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Observability: Wie Splunk hybride Cloud-Umgebungen absichern will

Verantwortliche:r Redakteur:in: Heiner Sieger 7 min Lesedauer

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Im Security-Bereich geht es immer mehr um Observability. Denn in immer komplexeren IT-Umgebungen versagen zunehmend konventionelle Monitoring-Lösungen. Wie wichtig eine effiziente IT- Überwachung heute ist, zeigte sich auch bei der Konferenz Splunk .conf 22 in Las Vegas, wo der Hersteller zahlreiche Neuheiten ankündigte.

Gary Steele, Präsident und CEO von Splunk, eröffnet die .conf 22 in Las Vegas.(Stefan Girschner)
Gary Steele, Präsident und CEO von Splunk, eröffnet die .conf 22 in Las Vegas.
(Stefan Girschner)

Observability ist ein Trend, der die Zukunft von Monitoring zunehmend prägen wird. Das liegt daran, dass IT-Administratoren die ganzheitliche Überwachung der IT-Infrastruktur und der darauf laufenden Services heute kaum noch überblicken können. Und mit der steigenden Komplexität von Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen steigt auch die Gefahr von System-Ausfällen und Störungen. Observability-Lösungen versprechen, auch in komplexen IT-Landschaften den Überblick über den Security-Zustand zu behalten. So stand auch die Partner- und Anwenderkonferenz Splunk .conf 22 im Zeichen von Neuheiten der Plattforrm für Security und Observabiltity. Nach fast drei Jahren Pandemie-bedingter Unterbrechung konnte die beliebte Konferenz erstmals wieder vor Ort in Las Vegas vom 13. bis 16. Juni stattfinden.

Splunk erweitert Plattform für Security und Observability

Die Weiterentwicklungen der Splunk-Plattform für einheitliche Sicherheit und Observability sollen Unternehmen eine durchgängige Transparenz, eine schneller Fehlersuche die schnelle Umsetzung von geeigneten Maßnahmen ermöglichen. Die Neuerungen enthalten auch Erweiterungsmöglichkeiten für Anwender, um datenzentrierte Herausforderungen zu lösen.

  • Splunk Log Observer Connect ermöglicht es Kunden, alle Daten an einem Ort zu visualisieren. Hierbei wird die Leistungsfähigkeit der Cloud-Plattform von Splunk mit Observability kombiniert. So können Spezialisten für Site Reliability und DevOps über eine Schnittstelle auf ihre Metriken, Traces und Splunk Cloud Logs zugreifen. Ziel ist es, eine schnellere, kontextbezogene Fehlersuche und -behebung durchzuführen.

  • Splunk Incident Intelligence unterstützt Teams für DevOps bei der Untersuchung von Vorfällen und bei der Ergreifung von Maßnahmen. Dadurch wird eine bessere Systemresilienz gewährleistet, indem innerhalb eines Workflows Ereigniskorrelation und Incident Response ermöglicht werden. Hinzu kommen On-Call Routing sowie Kollaboration und Automatisierung.

  • Der Anomaly Detection Assistant vereinfacht Untersuchungen und hilft Sicherheitsanalysten, IT-Operations- sowie DevOps-Spezialisten, potenzielle Probleme zu finden. Hierbei wir mithilfe von maschinellem Lernen eine perfekt abgestimmte Abfrage erstellt, um Anomalien in einem Zeitreihen-Datensatz zu erkennen.

  • Risk-based Alerting in Splunk Enterprise Security ermöglicht es Anwendern, durch Risk-notable Playbooks von Splunk SOAR einen Zero-Trust-Ansatz umzusetzen. Außerdem High-Fidelity Incidents zu priorisieren und durch die Automatisierung von Eindämmungs- und Reaktionsaufgaben in Sekundenschnelle zu handeln.

