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Arzneimittelforschung Pharma-Verband begrüßt Medizinforschungsgesetz als Fortschritt für den Standort Deutschland

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Pharma Deutschland, der größte hiesige Arzneimittelverband, sieht das neue Medizinforschungsgesetz (MFG) als richtungsweisenden Schritt zur Stärkung der Arzneimittelforschung und -produktion im Land. 

(Bild:  LomaPari2021 / Adobe Stock)
(Bild: LomaPari2021 / Adobe Stock)

Anfang Juli hat der Deutsche Bundestag das Medizinforschungsgesetzes (MFG) beschlossen. Damit sollen Genehmigungsverfahren für klinische Prüfungen sowie Zulassungsverfahren von Arzneimitteln, Medizinprodukten und forschungsbedingten Strahlenanwendungen beschleunigt und entbürokratisiert werden – bei gleichzeitiger Wahrung der hohen Standards für die Sicherheit von Patienten. Der größte deutsche Arzneimittelverband, Pharma Deutschland, sieht das neue Gesetz als richtungsweisenden Schritt zur Stärkung der Arzneimittelforschung und -produktion im Land. 

Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin Pharma Deutschland: Sieht das neue Gesetz als richtungsweisenden Schritt zur Stärkung der Arzneimittelforschung und -produktion im Land.
(Bild: Pharma Deutschland / Svea Pietschmann)

„Das Medizinforschungsgesetz ist ein Schritt zur Förderung von Innovationen in Deutschland, es verbessert die Standortbedingungen für Pharmaforschung made in Germany“, unterstreicht Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland. Das Gesetz verknüpfe den Preis eines neuen Medikaments wieder direkt mit seinem Nutzen, wenn ein Teil der Forschung hierzulande durchgeführt wird. „Dieser Impuls ist wichtig und stärkt Innovationen in Deutschland zumindest kurzfristig“, ergänzt Brakmann.

Begrenzte Regelung

Der Pharma-Verband kritisiert jedoch, dass die Gültigkeit der neuen Regelung auf nur 36 Monate begrenzt wurde. Dorothee Brakmann warnt deshalb vor möglichen Investitionshemmnissen aufgrund der begrenzten Planungsmöglichkeit für die Pharmaunternehmen. Man benötige langfristige Planungssicherheit zur nachhaltigen Stärkung des Forschungsstandorts Deutschland. Der Erfolg der nationalen Pharmastrategie werde davon abhängen, die Standortbedingungen für die Pharmaindustrie nicht nur für Monate, sondern auf Jahre zu verbessern.

Aus Sicht des Verbands dürfen Einsparungen im Gesundheitswesen nicht zu Lasten der Forschung im Interesse von Patienten gehen. Zudem könnten die hohen Hürden bei der Vertraulichkeit der Erstattungsbeträge zu wenigen Anwendungen führen. „Die gesetzlich vorgeschriebene Evaluation wird zeigen müssen, wie praktikabel die Regelung tatsächlich ist“, resümiert Brakmann.

Notwendigkeit weiterer Reformen

Das Medizinforschungsgesetz bietet laut Pharma Deutschland Wege, das Land als Pharmastandort für Forschung, Vertrieb und die Produktion attraktiver zu machen. Neben dem Bürokratieabbau brauche die Pharmaindustrie jedoch weitere Reformen im Vergaberecht und bei der Preisgestaltung. „Das Gesetz ist ein Schritt nach vorne, aber wir dürfen nicht auf halber Strecke stehenbleiben“, mahnt Brakmann. „Um Lieferengpässe zu vermeiden und die Versorgung in Deutschland sicherzustellen, sind weitere Reformen über die aktuelle Legislaturperiode hinaus zwingend nötig.“ 

Preisregulierungsinstrumente wie Rabattverträge und überzogene Festbeträge verursachen laut des Verbands weiterhin erhebliche Schwierigkeiten für die Arzneimittelversorgung in Deutschland. 

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