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Low-Code-Plattformen: Vom Angestellten zum Citizen Developer

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 2 min Lesedauer

Low-Code- und No-Code-Plattformen befähigen Mitarbeiter, Anwendungen auch ohne weitreichende Programmierkenntnisse zu erstellen. Damit entlasten sie die IT-Abteilung und mildern die Auswirkungen des Fachkräftemangels.

(Quelle:  SWKStock/shutterstock)
(Quelle: SWKStock/shutterstock)

Infografiken oder Umfragen online zu erstellen, ist für die meisten heute ein Klacks. Dafür verantwortlich sind Tools nach dem Baukastenprinzip. Dank ihnen kann praktisch jeder technikaffine Mensch mit wenigen Klicks beeindruckende Ergebnisse erzielen. Entwickler von Low-Code-Plattformen wenden dieses Konzept auch auf das Erstellen von Software an: Auf diese Weise können auch Mitarbeiter ohne tiefreichendes Coding-Wissen komplexe Prozesse, Datenmodelle, Businesslogiken oder Benutzerschnittstellen „programmieren“. Unterstützt werden sie dabei von grafischen Benutzeroberflächen und Funktionen, die die App-Erschaffung über Drag-and-drop ermöglichen.

Der Unterschied zwischen Low-Code und No-Code

Wem das immer noch zu technisch ist, greift zu No-Code-Plattformen: sie abstrahieren die Scripting- und Programmiervorgänge vollständig. Bislang geraten solche Tools gerade bei vielschichtigen Prozessen oder Strukturen noch an ihre Grenzen, aber für simple digitale Alltagsaufgaben reicht es durchaus.

Für komplexere Programme sind Low-Code-Plattformen also besser geeignet. Wer etwa möchte, dass die eigene Anwendung über APIs mit anderen unternehmensinternen Systemen kommuniziert, greift besser auf diese Lösungen zurück. Deren Einsatz birgt allerdings auch ein gewisses Risiko, weshalb sogenannte Citizen Developers, also techaffine Programmierlaien, Low-Code-Tools nie ohne Begleitung von IT-Experten einsetzen sollten. Wenigstens um die Wartung, Updates und Support der fertigen Anwendungen kümmern sich besser Experten. No-Code-Plattformen sind hingegen ob ihrer funktionalen Einschränkungen relativ sicher und daher auch ohne Kontrolinstanz nutzbar.

Low-Code-Plattformen und ihre Grenzen

Low-Code-Plattformen sind bereits vielerorts im Einsatz. Deren Beliebtheit wird zukünftig, so die Prognosen, noch weiter steigen. Welches Tool Unternehmen ihren Angestellten zur Verfügung stellen, ist wie immer Erwägungssache: Die Vielzahl unterschiedlicher Ansätze macht die Wahl zur Qual, aber es gibt einige Eigenschaften, die eine gute Lösung auszeichnen. Prinzipiell sollte eine Low-Code-Plattform auch ohne Programmierung auskommen, besser ist allerdings, wenn sie entsprechende Mechanismen für spätere Funktions- oder Schnittstellenerweiterungen unterstützt.

Low-Code-Plattformen mit Scripting-Engine eignen sich über die Basisfunktion hinaus, um auch komplexere Anforderungen programmatisch umzusetzen. Da auch mit Low-Code-Lösungen geschriebene Anwendungen von Zeit zu Zeit Anpassungen benötigen, sind ausgereifte Deployment-Mechanismen vorteilhaft. Sie sorgen dafür, dass Administratoren App-Updates nahtlos in die Produktionsumgebung übertragen können. Standard-APIs sowie Kapazitäten für die Nutzung sowohl in der Cloud als auch lokal runden das Paket einer guten Low-Code-Plattform ab.

(Bild: Consol)
(Bild: Consol)

Der Autor Kai Hinke ist Leiter Consol CM Software bei Consol.

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