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Liste digitaler Tools für die Gesundheitsämter wächst weiter

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 2 min Lesedauer

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Das Climedo Bürger-Portal hat das Bewertungsverfahren des Projektbüros Digitale Tools (PDT) erfolgreich durchlaufen.

(Quelle:  MQ Illustrations Adobe Stock)
(Quelle: MQ Illustrations Adobe Stock)

Das Bürger-Portal von Climedo für den ÖGD ist eine internetbasierte Webanwendung und unterstützt die Mitarbeitenden der Gesundheitsämter bei der Kommunikation mit Bürgern im Rahmen der Erfassung, Betreuung und Nachverfolgung von Personen mit meldepflichtigen Infektionskrankheiten sowie deren Kontaktpersonen.

Digitale Abfrage der Stamm- und Meldedaten von Infektions-Fällen

Das modulare Bürger-Portal ermöglicht die digitale Abfrage der Stamm- und Meldedaten von Infektions-Fällen und deren Kontaktpersonen, des Gesundheitszustands sowie den verschlüsselten Versand von Quarantänebescheiden. So ermöglicht das Tool eine nahtlose, digitale Prozesskette im Infektionsschutz.

Das Portal-Modul Fallaktendatenerhebung übernimmt die Abfrage der personenbezogenen und medizinischen Daten und sendet infizierten Personen automatisch einen Link zu einem Online-Formular per E-Mail und/oder SMS. Über dieses Formular können Bürgenr ihre Daten intuitiv verständlich eingeben und sicher an das jeweilige Gesundheitsamt versenden. Dort sind die Daten über jeden gängigen Browser aufrufbar und liefern eine visualisierte Übersicht über die jeweils betreuten Personen. Mithilfe von Filterfunktionen, etwa nach Symptomstatus, Testergebnis oder Infektionsort, sowie visuellen Dashboards können Situationen analysiert und weitere Handlungen priorisiert werden.

Die Qualität der Daten wird durch ihre digitale Erfassung verbessert

Zeitintensive Telefonate entfallen weitgehend, ebenso die manuelle Bearbeitung von Listen und Fragebögen. Die Qualität der Daten wird durch ihre digitale Erfassung verbessert und die Fehlerquote reduziert. Die ermittelten Daten werden automatisch und interoperabel in die Fachanwendungen SORMAS und SurvNet übernommen. An weiteren Schnittstellen wird derzeit gearbeitet. Im Zuge der Anbindung an weitere Fachanwendungen wird in enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern an der Digitalisierung der Kommunikation zwischen Bürgern und Amt in Sachgebieten über den Infektionsschutz hinaus gearbeitet.
„Wir freuen uns, dass unsere Liste geeigneter Tools wächst und wir für die Digitalisierung im ÖGD ein weiteres hilfreiches Werkzeug aufzeigen können“, sagt Frank Naundorf, Leiter des PDT-Teams. Für die Aufnahme in die Liste des PDT wurde das Tool durch einen technischen sowie einen fachlichen Beirat bewertet und als geeignet eingestuft: Die Experten der Beiräte hinterfragen im Bewertungsprozess die eingereichten Anwendungen kritisch in Bezug auf Aspekte wie Bedienerfreundlichkeit, Datensicherheit, Interoperabilität, Skalierbarkeit oder den Nutzen für den ÖGD. Eine Pilotierung in mindestens zwei Gesundheitsämtern ist obligatorisch.
Das fünfstufige PDT-Bewertungsverfahren ist offen für alle Anbieter bzw. digitalen Tools, die in den Gesundheitsämtern zum Einsatz kommen (können). Anwendungen, die den Prozess erfolgreich durchlaufen, werden über die Kanäle des PDT veröffentlicht. Das PDT wird von der Europäischen Union gefördert und ist bei der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen angesiedelt.
Alle Infos unter www.p-dt.org

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