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KI-Initiative Künstliche Intelligenz: Neue Initiative Mission KI entwickelt Gütesiegel

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 3 min Lesedauer

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Ziel der neu gegründeten Initiative Mission KI ist es, vergleichbare Marktbedingungen durch gemeinsame Prüfkriterien und -verfahren herzustellen. Hierfür hat die Initiative, der unter anderem CertifAI, Fraunhofer IAIS, PwC Deutschland, TÜV AI Lab und VDE angehören, ein freiwilliges Gütesiegel für künstliche Intelligenz entwickelt.

Bei der Vorstellung der Initiative Mission KI (v.l.n.r.): Peyman Khodabakhsh, Leiter bei Mission KI, Bundesminister Dr. Volker Wissing und Hendrik Reese, Partner bei PwC Deutschland.  (Quelle:  Dirk Michael Deckbar)
Bei der Vorstellung der Initiative Mission KI (v.l.n.r.): Peyman Khodabakhsh, Leiter bei Mission KI, Bundesminister Dr. Volker Wissing und Hendrik Reese, Partner bei PwC Deutschland.
(Quelle: Dirk Michael Deckbar)

Innovation fördern und das Vertrauen in künstliche Intelligenz (KI) stärken: Auf dem Weg hin zu einem flächendeckenden, verantwortungsvollen Einsatz von KI-Anwendungen setzt die Nationale Initiative zur KI-basierten Transformation in die Datenökonomie (NITD) auf eine besondere Zusammenarbeit. Bundesminister Volker Wissing kündigte auf der KI-Konferenz „Fueling European Innovation with AI“ in Mainz die Gründung der Initiative Mission KI an. Die Angebotspartnerschaft aus Anbietern im Bereich KI-Prüfung und -Zertifizierung wird Qualitäts- und Prüfstandards für künstliche Intelligenz entwickeln und erproben. Und darauf aufbauend ein freiwilliges KI-Gütesiegel etablieren.

Künstliche Intelligenz: Innovationsoffenheit statt Verbote

„Ich möchte die Entwicklung von künstlicher Intelligenz in Deutschland stärken. Dafür brauchen wir in Europa eine vernünftige KI-Regulierung: Innovationsoffenheit statt Technologieverbote und Standards, die international anschlussfähig sind. Parallel dazu müssen wir auch in unserem Land bessere Rahmenbedingungen für digitale Innovationen schaffen. Dazu wollen wir mit dem Projekt Mission KI beitragen, indem wir die Entwicklung von qualitätsvollen KI-Produkten unterstützen. AI made in Germany kann ein internationaler Wettbewerbsvorteil werden, wenn wir es unseren heimischen KI-Unternehmen erleichtern, hochwertige, sichere und leistungsstarke Anwendungen für künstliche Intelligenz auf den Markt zu bringen“, erklärt Volker Wissing.

Volker Wissing ist Bundesminister für Digitales und Verkehr. (Jesco Denzel)
Volker Wissing ist Bundesminister für Digitales und Verkehr.
(Jesco Denzel)

Manfred Rauhmeier, Geschäftsführer der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, ergänzt: „Mission KI tritt an, Voraussetzungen und Wachstumschancen für ein KI-Ökosystem des Vertrauens und der Exzellenz in Deutschland und Europa zu schaffen. Das Ergebnis muss nutzbar, verhältnismäßig und anpassungsfähig sein. Führend zu sein (auch in der Regulierung) bedeutet, Chancen zu ermöglichen, Risiken einzugehen, zu lernen und sofort anzupassen. Es gilt also, ein faires Gleichgewicht zwischen Innovation und Regulierung zu finden. Dafür bringen wir mit dem AI Quality & Testing Hub, CertifAI, Fraunhofer IAIS, PwC Deutschland, dem TÜV AI Lab sowie dem VDE, die besten Partner zusammen. Gemeinsam bringen sie ihre umfassende Expertise ein.“

Standards als Antwort auf Sicherheitsfragen

Der große Innovationsschub für KI-basierte Anwendungen und Services trifft aktuell noch auf die Frage, wie sicher, nachhaltig und inklusiv KI-Systeme sind. Diese Lücke will Mission KI schließen. Hendrik Reese, Partner für Responsible AI und Projektverantwortlicher bei PwC Deutschland, erläutert: „Mit anspruchsvollen Qualitäts- und Prüfstandards setzen wir uns für einen bewussten Umgang mit KI ein. Zugleich sorgen wir für faire und vergleichbare Marktbedingungen und verkürzen im besten Falle die Time-to-Market für digitale Innovationen. So fördern wir den Wirtschafts- und Digitalstandort Deutschland.“

Die Mission KI bündelt die Kompetenzen aus Wissenschaft, Beratung, Normierung sowie Prüfung. Sie verstärkt damit auch den dringend erforderlichen Austausch zwischen den einzelnen Fachbereichen. „Wir freuen uns sehr hier mit CertifAI als eines der ersten europäischen Unternehmen für Künstliche-Intelligenz-Testing und Zertifizierung, unsere technische und regulatorische Expertise sowie unsere Praxiserfahrung einzubringen, um das Vertrauen in den Einsatz von KI-Systemen weiterhin maßgeblich zu fördern“, sagt Robert Kilian, CEO der CertifAI GmbH. Der Anbieter testet und zertifiziert KI-Systeme, um den globalen Marktzugang von Unternehmen zu gewährleisten. Zudem will CertifAI Sicherheitsrisiken minimieren und das Vertrauen der Verbraucher in KI-Anwendungen gewinnen.

Manfred Rauhmeier ist Geschäftsführer der acatech.(acatech)
Manfred Rauhmeier ist Geschäftsführer der acatech.
(acatech)
künstliche Intelligenz
Hendrik Reese ist Partner bei PwC Deutschland.
(PwC)
Robert Kilian ist CEO der CertifAI.(CertifAI)
Robert Kilian ist CEO der CertifAI.
(CertifAI)

Das geplante freiwillige KI-Gütesiegel soll zudem eine weitere Unsicherheit auflösen: Während Hochrisiko-KI-Anwendungen durch den EU AI Act sehr konkret reguliert werden, besteht für Nicht-Risiko-Anwendungen bislang nur eine Transparenzpflicht. Das Siegel kann auch hier die Sicherheit für private wie industrielle Anwender erhöhen sowie Mindestanforderungen und Marktstandards etablieren. (sg)

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