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Digitale Pathologie Schneller und präziser

Von Ralf Reich 2 min Lesedauer

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Durch das Digitalisieren von Objektträgern sind schnellere Analysen von Gewebeproben, präzisere Diagnosen, standortungebundener Zugriff auf hochauflösendes Bildmaterial sowie eine verbesserte Patientenerfahrung möglich.  

(Bild:  Iron Mountain)
(Bild: Iron Mountain)

Die Pathologie ist für die diagnostische Versorgung von Patienten für alle medizinischen Fachgebiete unverzichtbar. Sie steht aktuell jedoch vor größeren Herausforderungen, wie dem steigenden Fachkräftemangel während gleichzeitig Aufgaben vielfältiger werden: Neue Therapiemöglichkeiten basieren auf immer komplexeren Diagnoseverfahren, die mehr Biopsien und die Untersuchung von weiteren Biomarkern erfordern (Fraunhofer IIS). Um diese Herausforderungen zu adressieren und neue Potentiale zu heben, kann die Digitalisierung eine wichtige Rolle spielen.

Digitale Lösung für effiziente Diagnostik und verbesserte Patientenerfahrung

Digitale Technologien sind auch im deutschen Gesundheitswesen angekommen und schaffen weitreichende Veränderungen im Umgang mit Patienteninformationen – weg von klassischen Akten oder Objektträgern hin zu digitalen Unterlagen. Die Transformation wird bereits in verschiedenen Bereichen vorangetrieben, so auch in der Pathologie. Denn durch digitale Prozesse und Lösungen kann die Effizienz der Diagnostik und damit auch Erfahrungen der Patienten verbessert werden.    
 
Die Digitale Pathologie ermöglicht die schnelle Erfassung, Speicherung, Analyse und Weitergabe von Gewebe- und Zellproben. Indem Glasobjektträger datenschutzkonform gescannt werden, können Gewebeproben in hochauflösende, digitale Bilder umgewandelt werden. Diese werden zentral gespeichert und kategorisiert. Das Scannen ersetzt das manuelle Sortieren von Objektträgern, so werden Abläufe vereinfacht und automatisiert. Pathologen haben so standortungebunden schnellen Zugriff auf Scans der Proben, ohne diese erst durch zeitaufwändige Transporte aus diversen Archiven holen zu müssen. Ein Prozess, der bislang bis zu zwei Wochen dauerte, wird mit digitaler Pathologie auf bis zu zwei Stunden verkürzt. Auf diese Weise kann die Befundqualität in der Diagnostik von Patienten optimiert werden.

Präzisere Diagnosen durch flexiblen Zugriff auf digitale Glas-Objektträger(Bild:  Iron Mountain)
Präzisere Diagnosen durch flexiblen Zugriff auf digitale Glas-Objektträger
(Bild: Iron Mountain)

Zukunftsperspektive: Künstliche Intelligenz, Zusammenarbeit und Forschung

Die digitale Pathologie legt den Grundstein für den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Maschine Learning in der Diagnostik. Durch das standardisierte Erfassen großer Mengen hochauflösender Bilder können auch kontinuierlich Trainingsdaten für KI-Modelle in der medizinischen Versorgung aufgebaut werden. Digitalisierte Objektträger ermöglichen zudem deutlich mehr Zusammenarbeit über verschiedene Akteure und Pathologienetzwerke hinweg. Bilddaten können außerdem für Forschung, Entwicklung und Lehre Verwendung finden.

Digitales Gesundheitssystem ohne umfassende Erneuerung der IT-Infrastruktur

Die Digitalisierung der Pathologie ist ein wichtiger Schritt hin zu einem zukunftsfähigen Gesundheitswesen. Sie hat das Potenzial, das Fachpersonal zu entlasten und die Patientenerfahrung zu verbessern. Mittelfristig können schnellere und präzisere Diagnosen sowie Behandlungsentscheidungen für Patienten ausgesprochen werden. Zudem wird die Tür für zukünftige Innovationen der medizinischen Diagnostik durch künstliche Intelligenz und Maschine Learning geöffnet. Dabei benötigen Krankenhäuser und Organisationen für die digitale Pathologie keine umfassende IT-Infrastruktur: Hochauflösende Scans können anonymisiert, gesetzeskonform und leicht zugänglich in Cloud-Lösungen oder Datenbanken von einem erfahrenen Partner gespeichert werden.

Ralf Reich ist Commercial Vice President Northern Europe bei Iron Mountain.(Bild:  Iron Mountain)
Ralf Reich ist Commercial Vice President Northern Europe bei Iron Mountain.
(Bild: Iron Mountain)

Der Autor: Ralf Reich ist Commercial Vice President Northern Europe bei Iron Mountain

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