DB Podcast

Künstliche Intelligenz: TUM beteiligt sich an Open Source „AI Alliance“

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Leistungsstarke künstliche Intelligenz als Open Source: Das ist das Kernziel der von IBM und Meta initiierten „AI Alliance“, der sich weltweit mehr als 50 Unternehmen, Institutionen und Universitäten angeschlossen haben, darunter auch die Technische Universität München (TUM). Durch Kooperationsprojekte soll KI für alle zugänglich werden.

(Quelle:  Andreas Schmitz/TUM)
(Quelle: Andreas Schmitz/TUM)

Der Machtkampf in der Führungsebene von OpenAI, das ChatGPT entwickelt hat, zeigt: Die eigentlich als Non-Profit-Projekt gegründete Einrichtung ist längst ein Unternehmen mit Gewinninteressen geworden. Es entwickelt proprietäre Algorithmen ausschließlich für den eigenen Nutzen. „Mit der AI Alliance setzen wir ganz bewusst auf Open AI Models und eine starke Community, die gemeinsam und verantwortungsbewusst an relevanter KI für die Gesellschaft forscht und diese gemeinsam mit Industriepartnern entwickelt“, erklärt Prof. Sami Haddadin. Dieser hat die TUM als wissenschaftlichen Partner in das Netzwerk AI Alliance aus mehr als 35 Unternehmen, Institutionen und Universitäten eingebracht. Gemeinsam wollen sie auf Open-Source-Basis gewissermaßen das „Linux für künstliche Intelligenz“ entwerfen.

Entwicklung von verantwortungsvollen KI-Lösungen

Prof. Thomas F. Hofmann, Präsidend der TUM, betont: „Mit dieser Allianz wollen wir in Partnerschaft mit anderen führenden Universitäten und Unternehmen die Entwicklung von verantwortungsvollen, gesellschaftsfähigen und skalierbaren KI-Lösungen beschleunigen.“.Alessandro Curioni, Director von IBM Research Zurich und Vice President Europe and Africa bei IBM, ergänzt: „Künstliche Intelligenz hat unsere Welt drastisch verändert. Und wird dies auch weiterhin tun, um unsere Gesellschaft voranzubringen. Um sicherzustellen, dass wir in Hinsicht auf die Entwicklung und Anwendungen von modernster KI die Grenzen verantwortungsbewusst, transparent und offen immer weiter ausreizen können, müssen wir zusammenarbeiten.“

Künstliche Intelligenz: Evolution der KI im Sinne der Gesellschaft 

Große Unternehmen wie die Chiphersteller AMD und Intel, Softwarekonzerne wie Dell, Oracle und ServiceNow sowie wissenschaftliche Institutionen wie das Kernforschungszentrum CERN und diverse weltweit führende Universitäten von der EPFL in Lausanne, der ETH Zürich, dem Imperial College London bis hin zur University of California (Berkeley) gehören zu den Partnern der neuen AI Alliance.

TUM-Professor Haddadin erläutert die Grundidee: „Die Partner tauschen dynamisch Daten und Ressourcen aus. Im Vordergrund steht die Kooperation, nicht die Konkurrenz.“ Die Mission der AI Alliance ist klar: Ein Ökosystem schaffen für offene Foundation Models, effiziente und leistungsfähige Software-Frameworks und -Tools entwickeln und das Hardwareökosystem als Beschleuniger für neue Softwareansätze nutzen. Oder wie Haddadin sagt: „Zusammenschließen und was Cooles machen. Es geht darum, sehr unkompliziert Projekte untereinander zu definieren und voranzutreiben, innerhalb eines super internationalen Netzwerks, das sehr leistungsfähig ist.“

(Dr. Alessandro Curioni von IBM unterschreibt den Letter of Intent für die „AI Alliance“. Dahinter von links nach rechts: Prof. Angela Schoellig, Prof. Daniel Rixen, Prof. Eckehardt Steinebach und Prof. Sami Haddadin von der Technischen Universität München (TUM). Bild: Andreas Schmitz/TUM)

Expertise im KI-gestützten Wissenserwerb

Die TUM verfügt über umfassende Expertise in der KI-basierten Robotik und dem KI-gestützten Wissenserwerb sowie einmalige Daten ihrer Living Labs KI.Fabrik, dem Geriatronik Campus und künftig dem TUM Center for Embodied Laboratory Intelligence (ELI). Sie kann zudem das Wissen von reinen KI-Instituten wie dem Georg Nemetschek Institute - AI for the Built Word mit einbringen. Der Mitinitiator der KI-Allianz, IBM, wird sein umfangreiches Fachwissen einbringen, um multimodale Basismodelle zu entwickeln und zu verfeinern. Dabei baut das Unternehmen auf seine jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Spitzenforschung. Außerdem auf Sprachmodelle für die Erkennung, neuronale Netzwerkarchitekturen und datengesteuerte Innovationen. Ein erstes Kooperationsprojekt zwischen IBM und TUM soll in den nächsten Monaten gestartet werden. Weitere Projekte zwischen den Partnern sollen folgen. (sg)

Lesen Sie auch: Künstliche Intelligenz: Neue Initiative Mission KI entwickelt Gütesiegel

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung