Vom Assistenten über den Copiloten hin zum Autopiloten: Jai ist ein von Menschen gesteuerter KI-Dirigent, der das Procurement auf eine neue Stufe hebt. Außerdem wurde jetzt das Artificial-Intelligence-Management-System von Jaggaer nach ISO/IEC 42001:2023 zertifiziert.
(Bild: Jaggaer)
Auf der REV-Konferenz in Miami hat Jaggaer Anwenderunternehmen und Partnern den KI-Copiloten Jai vorgestellt. Hinter dem Namen, der wie der englische Vorname „Jay“ ausgesprochen wird, steckt ein intelligenter, von Menschen gesteuerter KI-Dirigent. Dieser liefert Mitarbeitern im Procurement nicht nur Hilfestellung und Orientierung, sondern unterstützt sie auch direkt bei der Wertschöpfung. Jai ist damit mehr als ein Assistent, nämlich ein mit profundem Wissen ausgestatteter Partner.
Agenten-basierte KI (Agentic AI) verändert aktuell die globale Wirtschaft in allen Bereichen. Was das Procurement angeht, will Jaggaer mit Jai die Beziehung zwischen Beschaffung und Technologie neu denken. Jai ist Teil der Plattform One und eine Weiterentwicklung von Jaggaer Assist. Der in die Plattform eingebettete Chatbot basiert auf LLMs (Large Language Models). Er kann Fragen in natürlicher Sprache beantworten, erkennt Anomalien bei PO-basierten Rechnungen und kann Texte mittels generativer KI erstellen sowie zusammenfassen – all dies verbunden mit einer neuen, leistungsfähigeren Orchestrierung. Jai macht somit das Arbeiten auf der Plattform besonders intuitiv und produktiv – wobei der Mensch immer als zentrale Instanz eingebunden bleibt.
Vom Assistenten über den Copiloten zum Autopiloten
Bestandskunden von Jaggaer können ab sofort bereits den kontextbezogenen Assistenten JaiAssist nutzen. Dieser erleichtert die Arbeit im Einkauf, indem er Fragen beantwortet und die Orientierung innerhalb der Plattform vereinfacht. Zudem kann er Aufgaben wie die Erstellung von Ausschreibungen und die Bewertung von Lieferanten vorbereiten.
Im Lauf des Jahres 2025 wird Jaggaer mit Jai Copilot die kontextbezogene Unterstützung noch weiter ausbauen. Der Copilot wird dann in Daten auch Ausreißer aufdecken und Maßnahmen vorschlagen. Zudem wird er in Echtzeit Hilfestellung für das Sourcing, die Vertragsvergabe und das Lieferantenmanagement liefern. So wird er den Beschaffungsteams stundenlange Analysen ersparen.
Außerdem wurde Jai Autopilot angekündigt. Mit der No-Code/Low-Code-Agentenplattform werden sich selbst komplexe Workflows im Procurement autonom managen lassen, was die strategische Entscheidungsfindung weiter erleichtert. Mit dieser pragmatischen Herangehensweise will Jaggaer seinen Kunden einen schnellen und skalierbaren Einsatz von verlässlicher KI bieten.
Das Unternehmen geht mit den neuen KI-Funktionen einen großen Schritt in Richtung Zukunft. Zwar umfassten frühere Releases bereits Funktionen für Hilfe im Selfservice, Fragen an einen Wissenspool und die Möglichkeit, Workflows mit natürlicher Sprache auszulösen. Ab Herbst dieses Jahres aber wird Jai auch die Orchestrierung von sämtlichen intelligenten Funktionen übernehmen können. Die KI wird dann in der Lage sein, dirigierende Agenten zu entwickeln. Diese werden Aufgaben wie Prognosen, Ausgabenmanagement, Cashflow-Management, Vertragsmanagement und die Automatisierung von Ausschreibungen standardisieren und sie dialogbasiert und ergebnisorientiert durchführen.
Orchestrierung der Agenten im Procurement und Vertragswesen
Mit dem KI-Copiloten will Jaggaer die Art und Weise, wie Benutzer interagieren, entscheiden und Resultate erzielen, grundlegend verändern. Denn während KI-Agenten bisher hauptsächlich Aufgaben wie den Bestellabgleich oder die Lieferantenkommunikation übernahmen, geht Jai wesentlich weiter. Er ist in der Lage, im Copilot-Modus das Zusammenspiel von Agenten mit ihren menschlichen Nutzern zu koordinieren, alles ausgerichtet auf ein vordefiniertes Geschäftsziel. Jai agiert somit als vertrauenswürdiger digitaler Berater, der die Agenten verschiedener Bereiche orchestriert – sei es in der Beschaffung, im Vertragswesen oder für die Warengruppen-Strategie.
Als nächste Stufe der KI-Roadmap von Jaggaer wird sich Jai zu einem Autopiloten entwickeln, der sowohl variable, flexible Workflows als auch standardisierte, fest vordefinierte Arbeitsabläufe selbstständig ausführen kann. Dies wird ein autonomes Procurement ermöglichen, in der sich die Benutzer auf ihre Rolle als übergeordneter Aufseher und Entscheidungsträger konzentrieren.
Jon Lawrence, Chief Product Officer bei Jaggaer, erklärte bei der REV-Konferenz in Miami: „Heute stellen wir nicht irgendeine Funktion vor. Wir präsentieren die intelligente Grundlage für die Zukunft von Jaggaer. Es geht nicht darum, dem Einkauf KI hinzuzufügen. Es geht darum, die Beschaffung in ein intelligentes System zu verwandeln – ein System, das lernt, sich anpasst und mit jeder Entscheidung besser wird. Mit Jai können wir Know-how skalieren, das Erreichen von Resultaten beschleunigen und eine neue Ära der Wertschöpfung für unsere Kunden einleiten.“
Stand: 16.12.2025
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