Nachhaltige Arbeitsweisen, Supply Chains und Produkte werden für Unternehmen zum kritischen Faktor. Wir haben uns deshalb bei Insidern umgehört, und um Antworten auf die Frage gebeten: „Welche technologischen Lösungen sollten Unternehmen nutzen, um ihre Nachhaltigkeitsziele schnell zu erreichen?“
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Frage an die Experten: Welche technologischen Lösungen sollten Unternehmen nutzen, um ihre Nachhaltigkeitsziele schnell zu erreichen?
Neue Technologien wie KI sind entscheidende Bausteine, um die Klimaneutralität voranzutreiben. Ein vielversprechendes Beispiel ist unsere Kooperation mit dem Energieintelligenz-Start-up etalytics: Hier wird KI-Software eingesetzt, die den Energiebedarf für die Kühlung der Rechenzentrumsinfrastruktur überwacht und optimiert. Mit der KI-basierten Kühlungslösung konnte die Energieeffizienz in einem unserer Frankfurter Rechenzentren um bis zu neun Prozent gesteigert werden. Rechenzentrumsbetreiber haben aber nicht nur eigene ambitionierte Klimaziele. Sie unterstützen auch Unternehmen beim Erreichen ihrer Nachhaltigkeitsziele – angefangen bei der digitalen Infrastruktur. So ist es deutlich nachhaltiger, diese in der Colocation zu betreiben, als in alten und ineffizienten Firmenrechenzentren. Unternehmen sparen nicht nur Kosten, sondern profitieren gleichzeitig von modernen Technologien der Branche.
Bei der Auswahl der Hardware ist zu beachten, dass eine Eigenbeschaffung angesichts des Innovationsdrucks oft weder wirtschaftlich noch nachhaltig ist. Unser aktueller Global Interconnection Index (GXI) zeigt, dass hier immer mehr Unternehmen auf Abonnement-basierte Dienste setzen, um flexibel skalieren zu können sowie auf digitale Services, die nach Bedarf genutzt werden können. Dies wirkt sich wiederum positiv auf die Nachhaltigkeit aus, da hier auf modernste, effiziente Technik gesetzt wird. Und auch wenn sie noch in den Kinderschuhen stecken, können Technologien wie Quantum Computing die Effizienz steigern, denn sie verarbeiten komplexe, umfangreiche Workloads, für die herkömmliche Hochleistungscomputer ein Vielfaches an Energie und Zeit benötigen. In einem geschützten Colocation-Rechenzentrum können Unternehmen diese Technologie bereits heute für sich entdecken und nutzen.
Nachhaltigkeitsziele Unternehmen: Abfallmengen um bis zu 75 Prozent reduzieren
Zeitgemäßes Informationsmanagement zeichnet sich durch das Zusammenspiel von schneller Verfügbarkeit von Informationen, effizienten Prozessen und nachhaltigen Technologien aus. Unternehmen sollten die Digitalisierung als Chance für mehr Nachhaltigkeit begreifen. Im Informations- und Dokumentenmanagement bedeutet das vor allem die Umstellung von papiergebundenen Prozessen auf digitale Workflows. Effektive Dokumentenmanagement-Software – kurz: DMS – kann Zeit und wertvolle Ressourcen sparen, indem zentrale Geschäftsprozesse wie die Freigabe oder Bearbeitung von Rechnungen automatisiert und vollständig digital abgebildet werden. Unternehmen sollten daher auf digitale DMS-Lösungen setzen, um ihre Prozesse nachhaltiger zu gestalten. Anstatt Umlaufmappen von A nach B zu transportieren, werden Dokumente direkt digital – on-premises oder in der Cloud – bearbeitet und anschließend zentral und durchsuchbar archiviert oder für weitere Workflows beispielsweise in ein ERP-System übergeben.
Doch auch wenn viele Geschäftsprozesse heute ohne gedruckte Dokumente auskommen, gibt es immer noch Situationen, in denen ein physisches Dokument benötigt wird. Wenn ein gedrucktes Dokument benötigt wird, sollten Unternehmen auf nachhaltige Hardware-Technologien setzen, die Ressourcen schonen. ECOSYS-Drucksysteme von Kyocera verwenden etwa besonders langlebige Komponenten, die anders als bei anderen Herstellern nicht bei jedem Tonerwechsel ausgetauscht werden müssen. Das macht den Toner, den wir zudem CO2-kompensiert anbieten, zum einzigen Verbrauchsmaterial und reduziert die Abfallmenge um bis zu 75 Prozent.
