Fachwissen ist heute ein rar gesätes Gut. Selbst innerhalb des gleichen Geschäftsbereichs ist das Wissen technologiespezifisch geworden. Fachkräfte, die über ein systemübergreifendes Verständnis verfügen, gibt es kaum noch. Daher wird in Unternehmen ein neuer Beruf benötigt: der Performance Management Engineer.
(Quelle: Sikov - Adobe Stock)
Unternehmen geht zunehmend der Blick für Lücken in der Systemlandschaft verloren. Und damit auch das Potenzial, die IT effizient zu nutzen und Abläufe zu verbessern. Dies wird nirgendwo so deutlich wie beim Performance Management. Immer mehr Unternehmen investieren in Technologien, die die Leistung ihrer Netzwerke und Anwendungen messbar machen und damit die Möglichkeit bieten, die Userexperience zu optimieren und den Kunden einen besseren Service anzubieten. Die Herausforderung besteht darin, dass viele dieser Unternehmen nicht in der Lage sind, die Telemetriedaten richtig zu deuten. Denn ihnen fehlt das Fachwissen zur Analyse, um die Daten in verwertbare Erkenntnisse umzuwandeln. Die Lösung liegt in der Einführung einer neuen Kategorie von Mitarbeitern.
Die neue Position: Performance Management Engineer
Noch nie war der Bedarf an Mitarbeitenden, die in der Lage sind, das Performance Management zu lesen, zu verstehen und zu verbessern, so groß wie heute. Mit einer neuen Art von IT-Mitarbeitenden, Performance Management Engineers, können Unternehmen ihre Abläufe optimieren. Traditionell wurden IT-Mitarbeitende mit der Durchführung von Netzwerkanalysen beauftragt, wenn ein bestimmtes Problem gelöst werden musste. Mit Experten für kontinuierliches Monitoring können Unternehmen jedoch die Zeit zur Lösung von Problemen minimieren. Denn sie können von einem reaktiven zu einem proaktiven Ansatz wechseln.
Denn die Zeit bis zur Lösung eines Problems setzt sich aus vier Schlüsselfaktoren zusammen:
der durchschnittlichen Zeit, bis man weiß, dass es ein Problem gibt,
der durchschnittlichen Zeit, bis man herausfindet, woher das Problem kommt,
der durchschnittlichen Zeit, um es zu beheben, und
der durchschnittlichen Zeit, um die Lösung zu überprüfen.
Telemetriedaten über das gesamte Netzwerk verfolgen
Bislang waren Unternehmen in der Lage, den dritten Faktor, nämlich die Behebung des Problems, zu bewältigen, nicht aber die anderen drei Elemente. Mit Performance Management Engineers, die Telemetriedaten über das gesamte Netzwerk in Echtzeit verfolgen können, wird dies nicht mehr der Fall sein, da sie alle vier Bereiche abdecken können. Das reduziert nicht nur Ausfallzeiten, was sich positiv auf die Mitarbeitenden und KundInnen auswirkt, sondern spart auch Kosten. Wenn Unternehmen Probleme präventiv erkennen, können sie die Kosten der Auswirkungen auf null senken.
Die Rolle von Universitäten und Unternehmen
Der Wert von Performance Management Engineers liegt auf der Hand, aber um sie zu einer festen Größe in den IT-Teams von Unternehmen zu machen, müssen sowohl Unternehmen als auch Universitäten ihren Ansatz ändern. Um den Nachwuchs zu fördern, müssen die Universitäten ihre Studiengänge aktualisieren. Und den Schwerpunkt auf Performance Management legen, anstatt weiterhin alles auf technologische Themen in den verschiedenen Bereichen auszurichten. In der Praxis bedeutet dies, dass den Studierenden die richtigen Grundlagen vermittelt werden müssen. Nur so können sie die Schlüsselkonzepte in allen Bereichen verstehen und diese aus der Performance-Perspektive betrachten.
So sollten künftige Performance Management Engineers beispielsweise die Grundlagen der Programmierung verstehen (ohne ein Experte sein zu müssen) und über die analytischen Fähigkeiten verfügen, um Wissen aufzunehmen und die Ergebnisse zu verstehen, damit sie Leistungsprobleme von Anwendungen effektiv analysieren können. Gleichzeitig müssen Unternehmen ihre Denkweise dahingehend ändern und erkennen, dass ihre Mitarbeitenden die richtige Wissensbasis benötigen, um sich ständig spezifisch weiterzuentwickeln.
Der großen Resignation entgegenwirken
Neben der Verbesserung der Netzwerk- und Anwendungsperformance könnte die Einführung einer neuen Mitarbeiter-Kategorie den Unternehmen helfen, die Auswirkungen der großen Resignation abzuwehren. Vor allem, indem sie ihren Mitarbeitenden eine intellektuelle Weiterentwicklung und eine gute finanzielle Vergütung bieten. So können sie motiviert und im Betrieb gehalten werden.
Um auf das erste Element näher einzugehen: Es ist unbestreitbar, dass es in den letzten Jahren einen Innovationsboom gegeben hat. Das IT-Personal wurde jedoch nicht mit den erforderlichen Fähigkeiten ausgestattet, um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten, da es an Zeit und Geld für die Weiterbildung mangelte. Stattdessen haben Unternehmen sich auf die Bekämpfung von akuten Problemen konzentriert. Indem sie ihren IT-Mitarbeitenden die Möglichkeit zur Weiterbildung bieten, eröffnen sie neue Karrierechancen. Darüber hinaus werden die Mitarbeitenden durch den Wechsel in eine neue Rolle zu einer wertvolleren Ressource, die Unternehmen auch finanzielle Vorteile bringt.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Investitionen in das Performance Management lohnen sich
Die Einführung einer neuen Mitarbeiterposition im Bereich Performance Management wird nicht von heute auf morgen geschehen. Universitäten und Organisationen müssen aktiv Maßnahmen ergreifen, um diese neue Position zu kultivieren. Und die Belegschaft auf ihre Einführung in die Belegschaft vorbereiten. Wenn diese Maßnahmen umgesetzt werden, können Unternehmen die Performance ihrer Netze und Anwendungen drastisch verbessern und erhebliche geschäftliche Vorteile erzielen. Diese reichen von einer besseren Experience der Mitarbeitenden und Kunden bis hin zu geringeren IT-Kosten und einer noch besseren Bindung der Angestellten. Es ist an der Zeit die Position des Performance Management Engineers voranzutreiben.
Über den Autor: Charbel Khneisser ist VP Solutions Engineering EMEA bei Riverbed Technology. Der Anbieter verfügt über die gesamte Bandbreite an Telemetriedaten, vom Netzwerk über App bis hin zum Endbenutzer, die jede Interaktion beleuchten und dann beschleunigen, so dass Unternehmen ein nahtloses digitales Erlebnis bieten und die Unternehmensleistung steigern können. Alluvio by Riverbed enthält ein Unified-Observability-Portfolio, das Daten, Erkenntnisse und Massnahmen in der gesamten IT vereinheitlicht. Riverbed Acceleration ermöglicht die agile und sichere Beschleunigung jeder App über jedes Netzwerk für Benutzer an jedem Ort. (sg)