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Wachsende Cyber-Bedrohungen Kritische Infrastrukturen: Ein neues Lieblings-Ziel der Cyberkriminellen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Cyberangriffe auf Kritische Infrastrukturen haben innerhalb eines Jahres um ein Drittel zugenommen. Besonders betroffen sind die Bereiche Energie-, Transport- und Telekommunikation.

(Bild:  Phanuwhat / AdobeStock)
(Bild: Phanuwhat / AdobeStock)

Cyberangriffe auf sogenannte Kritische Infrastrukturen haben in den vergangenen Jahren weltweit stark zugenommen. Zu den Kritischen Infrastrukturen (KRISTIS) gehören Unternehmen im Bereich Wasser, Strom, Lebensmittel oder der öffentliche Nahverkehr –  alltägliche Dinge, die jedoch lebensnotwendig sind.

Im Gegensatz zu anderen Datenlecks zielen diese Angriffe hauptsächlich darauf ab, Kontrollsysteme zu stören oder auszuspionieren. Die Konsequenzen solcher Angriffe können für Nationen verheerend sein, weshalb geopolitische Gegner diese Angriffe als mächtige Ergänzung ihres digitalen Waffenarsenals betrachten.

Kritische Infrastrukturen im Visier

Das Unternehmen KnowBe4, Anbieter von Sicherheits-Schulungen, hat in seinem Bericht „Cyberangriffe auf Infrastrukturen: Die neue geopolitische Waffe“ die zunehmende Bedrohung durch Cyberangriffe auf Kritische Infrastrukturen und bietet Einblicke in Maßnahmen zum Schutz vor diesen potenziell verheerenden Angriffen untersucht.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen des Berichts gehören:

  • Die Zahl der verwundbaren Punkte zum Beispiel in den US-Stromnetzen wächst täglich um etwa 60, wobei die Gesamtzahl von 21.000 im Jahr 2022 auf heute zwischen 23.000 und 24.000 angestiegen ist.

  • Weltweit hat sich die durchschnittliche Anzahl wöchentlicher Cyberangriffe auf Versorgungsunternehmen seit 2020 vervierfacht, mit einer Verdoppelung allein im Jahr 2023.

  • Zwischen Januar 2023 und Januar 2024 wurden weltweit über 420 Millionen Angriffe auf Kritische Infrastrukturen verzeichnet – das entspricht 13 Angriffen pro Sekunde. Das entsricht einem Anstieg von 30 Prozent im Vergleich zu 2022 entspricht.

Zuverlässiger Schutz mit den richtigen Werkzeugen

„Die Ergebnisse unseres Berichts sind ein Weckruf für die kritischen Infrastruktursektoren“, warnt Stu Sjouwerman, CEO von KnowBe4. Auch wenn der Anstieg der Cyberangriffe auf diese Sektoren äußerst besorgniserregend sei, sollten man nicht vergessen, dass man nicht machtlos ist. Durch die Förderung einer starken Sicherheitskultur, die Technologie, Prozesse und Menschen kombiniert, könne man diese Risiken erheblich mindern.

„Jede Organisation, unabhängig von ihrer Größe oder ihrem Sektor, spielt eine Rolle beim Schutz unserer kollektiven Infrastruktur. Es ist an der Zeit, Cybersicherheit nicht nur als IT-Angelegenheit zu betrachten, sondern als einen grundlegenden Aspekt unserer operativen Widerstandsfähigkeit und nationalen Sicherheit“, ergänzt Sjouwerman.

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