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Schutz von KI-Infrastruktur Risikomanagement für KI: Trend Micro bringt neues Lösungspaket

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Trend Micro hat auf der AWS re:Invent 2025 das Trend Vision One AI Security Package präsentiert. Das Lösungspaket bietet proaktives, zentralisiertes Exposure-und Risikomanagement mit umfassenden Analysen für KI-gesteuerte Umgebungen.

Die AWS re:Invent findet vom 1. bis 5. Dezember 2025 in Las Vegas statt.(Bild:   Amazon Web Services)
Die AWS re:Invent findet vom 1. bis 5. Dezember 2025 in Las Vegas statt.
(Bild: Amazon Web Services)

Das neue Lösungspaket „Trend Vision One AI Security Package“ soll den gesamten KI-Anwendungsstack von der Modellentwicklung bis zur Laufzeit schützen und die proaktive Sicherheit auf alle Phasen der KI-Bereitstellung erweitern. Zudem präsentiert Trend Micro eine Reihe weiterer KI-Sicherheitsfunktionen für das Risikomanagement auf der AWS re:Invent vom 1. bis 5. Dezember 2025 in Las Vegas.

Unternehmen bauen schnell neue KI-Systeme auf, doch den meisten fehlt es an Transparenz darüber, wie diese Systeme Daten verarbeiten, Entscheidungen treffen oder von Angreifern ausgenutzt werden können. Herkömmliche Sicherheitstools für Endgeräte, Netzwerke und Clouds wurden jedoch nicht dafür entwickelt, Modellverhalten oder KI-spezifische Risiken wie Prompt Injection, Data Poisoning oder Output Manipulation zu verstehen. Dadurch sind Unternehmen Fehlern und Schwachstellen ausgesetzt, für deren Behebung diese vorhandenen Risikomanagement-Tools nicht ausgelegt sind.

Proaktives Risikomanagement für KI-Umgebungen

Hier setzt das auf der AWS re:Invent präsentiere Lösungspaket Trend Vision One an: Es bietet die umfassende Möglichkeit, Risiken in KI-Modellen zu erkennen und diese automatisch durch intelligente KI-Sicherheitsvorkehrungen zu schützen. Mit AI Application Security überwacht der AI-Scanner Modelle kontinuierlich, um Schwachstellen aufzudecken, und wendet KI-Guardrails an, um Bedrohungen abzuwehren. So entsteht ein nahtloses, proaktives Closed-Loop-System für das Risikomanagement von KI-Umgebungen.

Trotz des wachsenden Bewusstseins für die Risiken von KI setzen die meisten Unternehmen noch immer Systeme ohne ausreichende Sicherheitsüberprüfungen ein. Laut einer 2025 veröffentlichten Studie des Weltwirtschaftsforums überprüfen nur 37 Prozent der Unternehmen die Sicherheit von KI-Anwendungen vor der Einführung, obwohl die durchschnittlichen Kosten für eine Datenpanne 4,4 Millionen US-Dollar übersteigen.

Rachel Jin ist Chief Platform and Business Officer bei Trend Micro.(Bild:  Trend Micro)
Rachel Jin ist Chief Platform and Business Officer bei Trend Micro.
(Bild: Trend Micro)

Rachel Jin, Chief Platform and Business Officer bei Trend Micro, erklärt: „Innovation ohne Aufsicht ist ein Risiko, das sich Unternehmen nicht leisten können. Unser Ziel ist es, die Grundlage für KI-Sicherheit und Guardrails zu schaffen, um die KI-Transformation mit Sicherheit und Vertrauen in Einklang zu bringen. Indem sie von Anfang an auf diesen Grundsätzen aufbauen, können Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft blicken, während KI zu einem zentralen Faktor für ihr Wachstum wird.“

Unser Ziel ist es, die Grundlage für KI-Sicherheit und Guardrails zu schaffen, um die KI-Transformation mit Sicherheit und Vertrauen in Einklang zu bringen.

Rachel Jin, Trend Micro

Risikomanagement in Cloud-nativen Umgebungen

Um aufkommende Bedrohungen zu bekämpfen und das Sicherheits- und Risikomanagement zu vereinfachen, stellt Trend Micro mehrere integrierte Sicherheitstools bereit, die proaktiven, KI-gestützten Schutz in Cloud-nativen Umgebungen bieten, darunter:

  • AI Security Blueprint and Risk Insights: Etabliert eine überprüfbare KI-Governance mit einer einheitlichen Visualisierung der Risikosituation und liefert umsetzbare Erkenntnisse zur Durchsetzung von Compliance und zum Schutz proprietärer Modelle in der gesamten Entwicklungspipeline und im ganzen Unternehmen.
  • Cloud Risk Management (CRM) – Project View: Überwindet die getrennten Silos von Entwicklung und Sicherheit durch Echtzeitüberwachung, sofortige Bedrohungswarnungen und vollständige Risikosichtbarkeit über die gesamte Software-Lieferkette hinweg. Die agentenlose Erkennung von Schwachstellen in Multi-Cloud-Umgebungen, darunter Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud Platform (GCP), stellt eine störungsfreie Bereitstellung mit rund um die Uhr aktualisierter Asset-Transparenz sicher.
  • Container & Code Security: Bietet Shift-Left-Sicherheit, indem die Schwachstellenbewertung früher in der Entwicklung erfolgt, reduziert den manuellen Aufwand durch Automatisierung und stellt eine konsistente Anwendung von Richtlinien sicher. Das neue File Integrity Monitoring (FIM) für kritische Systemdateien mit Kubernetes- und eBPF (extended Berkeley Packet Filter)-Unterstützung verbessert den Laufzeitschutz.
  • File Security mit NetApp Storage Support (FSx): Bietet Echtzeit-Schutz vor Malware und Ransomware für Cloud-Speicher mit einem sicherheitszentrierten Design – Dateien verlassen niemals die Umgebung, und das Scannen erfolgt lokal, wobei nur Metadaten an Trend gesendet werden. Die Kubernetes-basierte Architektur skaliert automatisch mit umfassender Transparenz durch die Cybersecurity-Plattform Trend Vision One
  • Agentic SIEM mit AWS Native Logs Integration: KI-native Cloud Detection & Response (Vorfallserkenung und -beseitigung), die Echtzeit-Beobachtbarkeit, Indicators of Compromise (IOC)-Sweeping mit Bedrohungsinformationen und automatisierte Sicherheits-Playbooks kombiniert. Unterstützt die schnelle Erfassung neuer Cloud-Application-Logs innerhalb weniger Stunden zur Korrelation mit Trends Threat Intelligence.
  • Zero Trust Secure Access – AI Secure Access: Erweitert Zero Trust auf generative KI-Tools und setzt Richtlinien granular durch, um die Interaktion von Mitarbeitern mit KI-Anwendungen zu kontrollieren, den Abfluss sensibler Daten zu verhindern und kritische Schatten-IT-Risiken zu mindern.

Dave Gruber, Principal Analyst bei Omdia, kommentiert: „Während Unternehmen darum wetteifern, sich durch den Einsatz von KI in ihrer Betriebsumgebung Vorteile zu verschaffen, sind die meisten von ihnen mit erheblichen Risiken in den vielen Facetten der KI-Sicherheit und -Governance konfrontiert. Um diese Risiken zu mindern, sind umfassende Transparenz und Governance während der gesamten Modell- und Anwendungsentwicklung, -bereitstellung und -nutzung erforderlich.“

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