Schnellere und bessere digitale Erlebnisse schaffen

Gary Steele, President und CEO von Splunk, kommentierte die auf der conf 22 angekündigten Verbesserungen: „Unsere Plattform für einheitliche Sicherheit und Observability sorgt dafür, dass Unternehmen in der komplexen und unberechenbaren Welt von heute sicher und widerstandsfähig sind. Wir helfen den größten und dynamischsten Unternehmen der Welt, Cyberbedrohungen zu stoppen, Angreifer zu finden und Vorfälle schnell zu beheben. Dank durchgängiger Transparenz über den gesamten Stack eines Unternehmens, von der Infrastruktur und den Anwendungen bis hin zur digitalen Customer Experience, ermöglicht Splunk seinen Kunden, effektiver schnellere und bessere digitale Erlebnisse zu schaffen.“

Observability Splunk
Gary Steele, Präsident und CEO von Splunk, präsentiert in seiner Keynote auf der .conf 22 die zentralen Funktionen der Splunk-Plattform.
(Stefan Girschner)

Erweiterungen der Cloud-Plattform von Splunk

Splunk kündigte auf der .conf 22 Erweiterungen seiner Cloud-Plattform und die Verfügbarkeit von Splunk Enterprise 9.0 an. Die Plattform ermöglicht es Anwendern, Geschäftsentscheidungen auf der Grundlage von Daten mit höchster Genauigkeit zu treffen. Und darüber hinaus schneller auf Erkenntnisse aus den Daten zu reagieren. Zudem lässt sich die Art und Weise, wie diese Erkenntnisse in der Hybrid-Cloud operationalisiert werden können, anpassen. Die Vorteile für Anwender liegen vor allem in einer End-to-End-Transparenz durch erweiterten Zugriff auf Daten und die optimierte Speicherung, in einer verbesserten Kontrolle und führt auch zu Kosteneinsparungen.

  • Der Data Manager for Splunk Cloud Platform bietet ab sofort eine skalierbare Übernahme von Daten in Amazon Web Services und Microsoft Azure. Die Google Cloud Platform soll demnächst verfügbar sein. Der Data Manager enthält ein einfach zu verwaltendes Hybrid Cloud Control Plane für Daten, die innerhalb von Minuten in Splunk einfließen.

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  • Ingest Actions unterstützt dabei, Daten an die richtigen Stellen, in der richtigen Form und zur passenden Zeit zu bringen. Die Funktionen enthalten detaillierte Kontrollen, um durch Filterung, Maskierung und Routing von Data-in-Motion innerhalb der Splunk-Plattform oder zu externem AWS S3 Speicher auf Datenbasis zu agieren.

  • Splunk Enterprise 9.0 wurde um den kosteneffizienten Cold Storage, der bereits für Amazon Web Services und Google Cloud Platform verfügbar ist, von Microsoft Azure erweitert. Mit dem SmartStore für Azure können Unternehmen, die die Plattform Splunk Enterprise selbst verwalten, ihre Betriebskosten um bis zu 70 Prozent senken.

Observability
In der Splunk Zone auf der .conf 22 präsentierten sich die Partner von Splunk.
(Stefan Girschner)

Erweiterungen der Sicherheits-Plattform

Im Security-Bereich werden durch die Erweiterungen schnellere Reaktionszeiten durch tiefergehende Untersuchungen und eine optimierte Verwaltung erreicht. So lassen sich Ausfälle und Angriffe auf die IT-Infrastruktur ohne Geschäftsunterbrechung verhindern.

  • Die Erweiterung von Federated Search wird die Suche in Hybrid-Cloud-Umgebungen verbessert. Hierbei wird Benutzern und Administratoren der Splunk-Plattform eine einheitliche Ansicht des gesamten Splunk-Ökosystems bereitgestellt. Damit erhalten sie schneller verwertbare Erkenntnisse.

  • Splunk Assist ist ein neuer und vollständig verwalteter Cloud-Service für Splunk Enterprise 9.0. Dieser bietet umfassende Einblicke in die Sicherheitsumgebung und nutzt Erkenntnisse aus Cloud-Implementierungen für ein optimiertes Administrationserlebnis.

Gary Steele erklärt in seiner Keynote, wie die Federated Search die Suche in Hybrid-Cloud-Umgebungen verbessert.
(Stefan Girschner)

Mit Datenanalyse Mehrwert generieren

Splunkbase ist eine kuratierte Sammlung von über 2.500 speziell entwickelten Anwendungen und Integrationen. Durch die verbesserte Usability können Kunden die Leistungsfähigkeit des Portfolios problemlos für unterschiedliche Anwendungsfälle nutzen. Zusammen mit dem Partner-Ökosystem von über 2.400 Unternehmen können Datenquellen von Drittanbietern eingebunden werden. Ziel ist es, Anwendungen zu entdecken, bereitzustellen und zu verwalten, die Kunden bei der Nutzung und Verwertungen von Daten unterstützen. Die als Preview präsentierte Splunk Cloud Developer Edition ermöglicht es Entwicklern, ihre Anwendungen beschleunigt zu erstellen und zu testen. Damit verkürzt sich die Time-to-Value für Unternehmen, die auf und für die Splunk Cloud Platform entwickeln.

