Ein jedes Programm muss all dies leitliniengemäß und individuell medizinisch, immer „up to date”, abbilden können.

Krebsbehandlung: Pilotphase in zehn Kliniken

Zum anderen müssen Onkologen (sowie Chirurgen) in ihrem Alltag während der Kommunikation mit Patienten an ein digitales Medium gewöhnt werden. Das ist möglich durch ein Medium, das selbstverständlich und mit Leichtigkeit genutzt werden kann, indem es sich reibungslos in den Gesprächsablauf des Arztes integriert. Ohne diese Gewöhnung wird es keine durch den Arzt definierte, nutzerzentrierte „digitale Transformation in diesem Bereich geben. Das Tool wird durch den Nutzer (Arzt) definiert und anhand dessen Resonanz weiterentwickelt. Aus diesem Grund, konzentriert sich die erste Entwicklungsphase MediTechs’ auf die Entwicklung des Aufklärungstools. Somit besteht eine für den Patienten verständliche Grundlage, um einem Gespräch anhand digital-personalisierter Abbildungen folgen zu können. Das interaktive Patientenprofil, welches an die Aufklärung anknüpft, folgt in der nächsten Iteration der Entwicklung.

Das Tool schließt die Lücke zwischen medizinischer Expertise und Patientenbedürfnissen und setzt damit einen neuen Standard für die Kommunikation in der Onkologie.

MediTechs Aufklärungstool wird nun an zehn führenden Kliniken in Deutschland pilotiert und nimmt sich gemeinsam mit der deutschen Krebsgesellschaft die Abbildung der vereinfachten Studienaufklärung vor, welche ebenfalls im Aufklärungstool integriert wird. Die interaktive Cancer Care Plattform steht im Zentrum einer neuen Ära in der Krebsbehandlung. Der innovative Ansatz trägt dazu bei, die Versorgung von Krebspatienten zu verbessern und ihre Lebensqualität zu steigern.

Johannes Maes
ist CEO & Co-Founder von MediTech

Bildquelle: MediTech