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Security Operations Center Künstliche Intelligenz: Tipps zur Abwehr von Cyberangriffen

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Die Telekom Security hat auf der it-sa 2024 wichtige Tipps gegeben, wie künstliche Intelligenz zur Abwehr von Cyberbedrohungen eingesetzt werden kann. Derzeit verzeichnet Telekom Security jede Minute rund 30.000 bis 40.000 Angriffsversuche.

(Bild: Deutsche Telekom; Montage: Evelyn Ebert Meneses)
(Bild: Deutsche Telekom; Montage: Evelyn Ebert Meneses)

Thomas Tschersich, CEO der Telekom Security GmbH und CSO der Deutschen Telekom AG hat anlässlich der it-sa 2024 ein erstes Fazit getroffen: „Künstliche Intelligenz ist auch in der Security gekommen, um zu bleiben. Aber nicht alle KI-Tools haben bis heute restlos überzeugt. Gerade für kleine und mittelständische Firmen hat KI Kniffe wie Knackpunkte.“

Telekom stellt neues Security Operations Center in Betrieb

Nahezu vollautomatisiert deckt das Security Operations Center der Telekom Cyberanriffe auf. Es analysiert täglich mehrere Milliarden sicherheitsrelevanter Daten aus einer Viertelmillion Datenquellen. Die Telekom wertet jeden Tag bis zu 95 Millionen versuchte Angriffe auf ihre im Internet ausgelegten Lockfallen live aus. Dies ist auch nötig, denn die Cyberlage ist unverändert angespannt. Telekom registriert jede Minute 30.000 bis 40.000 Angriffsversuche. In Nürnberg stellt die Telekom ihr neues Security Operations Center vor. Die Telekom hatte ihr Center erst kürzlich ausgebaut und Arbeitsabläufe automatisiert. Der Konzern reagiert so auf vermehrte Angriffe mit KI. Mehr als 250 Cyber-Security-Experten überwachen in Bonn im 24-Stunden-Betrieb die Systeme der Telekom und die ihrer Kunden.

Die Telekom kontert Attacken daher mit einer wachsenden Zahl von Software, die künstliche Intelligenz und selbst lernende Technik bietet. Mehr als zwei Dutzend von der Telekom entwickelte Superhirne arbeiten bei der Abwehr mit. Künstliche Intelligenz hat das Netz ständig im Blick: Sie schlägt Alarm, wenn eine Leitung gestört ist oder abbricht. KI hilft in Echtzeit bei der Analyse von Angriffs-Mustern und berät bei den Gegenmaßnahmen. Sie schreibt später auch Berichte dazu.

Künstliche Intelligenz: Zeit gegen Hacker gewinnen

Auf der ist-sa zeigte die Telekom auch ihr Magenta Security Fast Check-Angebot. Die Telekom ermittelt Schwachstellen und technische Details in der Firmen-IT, bevor Angreifer sie nutzen. Hinter dem Dienst steckt die von der Telekom entwickelte Fischfang-Plattform. Sie analysiert und bewertet die Angriffsfläche eines Unternehmens. Das macht sie in Echtzeit und automatisch.

Geschwindigkeit ist ebenfalls der Schlüssel beim Schutz von Netzinfrastruktur. Die Telekom empfiehlt ihren Kunden daher das SASE-Konzept: SASE bedeutet „Secure Access Service Edge“. Hinter dem sperrigen Kürzel steht vereinfacht ein neues Architektur-Modell für die Firmen-IT. Es vereinheitlicht Netz- und Security- durch die Magenta Security SASE Plattform und verheiratet beide in der Cloud. Das vereinfacht die Infrastruktur und macht sie deutlich sicherer. Mehr Arbeitsabläufe lassen sich so automatisieren. Administratoren solcher Netze haben wie in einem Flugzeug-Cockpit die wichtigsten Sicherheits- und Netzwerk-Funktionen zentral im Blick. Dienstleister bieten daher beides als integrierten Service aus der Wolke an.

Künstliche Intelligenz: Cybersecurity für Betriebstechnik

Neben Firmen-IT wie Server oder Computer-Arbeitsplätzen schützt die Telekom auch die Betriebstechnik (OT-Security) von Kunden. Gerade Kliniken haben davon viel: vom Computertomographen bis zum smarten Bett. Die Telekom schützt im unter anderem das Universitätsklinikum Bonn (UKB). Das Unternehmen hat ein Cybersicherheits-Paket auf die Bedürfnisse der insgesamt 38 Kliniken und 31 Institute hin zusammengestellt, die zum UKB gehören. 

Sicherheit für digitale Identitäten

Mit digitalen Identitäten und ihrem Schutz hat die Deutsche Telekom ein weiteres Scherpunktthema auf der Messe gesetzt. Sichere digitale Identitäten sollen künftig unser aller Digitalleben vor Diebstahl und Betrug schützen. Basis ist die EIDAS-Verordnung der EU. Im Bereich der digitalen Zertifikate und des Identitäts-Managements arbeitet die Deutsche Telekom mit der weltweit engagierten DigiCert Inc. aus Nordamerika zusammen.

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