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ChatGPT Mehr als eine halbe Million Nutzerinformationen im Darknet

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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In einer neuen Analyse hat Kaspersky die Infostealer-Angriffe zwischen 2021 und 2023 untersucht. Auffällig ist hierbei ein 33-facher Anstieg bei gestohlenen Datensätzen von OpenAI- beziehungsweise ChatGPT-Nutzern im Jahr 2023. Hierbei wurden Anmeldeinformationen von 1,2 Millionen Canva-Nutzern im Darknet veröffentlicht.

(Bild:  AIExplosion/Adobe Stock)
(Bild: AIExplosion/Adobe Stock)

Der Cybersicherheits-Anbieter Kaspersky hat im Darknet tausende gestohlene Zugangsdaten für beliebte KI-Tools wie ChatGPT, Grammarly oder Canva entdeckt. Die Analyse wurde mit Hilfe von Kaspersky Digital Footprint Intelligence durchgeführt. Cyberkriminelle können mit Hilfe von Infostealern an die Zugangsdaten von Nutzern gelangen und diese im Darknet zum Verkauf anbieten. Im Vergleich zum Jahr 2022 stieg die Anzahl kompromittierter Account-Informationen für die Dienste des ChatGPT-Entwicklers OpenAI um mehr als das dreißigfache auf fast 688.000 an.

Laut einer aktuellen Studie des Bitkom hält fast jedes zweite Unternehmen in Deutschland (46 Prozent) künstliche Intelligenz für ebenso bedeutend für die Büroarbeit wie einst die Einführung des PCs. Allerdings sind KI-Dienste zur Bildbearbeitung und Übersetzung sowie Chatbots auch ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle, wie die Analyse der Kaspersky-Experten zeigt.

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ChatGPT beliebtes Ziel von Datendieben

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Darknet-Beiträge mit gestohlenen Zugangsdaten von ChatGPT, Canva und Grammarly.
(Bild: Kaspersky)

Gestohlene Logins für die Dienste des ChatGPT-Entwicklers OpenAI stiegen 2023 im Vorjahresvergleich sprunghaft um das 33-fache auf etwa 664.000 an, insgesamt waren es im Untersuchungszeitraum von 2021 bis 2023 fast 688.000. Nach Launch der vierten ChatGPT-Version im März 2023 war die Nachfrage nach entsprechenden Konten besonders hoch, seitdem entspricht sie jener anderer KI-Dienste. Außerdem wurden in den drei Jahren rund 1,2 Millionen Zugangsdaten von Canva-Nutzern gestohlen und in Darknet-Foren sowie Telegram-Kanälen verbreitet. Grammarly verzeichnete im selben Zeitraum rund 839.000 kompromittierte Zugangsdaten.

Infostealer infizieren Geräte in Unternehmen

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Zugangsdaten von OpenAI-Diensten im Darknet 2021 bis 2023.
(Bild: Kaspersky)

Yuliya Novikova, Head of Kaspersky Digital Footprint Intelligence, erklärt: „Die kompromittierten Anmeldeinformationen stammen aus Infostealer-Aktivitäten, einer speziellen Malware-Art, die Nutzerzugänge für Cyberangriffe, Verkäufe im Darknet oder andere schädliche Aktivitäten stiehlt. Infostealer können Geräte von Unternehmen unter anderem über Phishing-E-Mails oder -Websites und öffentliche Webseiten mit schädlichen Inhalten infizieren. Wir erwarten, dass die Nachfrage nach ChatGPT-Konten weiterhin bestehen bleibt. Effiziente Sicherheitslösungen für Unternehmen, die vor Infostealer-Angriffen und anderer Malware schützen, werden immer wichtiger. Unsere Software überwacht beispielsweise kompromittierte Konten im Darknet und benachrichtigt Unternehmen, falls Nutzer ihrer Online-Dienste kompromittiert wurden.“

Risiko von Daten-Leaks bei ChatGPT reduzieren

Hier einige Empfehlungen zur Risikominimierung im Falle von Daten-Leaks:

  • Das Darknet kontinuierlich auf Posts zu Daten-Leaks überwachen. Hierzu hat Kaspersky einen ausführlichen Leitfaden erstellt.

  • Kaspersky Digital Footprint Intelligence nutzen, um die Sicht eines Angreifers auf Unternehmensressourcen einzunehmen und potenzielle Angriffsvektoren zu erkennen.

  • Für jeden Dienst ein einzigartiges Passwort verwenden, um die Auswirkungen eines Kontodiebstahls zu minimieren.

  • Im Falle eines Daten-Leaks auf dedizierte Vorfallreaktionsdienste wie Kaspersky Incident Response Service zurückgreifen, um schnell und effektiv handeln zu können und die Folgen zu minimieren. Solche Dienste helfen dabei, kompromittierte Konten zu identifizieren und die Infrastruktur zukünftig vor ähnlichen Angriffen zu schützen.

Kaspersky ist Lösungsanbieter für Cybersicherheit und digitale Privatsphäre. Die Threat Intelligence sowie Sicherheitsexpertise von Kaspersky dient als Grundlage für innovative Sicherheitslösungen und -dienste, um Unternehmen, kritische Infrastrukturen, Regierungen und Privatanwender zu schützen. Das Lösungsportfolio beinhaltet Endpoint-Schutz sowie eine Reihe spezialisierter Sicherheitslösungen und -Services sowie Cyber-Immune-Lösungen zur Verteidigung gegen komplexe Cyberbedrohungen.

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