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Nachhaltigkeit – nach wie vor keine Priorität für viele deutsche KMU

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 2 min Lesedauer

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Obwohl Klimaschutz und Sozialstandards entlang der Lieferketten seit längerem diskutiert werden, behandeln viele deutsche KMU Nachhaltigkeit nach wie vor stiefmütterlich. Dies geht aus einer neuen Studie von Sage hervor.

(Quelle:  Robert Kneschke - Adobe Stock)
(Quelle: Robert Kneschke - Adobe Stock)

Laut der Studie „Small Business, Big Opportunity“ von Sage geben nur 48 Prozent der befragten Verantwortlichen an, dass für sie Nachhaltigkeit von großer Wichtigkeit ist. Und weniger als jedes sechste Unternehmen (15 Prozent) ermittelt die eigene CO2-Bilanz. KMU, die Nachhaltigkeit einen hohen Wert geben, verfolgen allerdings erhebliche Anstrengungen, um ihre Klimabilanz und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Wie die Studienergebnisse zeigen, reduzieren bereits 43 Prozent ihren Energieverbrauch. Und 40 Prozent der Unternehmen verringern ihre Abfallmenge, um das Thema Nachhaltigkeit zu adressieren. Weitere 34 Prozent verzichten vermehrt auf Geschäftsreisen und genauso viele sparen mittels Digitalisierung wichtige Ressourcen ein.

Besondere Rolle der Nachhaltigkeit für den Klimawandel

„Mangelnde Ressourcen für die langfristige Unternehmensplanung und hohe Auslastung im Tagesgeschäft gestalten es für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland eher schwierig, sich des Themas Nachhaltigkeit anzunehmen“, erklärt Christoph Stoica, Geschäftsführer der zentraleuropäischen Landesgesellschaften bei Sage. „Allerdings entlässt sie dies nicht aus der Verantwortung. Denn nur wenn der Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Alltags und insbesondere in den Unternehmen eine bedeutende Rolle zuteilwird, lässt sich dem Klimawandel mittel- und langfristig begegnen.“ (sg)

sage Stoica
(Christoph Stoica ist Geschäftsführer der zentraleuropäischen Landesgesellschaften bei Sage. (Bild: Sage GmbH))

Zur Methodik der Studie

In Zusammenarbeit mit Strand Partners hat Sage im Februar 2023 eine Online-Umfrage unter 11.986 Führungskräften von KMU durchgeführt. In Deutschland wurden 1.068 Personen befragt. Befragt wurden Entscheider aus Kanada, Frankreich, Deutschland, Irland, Portugal, Spanien, Südafrika, dem Vereinigten Königreich und den USA. In jedem dieser Märkte wurden Entscheidungsträger in Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern befragt. Mit Ausnahme der USA, wo aufgrund einer offiziellen Definition des Begriffs „KMU“ eine spezielle Stichprobe für Unternehmen mit 250 bis 500 Mitarbeitern einbezogen wurde.

Die Sage GmbH bietet IT-Systeme, die mehr Transparenz und effizientere Abläufe in den Bereichen Buchhaltung, Unternehmens- und Personalmanagement ermöglichen. Durch die Digitalisierung von Geschäftsprozessen sowie von Beziehungen zu Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern, Banken und Behörden bringt das digitale Netzwerk kleine und mittlere Betriebe näher zusammen. (sg)

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