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StraightUp Rückenschmerzen: Wearable soll die Körperhaltung nachhaltig verbessern

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Das Wearable StraightUp misst die Schulterposition und Neigung des Rückens und sorgt durch haptische Feedbacks für ein nachhaltiges Verbessern der Körperhaltung – und weniger Rückenschmerzen.

(Bild:  StraightUp)
(Bild: StraightUp)

Schmerzen im Rückenbereich zählen in der westlichen Welt zu den Hauptursachen für Beschwerden im Alltag und Krankschreibungen. Grund dafür ist häufig mangelnde Bewegung im vom Sitzen geprägten Büroalltag in Kombination mit fehlender Ausgleichsaktivität wie Sport und Gymnastik. Die Ausgründung StraightUp von Absolventen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) soll Rückenschmerzen langfristig und nachhaltig zu bekämpfen. Das Wearable misst mithilfe eingewebter elastischer Drähte sowie einer entsprechenden Sensorik die Schulterposition und Neigung des Rückens und gewährleistet durch haptische Feedbacks ein nachhaltiges Verbessern der Rückenhaltung.

Das Konzept von StraightUp setzt auf Sensoren, KI und haptisches Feedback für eine nachhaltige Unterstützung für den Rücken.(Bild:  StraightUp)
Das Konzept von StraightUp setzt auf Sensoren, KI und haptisches Feedback für eine nachhaltige Unterstützung für den Rücken.
(Bild: StraightUp)

Weniger Rückenschmerzen: Neuer Ansatz durch elastische Drähte und KI

Gemeinsam entwickelten Erik Vautrin, Marcus Hamann-Schroer und Jan Bartenbach, drei Absolventen des KIT, in Zusammenarbeit mit dem Physiotherapeuten Tobias Baierle das Wearable, welches mithilfe elastischer, im Stoff verarbeiteter Drähte die Schulterposition und Neigung des Rückens messen kann. Über die daraus gewonnenen Daten und einen eingewebten, mit Künstlicher Intelligenz (KI) gesteuerten Chip generiert das System durch Vibrationen haptische Feedbacks, welche die Nutzenden dazu animieren sollen, ihre Haltung zu korrigieren.

Möglich wurde der Einsatz der Sensorik in dem Wearable durch eine leitfähige superelastische Metalllegierung, die sich den Bewegungen der tragenden Person anpasst. „Durch die haptischen Feedbacks lernt der Körper selbstständig eine gesündere Haltung beizubehalten, was zu einer langfristigen Verbesserung führt. Das Feedbacksystem fördert die aktive Schulterblattstabilisation und Haltungskorrektur der Wirbelsäule“, erklärt Physiotherapeut Baierle. Das Wearable lässt sich hierbei sowohl im Alltag als auch bei Freizeit- und Sportaktivitäten tragen.

Ausgründung und Marktreife

Aktuell arbeitet das Team mit dem Deutschen Institut für Textil- und Faserforschung zusammen, um eine bestmögliche Integration der Sensorik in das Wearable zu ermöglichen. „Diese Partnerschaft bringt uns der Marktreife einen großen Schritt näher“, erklärt Vautrin. In Zusammenarbeit mit Ärzten und Physiotherapeuten sowie weiteren Fachleuten sollen noch in diesem Jahr Tests zur Optimierung stattfinden. Ziel ist es, das weiterentwickelte Produkt Ende des Jahres mit potenziellen Kunden zu testen. 

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