„Zukunftsorientierte Unternehmen erfordern eine vollständige Integration aller Geschäftsprozesse, um Innovationen zu ermöglichen, die Sicherheit zu verbessern und die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens trotz der Komplexität der Technologieumgebungen zu erhöhen. Die neuesten Innovationen der Splunk-Plattform ermöglichen es Kunden, die Komplexität von Multi-Cloud- und Hybrid-Umgebungen zu bewältigen. Und Signale schnell von Rauschen zu unterscheiden und Datenerkenntnisse in Geschäftsergebnisse zu verwandeln“, sagte Garth Fort, Chief Product Officer bei Splunk, anlässlich der .conf 22 in Las Vegas.

Archana Venkatraman, Analystin bei IDC, bewertete die aktuellen Anforderungen der Unternehmen an die Splunk-Plattform folgendermaßen: „Die Komplexität der Infrastruktur und die wachsende Angriffsfläche bringen traditionelle Ansätze für betriebliche Ausfallsicherheit und Risikomanagement in Wanken. Unternehmen benötigen heute sowohl End-to-End-Transparenz in Echtzeit als auch schnell umsetzbare Erkenntnisse. Um sicherzustellen, dass ihre digitalen Umgebungen konsistent, leistungsfähig und widerstandsfähig sind. Immer mehr Unternehmen setzen auf intelligente Datenplattformen, die vollständige Observability, automatische Fehlerbehebung und Erweiterbarkeit bieten. Dadurch lassen sich neuere Quellen in ihre digitalen Umgebungen integrieren. Ohne End-to-End-Transparenz, Flexibilität und Erweiterbarkeit können die modernen CloudOps-Strategien von Unternehmen nicht funktionieren.“

Die Gründer von Splunk, Rob Das (2. von links) und Erik Swan (3. von links), erzählen von den Anfangszeiten des Unternehmens.
(Stefan Girschner)

Wie Anwender mit Splunk ihre Observability verbessern

Auf der .conf 22 präsentierten natürlich Kunden, wie sie die Splunk Cloud Platform für ihre eigenen Geschäftsmodelle einsetzen. Sarika Attal, VP Enterprise Architecture and Technology Services bei Papa John's International, einem international tätigen Pizza-Lieferdienst, erklärte: „Splunk verschafft uns Einblicke in Teile unseres Geschäfts, die wir vorher so nicht hatten, indem es dem gesamten Unternehmen Daten zur Verfügung stellt, nicht nur unserem Technologieteam. Dank der Plattformlösungen von Splunk haben wir jetzt volle Transparenz über die Abläufe sowohl im E-Commerce als auch im Ladengeschäft. Sie helfen uns dabei, unseren Kunden in den Filialen, auf Mobilgeräten, über unsere Drittanbieter-Aggregatoren oder über unser digitales Call-Center Papacall den besten Service zu bieten.“

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Die Teilnehmer der Splunk .conf 22 feierten bei der Search Party! den Abschluss der Konferenz.
(Stefan Girschner)

Matt Swann, Chief Technology Officer bei Nubank, eines vor allem in Lateinamerika tätigen Fintechs: „Als digitales, Cloud-basiertes und mobiles Unternehmen verlässt sich Nubank auf die Cloud-Lösungen von Splunk. Um die wachsende Komplexität und den Umfang unseres Geschäfts schnell und auf eine Art und Weise zu erfassen, die uns dabei hilft, zu verstehen, welche Produkte wir für 59,6 Millionen Kunden bereitstellen müssen. Und um unsere ambitionierten Expansionsziele zu erreichen. Ob es um Observability, Serviceprotokollierung, Sicherheit oder Compliance geht, Splunk ist ein grundlegender Baustein, wenn mein Team daran arbeitet, das Mögliche neu zu erfinden und eine der größten digitalen Bankplattformen der Welt zu betreiben.“ (Stefan Girschner)

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