Ohne Technologien geht es nicht – auch im Gesundheitswesen. Bei knappen Ressourcen sind zuverlässige, sichere und einfach zu verwaltende Netzwerklösungen einer der Grundpfeiler für die Versorgungsqualität. Sie sorgen für Resilienz, Flexibilität, reibungslose Abläufe und sparen dem IT-Team so viel Aufwand.
(Bild: metamorworks- stock.adobe.com)
Krankenhäuser und Kliniken in Deutschland sind mit technologischen Herausforderungen konfrontiert – vor allem, was die Digitalisierung des gesamten Gesundheitswesens betrifft. Zeitgleich sehen sich die Einrichtungen und deren Entscheider konfrontiert mit regulatorischen Vorgaben, Personalmangel, schwierigen finanziellen Bedingungen – sprich Kosteneinsparungen – und weiteren „Krankheitsleiden“. Diese Gesamtumstände bereiten vielen Verantwortlichen Kopfzerbrechen. Zudem besteht der Eindruck, dass wir in Deutschland besonders stark hinterherhinken, um die Modernisierung der Gesundheitsversorgung auf ein zeitgemäßes Level zu heben. Was lässt sich daraus schließen? Die digitale Transformation im Gesundheitswesen muss nicht nur beschleunigt, sondern vor allem auch vereinfacht werden. Nur so gelingt das effiziente Zusammenarbeiten aller Akteure zum Wohle der Patientinnen und Patienten.
Je segmentierter das Netz ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem möglichen Security-Vorfall zentrale Funktionen lahmgelegt werden.
Einer der ersten und wichtigsten Schritte ist dabei die Modernisierung der Netzwerkinfrastruktur. Denn viele Kliniken und Krankenhäuser arbeiten teilweise mit Netzwerken, die vor Jahrzehnten geplant und seitdem nicht mehr oder kaum modernisiert wurden. Damit lässt sich die heutige Gemengelage an verbundenen Services, Geräten und Usern nicht vernünftig abbilden, ganz zu schweigen von den Sicherheitsaspekten. Lösungen, die die Bedürfnisse von Gesundheitseinrichtungen gezielt abdecken, erhöhen Resilienz und Effizienz, sorgen für maximale Flexibilität und damit für reibungslose Abläufe. Sie sparen dabei sogar zum einen Betriebskosten, zum anderen, und noch viel entscheidender, dem IT-Team viel Aufwand, sodass auch bei dünner Personaldecke sowohl Betrieb als auch Management des Netzwerks sichergestellt sind. Schlussendlich zahlt all dies auf die Qualität der Patientenversorgung ein.
Netzwerklösungen: Netzwerk-Fabric für mehr Effizienz
Eine Fabric vereinheitlicht das Netzwerk und bietet Einblicke in alle Details, die für seine Optimierung nötig sind. Das ist die Grundlage für Automatisierung, rationalisierte Arbeitsprozesse sowie daraus folgende Aufwands- und Kosteneinsparungen. Ein Beispiel: Zero-Touch Provisioning. Die Netzwerk-Hardware, wie beispielsweise ein Access Point oder ein Switch, wird heute in einer Fabric-Architektur unmittelbar ins Managementsystem eingebunden, erhält automatisiert die passende Konfiguration und ist dann sofort betriebsbereit. Das bedeutet, dass – um beim Beispiel Access Point zu bleiben – das IT-Personal wertvolle Zeit einsparen kann.
Genauso können Endgeräte wie Tablets, Monitore, Infusionspumpen usw. flexibel am gesamten Standort genutzt werden. Einmal verbunden und der entsprechenden Nutzergruppe zugewiesen, erkennt das Netzwerk das Gerät jederzeit – egal auf welcher Station oder in welchem Gebäudeteil es eine Verbindung aufbaut und weist ihm die jeweils notwendigen Zugriffsrechte und Verbindungsmöglichkeiten zu. So stehen die erfassten Daten stets in Echtzeit zur Verfügung, was die Patientenversorgung enorm verbessert.
(Hyper-)Segmentierung sorgt für erhöhte Sicherheit
In einer Fabric-Netzwerkarchitektur können Unternehmen verschiedene Datenverkehrstypen – z. B. Gast-WLAN und die Verbindung wichtiger medizinischer Geräte – segmentieren, um sicherzustellen, dass auf kritischere Teile des Netzwerks nicht einfach zugegriffen werden kann. Die strikte Trennung verschiedener Bereiche für verschiedene Gerätearten, Usergruppen oder Services schützen den Klinikbetrieb ganz grundlegend. Dazu kommen feste Regeln, mit welchen Diensten bzw. anderen Segmenten ein Segment kommunizieren darf oder sogar muss und mit welchen eben nicht. Diese werden automatisiert zugewiesen und durchgesetzt. Hacken sich Angreifer dann in eines der Segmente, bleiben die weiteren davon unberührt, was den potenziellen Wirkungskreis eines lateralen Angriffs eindämmt. Das bedeutet: Je segmentierter das Netz ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem möglichen Security-Vorfall zentrale Funktionen lahmgelegt werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt für das IT-Team sind Transparenz und flexible Anpassungsmöglichkeiten des Netzwerks. Cloudbasiertes Management bringt alle Einblicke und Funktionen auf einer einzigen, zentralen Plattform zusammen. Der Wildwuchs aus verschiedenen Tools ist Geschichte. Das erleichtert vor allem auch das Netzwerkmanagement an verteilten Standorten – und das von überall. Dank einer übersichtlichen Plattform oder auch des Einsatzes entsprechender Apps, können IT-Administratoren jederzeit nahtlos Einblicke in das Netzwerk und seine Performance erhalten und haben die Möglichkeit, Anpassungen vorzunehmen. Und das egal, ob sie sich an ihrer Arbeitsstelle in der Klinik befinden, remote im Mobile Office oder wenn sie von unterwegs zugreifen möchten.
Stand: 16.12.2025
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Wi-Fi 6E und Wi-Fi 7 für zukunftssichere Konnektivität
Auch die Anforderungen im Hinblick auf das Wi-Fi steigen. 6 GHz Wi-Fi-fähige (Wi-Fi 6E- oder Wi-Fi 7) Lösungen versprechen mit ihren entsprechenden Frequenzbereichen in Zukunft eine nahtlose Konnektivität für unternehmenskritische, bandbreitenintensive Anwendungen und Dienste sowie für kommende Technologien und IoT-Geräte. Um den vollen Überblick in Echtzeit bereitstellen zu können, ist die Zuverlässigkeit und Qualität der Netzwerkverbindung von entscheidender Bedeutung.
Netzwerklösungen: Fazit
Flexible, automatisierte und sichere Netzwerke sind die Grundlage für die erfolgreiche technologische Transformation im Gesundheitswesen. Denn die Komplexität und Vielfalt der eingesetzten Geräte sowie Anwendungen wächst, während die Personalnot in der gesamten Gesundheitsbranche, und vor allem in den IT-Teams, genauso rasant zunimmt. Moderne, intelligente Netzwerklösungen, der weitgreifende Einsatz von Automatisierung und zentrales Management wirken hier wir ein (hochdosiertes) Schmerzmittel und können unserer Erfahrung bei Extreme Networks nach für eine Arbeitsentlastung der IT-Teams von bis zu 50 % sorgen. So können sowohl heutige und zukünftige Anforderungen erfüllt als auch trotz aller Herausforderungen die Versorgungsqualität aufrechterhalten werden.
Andreas Helling ist Systems Engineer und Technical Consultant bei Extreme Networks