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Exoskelett Robotische Hose unterstützt beim Gehen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

Forscher der Technischen Universität München haben eine robotische Hose entwickelt, mit der Menschen leichter laufen können. Sie eignet sich vor allem für gebrechliche und ältere Personen.

(Bild:  Technische Universität München / Uwe Anspach)
(Bild: Technische Universität München / Uwe Anspach)

Das sei das gleiche Konzept wie das Elektrorad – nur für das Laufen. So beschreibt Professor Lorenzio Masia von der Technischen Universität das Konzept der neu entwickelten robotischen Hose. Sie eignet sich vor allem für gebrechliche und ältere Personen, die so länger mobil und gesund bleiben sollen. „Wir haben ein System entwickelt für Menschen, mit dem man sich gerne mehr bewegt.“

Robotische Hose spart Energie

Zudem verbraucht man mit der Roboter-Hose messbar weniger Energie. Nach Analysen der Forscher spart ein junger Mensch, der auf einem 500 Meter langen Weg einen Berg hochgeht, unterstützt durch die robotische Hose, durchschnittlich knapp 18 Prozent der Energie ein, die er normalerweise benötigt hätte.

Auch ein älterer Mensch, der auf der Ebene 400 Meter weit unterwegs ist, reduziert seine nötige Energie mit Technikeinsatz um mehr als zehn Prozent. Das entspricht einem etwa zehn beziehungsweise sechs Kilogramm geringeren Körpergewicht. Die Konstruktion, die das möglich macht, nennen die Forscher WalkON, was so viel wie „Lauf einfach weiter“ heißt.

Vorteile für ältere Menschen

Wer das System nutzt, fühlt sich sicher, wie eine Umfrage unter den Teilnehmern einer Studie ergab. Auf einer Skala von null (keine Kontrolle möglich) bis sieben (sehr gute Kontrolle möglich) landen die Bewertungen durchschnittlich bei über sechs. „Gerade bei älteren Menschen ist es wichtig, dass sie sich sicher fühlen“, erklärt Professor Masia, der sein System insbesondere bei Menschen für sinnvoll hält, die zwar etwas gebrechlich sind, aber noch keinen Rollator benötigen.

Er sieht neben älteren Menschen auch Personen, die durch eine Krankheit geschwächt sind, etwa ein schwaches Herz haben oder an Lungenerkrankungen leiden, als Zielgruppe der Entwicklung. „Laufen hilft ihnen, den Stoffwechsel zu verbessern, was sich wiederum positiv auf ihre Erkrankung auswirken kann“, sagt Masia. Dadurch, dass Nutzer länger unterwegs sein können, sind sie insgesamt mobiler und unabhängiger. Dies hat kann eine positive Auswirkung auf die Lebensqualität bewirken.

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