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Sustainable Data Center Rechenzentren: TÜV Rheinland fordert mehr Nachhaltigkeit

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Ein neues Whitepaper von TÜV Rheinland Consulting beschreibt, wie Betreiber von Rechenzentren den Energiehunger von KI und den steigenden regulatorischen Druck erfüllen können. Mit der Zertifizierung „Sustainable Data Center“ lässt sich die Nachhaltigkeit effizient steuern.

(Bild:  TÜV Rheinland)
(Bild: TÜV Rheinland)

Im Jahr 2030 werden Rechenzentren weltweit rund 945 Terawattstunden (TWh) Strom verbrauchen – das entspricht dem heutigen Stromverbrauch Japans, wie die Internationale Energieagentur (IEA) kürzlich feststellte. Hinzu kommt: Der regulatorische Druck auf Betreiber von Rechenzentren steigt. Schon ab 2025 müssen viele von ihnen über Umweltkennzahlen und ihre strategischen Nachhaltigkeitsziele berichten. Ein neues Whitepaper von TÜV Rheinland Consulting zeigt, wie Data Center nachhaltiger werden können und wie sich Betreiber durch neue Bewertungsansätze und eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung Wettbewerbsvorteile verschaffen können.

Mehr Druck auf Betreiber auch durch Kunden

Nicht nur die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD) und das nationale Energieeffizienzgesetz setzen die Betreiber von Rechenzentren unter Druck. Auch die Kunden verlangen zunehmend Nachweise wie CO2-Bilanzen oder Effizienzkennzahlen. „Nachhaltigkeit wird zum wichtigen Wettbewerbsfaktor: Wer Data Center betreibt, muss nachhaltige Strategien entwickeln und umsetzen. Allein auf Energieeffizienz zu schauen, wäre allerdings deutlich zu kurz gesprungen“, erklärt Izzet Yagli, bei TÜV Rheinland Consulting verantwortlich für Data Center Services.

Zertifizierung führt Rechenzentren zu mehr Nachhaltigkeit

Um Betreiber von Rechenzentren auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen, hat TÜV Rheinland eine Zertifizierung für nachhaltige Rechenzentren entwickelt. Die „Sustainable Data Center (SDC)“-Zertifizierung berücksichtigt ökologische, technische und organisatorische Faktoren. „Unsere Sustainable Data Center-Zertifizierung bietet Unternehmen eine Orientierung, um die Nachhaltigkeitsleistung strukturiert messbar zu machen und gleichzeitig den regulatorischen Anforderungen zu genügen. Betreiber dokumentieren so nicht nur Energieeffizienz und Klimaneutralität, sondern sie erzielen auch klare Wettbewerbsvorteile“, so Yagli.

Rechenzentren: Durch Messbarkeit zur Steuerung

Bei der Zertifizierung zum „Sustainable Data Center“ bewerten die Experten von TÜV Rheinland elf Bereiche, darunter Energieverbrauch und -management, Wasserverbrauch, Standort, Bauweise, Effizienz der Hardware, Kühltechnik und die Bilanzierung der Emissionen. Das Ziel der Zertifizierung: Nachhaltigkeit in Data Centern sichtbar und damit steuerbar machen.

Zertifiziert wird in mehreren Schritten – von der Datenerhebung über die Bewertung bis hin zur Ausstellung eines Zertifikats. Der ganze Prozess unterstützt Betreiber dabei, ihre Rechenzentren zu verbessern; wer am Ende zertifiziert wird, kann die eigene Nachhaltigkeit glaubwürdig und transparent gegenüber Investoren, Behörden und Kunden belegen.

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