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Simulation KI in der Produktentwicklung: Werden Mensch und KI zur Konkurrenz?

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Ersetzt moderne KI bald Ingenieure und andere Fachleute, wie es immer wieder diskutiert wird? Oder ist KI ein wichtiges Werkzeug, das Ingenieure und Techniker für eine effiziente Produktentwicklung und Fertigung nutzen können? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der fünfte Teil des E-Books von CADFEM.

(Bild:  CADFEM)
(Bild: CADFEM)

Sämtliche Fragen rund um Simulation und KI in der Produktentwicklung behandelt der fünfte und letzte Teil des E-Books von CADFEM, das jetzt online verfügbar ist. Die ersten vier Teile der E-Book-Reihe zu Simulation und KI, die seit Mai 2025 erschienen sind, wurden insgesamt bereits über 2.000-mal heruntergeladen.

Alexander Seidel, der den Bereich künstliche Intelligenz bei der CADFEM Germany GmbH verantwortet und zu den Autoren des E-Books gehört, erklärt: „In diesem fünften Teil betrachten wir, was Ingenieurskunst im Zeitalter von KI bedeutet und wie sich die Arbeit von Ingenieuren durch KI verändert. Und wir zeigen, wie Mensch und KI zusammenarbeiten, um die Produktentwicklung voranzubringen.“ Dabei geht es in dem E-Book neben technischen Fragen und Erläuterungen auch um ethische Fragen bei der Nutzung von KI.

KI in der Produktentwicklung: Mehrwert für produzierende Unternehmen

Alexander Seidel ist Business Development Manager AI, Digital Engineering  bei der CADFEM Germany GmbH.(Bild:  CADFEM)
Alexander Seidel ist Business Development Manager AI, Digital Engineering bei der CADFEM Germany GmbH.
(Bild: CADFEM)

Die Autoren stellen aber auch klar: Beim Einsatz von KI in der Produktentwicklung spielt der Mensch weiterhin eine zentrale Rolle. Wie in dem E-Book zu lesen ist, bringen Ingenieure das technische Denken, die Neugier und den Pragmatismus mit, die KI erst produktiv machen: „KI wird ihrerseits zum Werkzeug, um Ideen effizient in Produkte umzusetzen", betont Seidel. Der Begriff KI ist nicht neu, sondern stammt aus den 1950er Jahren. „Was sich jedoch grundlegend geändert hat, ist ihr technologischer Reifegrad.“ Heute biete KI eine niedrige Einstiegshürde und schaffe so einen klaren Mehrwert für nahezu alle produzierenden Unternehmen.

Wer sich jetzt mit den Möglichkeiten beschäftige und eine durchdachte Strategie für den Einsatz von KI erarbeite, könne entscheidende Wettbewerbsvorteile nutzen. „Kreative und vielleicht auch ungewöhnliche Ideen lassen sich in der virtuellen Welt einfach digital durchspielen und frühzeitig bewerten, lange bevor Ressourcen in physische Prototypen fließen“, so die Autoren. Während mit Hilfe von KI Routineaufgaben automatisiert werden, könnten sich Ingenieure stärker auf kreative Entwurfsprozesse, strategische Entscheidungen und die übergeordnete Kontrolle konzentrieren.

KI wird die Arbeit der Ingenieure nicht ersetzen

Bei der Recherche sprachen die Autoren des eBooks auch mit dem Direktor des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa), Prof. Dr. Sascha Stowasser, der betont: „KI wird den Ingenieur kurz- und mittelfristig nicht ersetzen, sondern seine Arbeit verändern und erweitern.“ Wenn KI Routinetätigkeiten wie Datenanalyse, Simulation oder Variantenbewertung übernehme, schaffe sie „Freiräume für Kreativität der Gestaltung.“ Ob und wie der Mensch die führende Instanz im soziotechnischen System bleibe, hänge wesentlich von gesellschaftlichen Weichenstellungen ab. „Nur wenn Beschäftigte, Unternehmen, Politik und Sozialpartner gemeinsam über Arbeit, Verantwortung und Qualifizierung im Kontext von KI sprechen, wird aus technologischem Fortschritt gesellschaftlicher Nutzen.“

Dabei werde sich der Arbeitsalltag von Ingenieuren spürbar verändern: „Entwicklungsprozesse werden vernetzter, datenbasierter und deutlich dynamischer. Digitale Zwillinge, Simulation und automatisierte Analysen beschleunigen Entscheidungen, verkürzen Innovationszyklen und verschieben Routinetätigkeiten in digitale Systeme“, sagt Prof. Stowasser im Gespräch mit den Autoren. Gleichzeitig werde die Arbeit flexibler und unabhängiger von Ort und Zeit, wodurch „die Anforderungen an Kommunikation, Abstimmung, Selbstorganisation und an die eigene Resilienz“ steigen.

KI in der Produktentwicklung – Erfolgsbeispiele und Erfahrungen

Die E-Book-Reihe „KI in der Produktentwicklung: Technologie, Praxiswissen und Anwendung“ besteht aus fünf Teilen.(Bild:  CADFEM)
Die E-Book-Reihe „KI in der Produktentwicklung: Technologie, Praxiswissen und Anwendung“ besteht aus fünf Teilen.
(Bild: CADFEM)

Die E-Book-Reihe „KI in der Produktentwicklung: Technologie, Praxiswissen und Anwendung“ von CADFEM ist in Deutsch und Englisch erschienen und richtet sich an produzierende Unternehmen und an alle am Thema interessierten Personen. Es fasst zentrale KI-Themengebiete, Erfolgsbeispiele und Erfahrungen zusammen, die Unternehmen mit KI in der Produktentwicklung gemacht haben. Das eBook soll die Vorzüge beim Umgang mit KI aufzeigen und verständlich erklären, wie Unternehmen mit Hilfe neuer Technologien und Tools bei Entwicklung und Fertigung eine deutliche Kostenreduzierung und eine große Zeitersparnis nutzen können. In dem Zusammenhang geht es auch darum, schneller sichere Produkte zu entwickeln.

CADFEM wurde 1985 in Deutschland gegründet und ist heute mit über 600 Beschäftigten an weltweit 35 Standorten einer der größten Anbieter von Simulationstechnologie und Digital Engineering. Als Ansys Apex Channel Partner setzt CADFEM auf die Technologie von Ansys und bietet neben der Software auch Beratung, Simulations-Berechnungen, Automatisierungen und IT-Lösungen bis hin zum Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Prozess- und Produktentwicklung.

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