Nachhaltigkeitsziele Unternehmen: Daten für Optimierungen nutzen
Im Zuge von Big Data haben viele Unternehmen erkannt, dass sie Daten nicht nur kommerziell (etwa für zielgerichtete Kundenansprache) nutzen können. Besonders die Daten, die sie selbst erzeugen, erweisen sich für ihre Nachhaltigkeitsziele als wertvoll, da sie präzise messbar machen, wie effizient ein Unternehmen seine Ressourcen nutzt – und wo Raum für Optimierung besteht. So lässt sich etwa die Lieferkette des Handels nachhaltiger gestalten: Ein Lebensmitteleinzelhändler kann mit intelligenter Prognosesoftware seinen Warennachschub gezielt an die Nachfrage vor Ort anpassen. In der Folge kommt es zu weniger Verschwendung durch Lebensmittelabfall. Mit künstlicher Intelligenz (KI) kann der gleiche Händler Lieferungen optimieren und konsolidieren und minimiert so Transporte, womit er Emissionen und Treibstoff einspart. In einer energieintensiven Branche wie der Fertigung können Unternehmen durch die Analyse ihrer Prozessdaten ihre Betriebsabläufe KI-gestützt optimieren und dadurch den Energieverbrauch senken und ihre Ökobilanz verbessern.
Stand: 16.12.2025
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Die Analyse und Nutzbarmachung der Daten, die alle digitalisierten Prozesse erzeugen, erfordert umfangreiche Rechenkapazitäten und eine entsprechende digitale Infrastruktur. Deren Fundament bilden Datacenter, die ebenfalls auf Nachhaltigkeit ausgelegt sein sollten, um das Potenzial der Digitalen Transformation im Hinblick auf Klimafreundlichkeit auszuschöpfen. Je energieeffizienter Rechenzentren betrieben werden, desto niedriger fällt nicht nur ihr eigener ökologischer Fußabdruck, sondern auch der Fußabdruck digitaler Lösungen und Anwendungen insgesamt aus. Somit zahlt jedes Unternehmen, das bei der Auswahl seiner Colocation- oder Server-Housing-Anbieter auf nachhaltige Betreiber setzt, indirekt auch auf eigene Nachhaltigkeitsziele ein.“
Transparente Lieferketten dank Blockchain
Jakob Wößner Vorsitzender im Ressort Digital Responsibility des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und Leiter digitale Strategie und Dateninitiativen bei der Weleda AG.
Bildquelle: Jakob Wößner
Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema für Unternehmen. Stakeholder erwarten, dass Unternehmen ihre Geschäftspraktiken umweltfreundlicher und sozialer gestalten und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten. Im BVDW sind Nachhaltigkeit und Technologie im Ressort Digital Responsibility eng verwoben. Unter anderem hat es die CDR Building Bloxx entwickelt, die Best Practices und Lösungen sammeln. Die Bloxx bieten einen umfassenden Überblick, welche Formen der Nachhaltigkeit es gibt. Hier kommen fünf Beispiele für Unternehmen:
1. Um ihren Energieverbrauch zu reduzieren, sollten energieeffiziente Technologien wie intelligente Beleuchtungssysteme, energieeffiziente Server und Kühlungssysteme eingesetzt werden.
2. Durch die Digitalisierung von Prozessen können Papierverbrauch und Transport- und Reisekosten reduziert werden. Cloud-Lösungen ermöglichen es, Daten und Anwendungen effizient zu verwalten und gleichzeitig den Energieverbrauch zu optimieren.
3. Technologien wie Blockchain können dabei helfen, Lieferketten transparenter zu gestalten und sicherzustellen, dass Produkte aus nachhaltigen Quellen stammen.
4. Durch den Einsatz von KI können Prozesse optimiert und Ressourcen effizienter genutzt werden. Intelligente Algorithmen helfen dabei, den Energieverbrauch in Gebäuden zu optimieren, Wartungsintervalle zu antizipieren oder den Transport von Waren besser zu planen.
5. Daten sind ein Rohstoff, der richtig eingesetzt gesellschaftliche Herausforderungen unterstützen kann. Dazu gehören zum Beispiel Früherkennungen in der Landwirtschaft oder der Wasserverschmutzung.
Mit Digitalisierung werden Unternehmen wirtschaftlich nachhaltiger und nachhaltig wirtschaftlicher. Als Vorsitzender des Resorts Digital Responsibility des BVDW bin ich überzeugt, dass Technologie eine Schlüsselrolle bei der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen in Unternehmen spielt.
