KI macht Roboter so intelligent, dass sie ihre Umgebung wahrnehmen, komplexe Aufgaben eigenständig erledigen und auf neue Situationen reagieren können. IT-Systeme funktionieren als Gehirn direkt am Roboter, die sich deutlich von den klassischen Systemen aus dem Rechenzentrum unterscheiden.
Künstliche Intelligenz erlaubt es Robotern, die Daten von Kameras und anderen Sensoren in Echtzeit auszuwerten und flexibel mit ihrer Umgebung zu interagieren. Dadurch können sie viele neue Aufgaben übernehmen, die weit über das Beschicken von Maschinen und das Montieren von Teilen in der Industrie hinausgehen. Roboter kommen unter anderem in folgenden Bereichen zum Einsatz:
Logistik: selbstständig Waren und Teile heraussuchen, verpacken und transportieren
Krankenpflege: kranke und hilfsbedürftige Menschen unterstützen, etwa beim Aufstehen oder Aufheben von Gegenständen
Krankenhaus: bei Operationen chirurgische Instrumente reichen, Gewebe anheben, Proben entnehmen oder Wunden nähen
Landwirtschaft: das Vieh versorgen, Unkraut jäten, Schädlinge absammeln sowie Obst und Gemüse ernten und verpacken
Bergbau und auf Offshore-Plattformem: schwere und gefährliche Tätigkeiten ausführen
KI-Inferencing für reibungsloses Funktionieren der Roboter
Die KI muss dabei auf Systemen am oder im Roboter laufen, damit diese in Echtzeit entscheiden und reagieren können. Eine Übertragung und Verarbeitung der Bild- und anderen Sensordaten auf entfernten Systemen wäre mit zu großen Verzögerungen verbunden. Zudem garantiert das KI-Inferencing direkt am Handlungsort, dass die Roboter unabhängig sind und auch dann noch reibungslos funktionieren, wenn Verbindungen gestört sind oder abreißen. Die Systeme, die als Gehirn der Roboter dienen, müssen allerdings besondere Anforderungen erfüllen und unterscheiden sich daher von klassischen IT-Systemen, die in Rechenzentren zum Einsatz kommen.
Roboter: Überblick über wichtige Eigenschaften
Robustes Design: Da Roboter unter anderem in Lagern, Fabrikhallen, Krankenhäusern und im Freien arbeiten, müssen die IT-Systeme den dort herrschenden Umgebungsbedingungen standhalten. Erschütterungen und Vibrationen, Staub und Dreck, Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit dürfen ihnen nichts anhaben. Benötigt werden daher deutlich robustere Systeme als im Rechenzentrum, wo die Server fest im Rack verbaut sind, von leistungsstarker Klimatechnik gekühlt werden und vor allen äußeren Einflüssen geschützt sind.
Kompakter Formfaktor: Am oder im Roboter gibt es üblicherweise wenig Platz für zusätzliche Komponenten, weshalb die eingesetzten IT-Systeme kompakt sein müssen. Zudem würden voluminöse Server die Roboter unter Umständen in ihren Bewegungen einschränken oder beim Einsatz in beengten oder windigen Umgebungen behindern.
Schutz vor Manipulationen und unberechtigten Zugriffen: Die meisten Roboter kommen in öffentlichen oder halböffentlichen Bereichen zum Einsatz. Das heißt, dass die IT-Systeme relativ frei zugänglich sind und einen guten Schutz vor Manipulationen und unberechtigten Zugriffen benötigen. In der Regel bedeutet das: keine offenen oder leicht erreichbaren Schnittstellen und ein integriertes Trusted Platform Module (TPM). Auf diesem manipulationssicheren Chip können Schlüssel und Zertifikate für die sichere Kommunikation abgelegt werden, aber auch eindeutige IDs und Hashwerte aller Komponenten des Systems, um Veränderungen an Hardware oder Firmware zuverlässig erkennen zu können.
Zero Touch Provisioning und Remote Management: Dort, wo die Roboter eingesetzt werden, ist meist kein ausgebildetes IT-Personal vor Ort, das sich um die Installation und Verwaltung der IT-Systeme kümmern kann. Sie müssen deshalb ein Zero Touch Provisioning und ein Remote Management unterstützen. Die Fabrikarbeiter, Logistiker, Landwirte oder Pflegekräfte brauchen die Geräte dann nur anzuschrauben und einzuschalten – diese fahren anschließend vorkonfiguriert hoch und holen sich weitere Einstellungen und Anwendungen bei Bedarf über eine Netzwerkverbindung. Das Management übernimmt das IT-Team aus der Ferne und wird dabei idealerweise von einer leistungsfähigen Plattform für das Edge-Management unterstützt, die die Planung und Verteilung von Konfigurationsänderungen, Updates und neuen Anwendungen weitgehend automatisiert.
Energieeffiziente Hardware-Komponenten: Roboter müssen sich frei bewegen können und werden deshalb in den meisten Fällen von Batterien mit Strom versorgt. Daher sind sie auf IT-Systeme mit energieeffizienten Komponenten angewiesen. Diese schonen die Batterie und produzieren auch wenig Abwärme, was den Kühlaufwand reduziert und lüfterlose Designs ermöglicht. Für das Inferencing sollten deshalb NPUs oder andere auf KI-Berechnungen optimierte Spezialprozessoren statt stromhungriger CPUs und GPUs verwendet werden.
Robotik benötigt robuste und kompakte Systeme
Chris Kramar ist Director & General Manager OEM Solutions DACH bei Dell Technologies.
(Bild:)
Chris Kramar, Director & General Manager OEM Solutions DACH bei Dell Technologies, erklärt: „Intelligente Roboter sind so vielseitig einsetzbar, dass sie in den kommenden Jahren zahlreiche Arbeitsbereiche erobern werden. Das können sie aber nur, wenn ihre Gehirne – also die IT-Systeme, die das Inferencing übernehmen – genau auf die spezifischen Anforderungen in der Robotik zugeschnitten sind. Klassische IT-Systeme aus dem Rechenzentrum sind dafür weitgehend ungeeignet. In der Roboterwelt werden robuste, kompakte und manipulationssichere Lösungen mit äußerst energieeffizienter Hardware sowie einfacher Installation und Einrichtung benötigt.“
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.