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KI-Agenten RPA: Wie Bots die Prozessautomatisierung revolutionieren

Ein Gastkommentar von Bosse Küllenberg 2 min Lesedauer

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Arbeitsabläufe in Unternehmen werden zunehmend vielschichtiger. Sie zu automatisieren, wird immer komplexer. Systeme wie Robotic Process Automation erreichen immer häufig ihr Limit. Wo RPA an ihre Grenze stößt, übernehmen KI-Agenten. Sie leiten eine neue Ära der Prozessautomatisierung ein. 

(Bild:  © Ednardo/stock.adobe.com - generiert mit KI)
(Bild: © Ednardo/stock.adobe.com - generiert mit KI)

RPA-Systeme automatisieren regelmäßig wiederkehrende Aufgaben in Unternehmen, wie Kundendatensätze zu aktualisieren oder Rechnungsdaten zu erfassen. Mitarbeiter*innen müssen erst dann in den Prozess eingreifen, sobald RPA-basierte Bots Abweichungen innerhalb der Aufgabe feststellen. KI-Agenten gehen einen Schritt weiter: Sie automatisieren den Vorgang und können Anomalien eigenständig erkennen, analysieren und lösen – ohne dass der Mensch eingreifen muss. Verknüpfen Unternehmen bestehende RPA-Bots mit KI-Agenten, verbessern sie die gesamte Prozessautomatisierung: Während das Robotic Process Automation-Systeme repetitive Aufgaben ausführt, steuert der KI-Agent den gesamten Prozess selbstständig. Das Zusammenspiel nutzt so die Stärken beider Systeme. 

Menschliches Handeln in KI-Agenten überführen

Bei der Integration der KI sollten Unternehmen bei den Prozessen beginnen, die bereits durch Robotic Process Automation automatisiert werden. Für die Programmierung und Integration des KI-Agenten sollten sie menschliche Handlungsmuster als Blaupause nehmen. Je präziser die einzelnen Aufgabenschritte definiert sind, desto erfolgreicher die Automatisierung. So entsteht eine möglichst natürliche Automatisierung.

RPA: Auf eigene Lösungen setzen

Bei der Wahl der passenden KI-Lösung greifen Unternehmen häufig auf schnell verfügbare und vorgefertigte Bausätze für KI-Agenten zurück. Diese Lösungen kann man auch als „KI-Fastfood” bezeichnen. Diese können zwar kurzfristig helfen RPA-Prozesse zu optimieren, machen Unternehmen jedoch langfristig abhängig vom Anbieter. Je weiter fortgeschritten die KI-getriebene Automatisierung von Aufgaben für Robotic Process Automation ist, desto eher sollten Unternehmen auf eigene KI-Lösungen zu setzen. 

Unternehmen sollten sich eine „KI-Küche” einrichten: eine sichere, flexible und offene Plattform, auf der Mitarbeitende KI-Anwendungen selbst „kochen“ und individuell auf Unternehmensprozesse abstimmen können. So können sie die Verbindung von KI-Agenten und RPA-Prozessen in ihrer lokalen IT-Infrastruktur steuern und haben immer die volle Kontrolle über ihre Daten. Eigene Lösungen stellen zudem sicher, dass Unternehmen nach geltendem Datenschutz arbeiten. Sie bleiben zu jeder Zeit flexibel und compliant.

Ausblick: Automatisierung jenseits von RPA

Der Einsatz von KI-Agenten geht weit über die Automatisierung von Aufgaben durch Robotic Process Automation hinaus. Haben Unternehmen erst bestehende RPA-Prozesse verbessert, sollten sie kontinuierlich weitere Prozesse ausfindig machen und diese mittels KI-Agenten automatisieren. Neue Arbeitsabläufe sollten sie von vorneherein durch die KI-Brille sehen. So schaffen sie nach und nach ein orchestriertes Netz aus automatisierten Prozessen – und heben die Effizienz in ihrer Organisation kontinuierlich.

RPA Küllenberg BVDWBosse Küllenberg
hat die Lab-Leitung „Künstliche Intelligenz: Technology“ beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. Außerdem ist er Geschäftsführer Technology & Operations bei der pilot Agenturgruppe.

Bildquelle: BVDW e.V.

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