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Physische Sicherheit: Steigende Nachfrage nach Cloud- und Hybrid-Lösungen

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 3 min Lesedauer

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Laut einer neuen Studie von Genetec Inc. hat der Einsatz von Cloud-basierten Lösungen für die physische Sicherheit zugenommen. 44 Prozent der befragten Endnutzer erklären, dass mehr als 25 Prozent ihrer Sicherheitseinrichtungen in der Cloud oder in einer Kombination aus Cloud- und On-Premises-Lösungen installiert sind.

(Quelle:  kran77 - Adobe Stock)
(Quelle: kran77 - Adobe Stock)

Genetec Inc., Technologie-Anbieter für vereinheitlichtes Sicherheitsmanagement, hat jetzt die Ergebnisse der Studie „Die Lage der physischen Sicherheit 2024“ veröffentlicht. Diese basiert auf einer weltweiten Befragung von mehr als 5.500 Experten für physische Sicherheit (einschließlich Endanwendern und Vertriebspartnern). Der Bericht befasst sich mit den Sicherheitsstrategien, die Unternehmen einsetzen, um die Herausforderungen einer Branche im Wandel zu meistern.

Der Einsatz von Cloud-basierten Lösungen für die physische Sicherheit hat zwar in den letzten zehn Jahren allmählich zugenommen. Derzeit nimmt er aber noch einmal Fahrt auf. 44 Prozent der befragten Endnutzer gaben an, dass mehr als 25 Prozent ihrer physischen Sicherheitseinrichtungen entweder in der Cloud oder in einer Kombination aus Cloud- und On-Premises-Lösungen installiert sind. Dies ist ein deutlicher Zuwachs gegenüber den 24 Prozent aus der Umfrage im letzten Jahr.

Physische Sicherheit: Umstieg auf Cloud-Lösungen

Auch die Vertriebspartner bestätigen, dass die Endnutzer zunehmend auf Cloud-Lösungen umsteigen. 74 Prozent der befragten Vertriebspartner weltweit gehen davon aus, dass im kommenden Jahr mehr ihrer derzeitigen Kunden Cloud-Konnektivität für die Sicherheit nutzen werden. Darüber hinaus gaben 39 Prozent von ihnen an, dass sie Cloud-basierten Lösungen nach Möglichkeit den Vorzug geben.  Weitere 52 Prozent bieten Cloud-basierte Lösungen auf Kundenwunsch an. Ein wenig anders ist die Lage in der EMEA-Region. Die Umfragedaten zeigen, dass diese Region deutlich langsamer auf Cloud-basierte Lösungen umstellt. Insgesamt gaben hier nur 62 Prozent der Vertriebspartner an, dass mehr als ein Viertel der neuen Systeme, die sie in den nächsten fünf Jahren bereitstellen, in der Cloud oder Hybrid-Cloud gehostet wird.

Weniger Sicherheitsbedenken bei Cloud-Lösungen

Die Sicherheitsbedenken gegenüber Cloud-basierten Lösungen nehmen immer weiter ab. Im letzten Jahr gaben die Befragten Cybersicherheitsrisiken noch als Hauptfaktor an, warum ihre Unternehmen bei der Einführung Cloud-basierter Sicherheitssysteme zögern. Hier scheint es Bewegung zu geben: So landen im Report 2024 die wahrgenommenen Cybersicherheitsrisiken nur auf dem sechsten Platz der Faktoren, die Unternehmen davon abhalten, Sicherheitssysteme in der Cloud einzuführen. Dieser Wandel unterstreicht das wachsende Vertrauen in die Fähigkeiten der Anbieter von Cloud-Lösungen, robuste Cybersicherheitsmaßnahmen zu etablieren.

IT- und physische Sicherheits-Teams kooperieren verstärkt

Je mehr Cloud-basierte, physische Sicherheitssysteme im Umlauf sind, umso mehr Cyberrisiken, Compliance-Anforderungen oder zu verarbeitende Daten gibt es auch. Infolgedessen sind IT- und physische Sicherheitsteams immer stärker miteinander verbunden. Entsprechend geben mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Endnutzer an, dass ihre IT-Abteilung auf physische Sicherheitsdaten zugreifen kann. Mit der zunehmenden Verbreitung von Technologien und dem immer häufigeren Fernzugriff über externe Netzwerke wird sich die Partnerschaft zwischen IT und physischer Sicherheit auch zukünftig weiterentwickeln.

Physische Sicherheit: Die Zukunft ist hybrid

Die meisten Unternehmen bevorzugen für ihre Sicherheitsstrategie einen hybriden Ansatz, der sowohl lokale als auch Cloud-basierte Lösungen kombiniert. 60 Prozent der befragten Endnutzer sagten, dass ihre Unternehmen sich auf eine Sicherheitsstrategie zubewegen, die beides kombiniert. Der Übergang zu hybriden Systemen läuft bereits. Laut 15 Prozent der Endnutzer speichern Unternehmen ihre Videoüberwachungsdaten derzeit sowohl lokal als auch in der Cloud. Im letzten Jahr waren es nur vier Prozent.

„Ein hybrider Cloud-Einsatz ist für viele Unternehmen der ideale Weg, um die lokale Infrastruktur nahtlos mit den Chancen der Cloud zu verbinden. Mit einer hybriden Cloud-Lösung können Unternehmen ihr physisches Sicherheitssystem so optimieren, dass es am besten zu ihrem Unternehmen passt. Unabhängig davon, wie sich ihre Sicherheitsanforderungen entwickeln: Ihre Systeme bleiben flexibel und skalierbar, um ihnen weiterhin die benötigten Funktionen zu bieten“, erklärt Christian Morin, Vice President Product Engineering und Chief Security Officer bei Genetec Inc.

Zur Methodik der Umfrage: Genetec befragte für die Studie „Die Lage der physischen Sicherheit 2024“ vom 21. August bis zum 15. September 2023 Fachleute für physische Sicherheit. Nach einer Überprüfung der Einsendungen und einer Datenbereinigung wurden 5.554 Befragte (darunter Endnutzer und Vertriebspartner) in die Stichprobe für die Analyse aufgenommen. Die Umfrage wurde weltweit durchgeführt,

Genetec Inc. mit Hauptsitz in Montreal in Kanada entwickelt Lösungen, um die Sicherheit, Informationen und Betriebsabläufe von Unternehmen, Behörden und Kommunen zu optimieren. Die Lösung Security Center ist eine Plattform mit offener Architektur, die IP-basierte Videoüberwachung, Zutrittskontrolle, automatische Nummernschilderkennung (ALPR), Kommunikation und Analyse vereinheitlicht. Genetec wurde 1997 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Montreal, Kanada. (sg)

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