Nachhaltigkeitsziele Unternehmen: Erstellen einer Prozess-Landkarte
Cosima von Kries Director Solution Engineering EMEA bei Nintex
Bildquelle: Cosima von Kries
Bei der Schaffung einer größeren digitalen Nachhaltigkeit geht es darum, blinde Flecken zu reduzieren, um langfristig positive Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zu erzielen. Unternehmen, die dabei auf innovative Software zur Prozesserkennung und -automatisierung setzen, erreichen nicht nur eine bessere Sichtbarkeit ihrer Umweltauswirkungen, sondern setzen auch auf digitale Inklusion zur Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele. Will ein Unternehmen seinen CO2-Fußabdruck verringern, ist ein digitales Ablagesystem anstelle eines papierbasierten Systems die bessere Entscheidung. Lieferketten mit automatisierten Blockchain-Prozessen sind transparenter und nachvollziehbarer. Unternehmen können so die Herkunft ihrer Produkte verfolgen und sicherstellen, dass Hersteller und Lieferanten diese nachhaltig produzieren und liefern. Eine Fabrik kann Sensoren an Maschinen installieren, um die Energieeffizienz zu steigern und ein Stahlhersteller könnte mit intelligenter automatisierter Software seinen Abfall reduzieren sowie wiederverwerten. Setzen Unternehmen KI und RPA zur Analyse bestehender Prozesse ein, können sie genau dies ermitteln.
Die Schlüsselwörter lauten Prozessermittlung, -abbildung und -optimierung. Hierbei geht es um die automatisierte Aufzeichnung aller Geschäftsprozessabläufe und das Erstellen einer Prozess-Landkarte, die Engpässe und Blockaden aufzeigt. Prozessautomatisierungssoftware identifiziert Prozessineffizienzen und schlägt effizientere, energiesparende Wege vor. So können Unternehmen, indem sie Prozesse optimieren, Emissionen verringern, mehr zum Umweltschutz beitragen, nachhaltiger wirtschaften und die Genauigkeit ihrer Berichte zu Umweltrisikofaktoren, CO2-Verringerung und Prüfung der gesetzten Nachhaltigkeitsziele, verbessern.
Schnelle Netzwerke und KI-basierte Datenauswertungen am Edge
Martin Schauder Director Corporate Social Responsibility and Sustainability Germany bei NTT Ltd.
Bildquelle: Martin Schauder
Durch die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU stehen fast alle Unternehmen unter Druck, nachhaltiger zu werden und ihre Fortschritte zu dokumentieren. Dafür müssen sie unzählige Datenpunkte erfassen, Zusammenhänge erkennen, Ziele setzen und Maßnahmen ableiten – allein mit Excel ist das nicht zu schaffen. Die Unternehmen benötigen neue Lösungen, die sich in bestehende Anwendungen, Systeme und Prozesse integrieren. Welche das sind, hängt ganz individuell vom jeweiligen Unternehmen ab. Sensoren, schnelle Netzwerke und KI-basierte Datenauswertungen am Edge können beispielsweise helfen, Ressourcenverschwendung in der Produktion zu minimieren oder den Düngemitteleinsatz in der Landwirtschaft zu optimieren. Blockchain-Lösungen wiederum sorgen für Transparenz in komplexen Lieferketten, sodass Unternehmen die Einhaltung von sozialen Standards und Umweltauflagen kontrollieren und nachweisen können.
Ganz generell steckt nicht nur in KI und Blockchain ein enormes Potenzial, sondern auch in der Cloud und in Managed Services, denn die großen Infrastrukturen der Anbieter skalieren viel besser als kleinere Infrastrukturen in einzelnen Unternehmen. Dadurch sind sie deutlich effizienter, zumal die Anbieter das Energiemanagement und die Kühlung extrem optimiert haben und sich leichter tun, Kommunen ihre Abwärme zur Verfügung zu stellen. Ein guter Mechanismus, der die Effizienz betrieblicher Abläufe verbessert und nachhaltige Innovationen fördert, ist zudem ein interner CO2-Preis, der unter anderem im ERP- und Travel-Management-System implementiert wird. Im Grunde sind die Möglichkeiten, die technologische Lösungen zur Steigerung der Nachhaltigkeit bieten, nahezu unbegrenzt – wichtig ist, dass Unternehmen sie tatsächlich nutzen.
Primärdaten als schnellster Weg zu Nachhaltigkeitszielen im Unternehmen
Serge Schamschula Leiter des Bereichs Ecosystem bei Transporeon
Bildquelle: Serge Schamschula
Wenn es um Nachhaltigkeit geht, ist eine datengestützte Vorgehensweise ein entscheidender Baustein. Investitionen in Dekarbonisierungsmaßnahmen wie die Elektrifizierung der Lkw-Flotten oder die Verlagerung von Straßentransporten auf die Schiene beginnen sich zum einen erst in vielen Jahren auszuwirken und sind selbst dann nur ein Teil der Lösung. Zum anderen ist der Zeit- und Kostenaufwand beträchtlich. Die Branche braucht also einen Zweistufen-Plan in puncto Einhaltung von Klimazielen. Langfristig: Die Effizienz von Fahrzeugen, Infrastruktur und Antriebstechnik verbessern. Kurzfristig: Die Effizienz der Transportlogistik steigern. Digitale Lösungen können sofort, zu geringen Kosten und mit geringem Aufwand umgesetzt werden. Durch datengestützte Einblicke werden Leerkilometer reduziert, unnötige Verweilzeiten verhindert und die Abläufe auf dem Hof optimiert. Zudem ermöglichen sie, Verladern und Spediteuren zu prüfen, wie Verkehrsträger intelligent kombiniert werden können, um die Kohlenstoffemissionen zu minimieren.
Wichtig ist jedoch die Qualität der Daten: Um sicherzustellen, dass die Daten auch wirklich bessere Entscheidungen ermöglichen, stützen sich führende Industrieunternehmen vermehrt auf sensorbasierte (meist telematische) Daten – auch bekannt als Primärdaten. Die Automatisierungs- und Datenanalysemöglichkeiten einer intelligenten Transportmanagementplattform bringen hier weiteren Nutzen. Netzwerke ermöglichen einen Datenfluss zwischen dem Lkw des Frächters, dem Spediteur und dem Verlader, ohne zusätzlichen Aufwand seitens der Akteure. So können Unternehmen zusammenarbeiten, um unnötige Fahrzeiten zu reduzieren, indem sie Prozesse wie Frachtbeschaffung, Transportdurchführung, Dockplanung und Frachtabgleich rationalisieren. Wie das Sprichwort sagt: Wer weit kommen will, muss zusammenarbeiten.
Nachhaltigkeitsziele Unternehmen: Offene Plattformen und offene Ökosysteme für ganzheitliche Lösungen
Wie es das Kürzel „ESG“ korrekt abbildet, ist das Thema „Nachhaltigkeit“ vielschichtig: Von sozialen Aspekten, über Fragen der Unternehmensführung, bis zum verantwortungsvollen Umgang Rohstoffen und Ressourcen. Aus technologischer Sicht heißt das, die Digitalisierung vorantreiben: Dazu sind offene Plattformen und offene Ökosysteme für ganzheitliche Lösungen gefragt. Ein solcher komplexer Ansatz lässt sich nur mit externen Partnern und Systemen umsetzen. Auch Siemens reagiert auf diese Markforderung: Die offene digitale Business Plattform Siemens Xcelerator ermöglicht es UNternehmen, ihre digitale Transformation zu vereinfachen und zu beschleunigen – auch, um damit ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Wenn wir uns auf den Aspekt Energieverbrauch – einen wichtigen Teil des „E“ in „ESG“ – konzentrieren, können Unternehmen den damit verbundenen CO2-Ausstoß durch eine Umstellung ihrer Energieversorgung auf regenerative Quellen, sowohl durch den Energieeinkauf oder die Stromproduktion vor Ort, reduzieren. Wichtig ist es, parallel den Fokus auf die Energieeffizienz zu legen – also darauf, den tatsächlichen Verbrauch zu reduzieren. Jede nicht verbrauchte Kilowattstunde, muss nicht produziert werden und spart CO2-Emissionen und Geld. Die Voraussetzung für eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz schafft die unternehmensweite, global einheitlich standardisierte Erfassung aller Verbrauchsdaten inkl. Wasser, Wärme, Strom etc. zusammen mit wichtigen Betriebsparametern der verbauten Technik. Auf dieser Datenbasis zeigen sich durch KI und Algorithmen schon leicht umsetzbare und gering investive Lösungen zur Energieeinsparung, etwa durch die optimierte Steuerung der HLK-Technik in Gebäuden oder von Druckluftanlagen in der Produktion.