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Sicherheitsreport von TrendAI Schwachstellen: Ihre Anzahl erreicht in KI-Systemen Rekordhöhe

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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TrendAI, ein Geschäftsbereich von Trend Micro, hat in einem neuen Report zur KI-Sicherheit untersucht, welche Anfälligkeiten das globale KI-Ökosystem gefährden. Demnach wurden 2.130 neue Schwachstellen in KI-Systemen im vergangenen Jahr dokumentiert.

(Bild:  © Werckmeister/stock.adobe.com - generiert mit KI)
(Bild: © Werckmeister/stock.adobe.com - generiert mit KI)

Der State of AI Security Report von TrendAI, einem Geschäftsbereich von Trend Micro, zeigt: KI-bezogene Schwachstellen haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Sowohl ihre Anzahl als auch ihre Kritikalität wachsen – und damit auch die Diskrepanz zwischen der schnellen Einführung von KI in Unternehmen und der tatsächlichen Sicherheitsreife.

Die Ergebnisse des State of AI Security Report sprechen für sich: Von 2018 bis Ende 2025 wurden insgesamt 6.086 Software-Schwachstellen identifiziert, die direkt KI-Systeme betreffen – aus einer Gesamtdatenbank von über 330.000 CVEs (Common Vulnerabilities and Exposures). Allein im Jahr 2025 wurden 2.130 KI-bezogene Sicherheitslücken gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 34,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Die Gesamtzunahme von CVEs betrug lediglich 17,9 Prozent – ein deutliches Signal, dass Angreifer es zunehmend auf KI-Systeme abgesehen haben. Der Anteil KI-bezogener Schwachstellen an allen CVEs erreichte 2025 mit 4,42 Prozent den höchsten je gemessenen Wert.

Schwachstellen: Fast jede zweite mit hohem Schweregrad

Nicht nur die Quantität, auch die Qualität der Lücken gibt Anlass zur Sorge: Von den 3.257 mit einem Schweregrad bewerteten KI-Schwachstellen fallen 48,9 Prozent in die Kategorien „hoch“ oder „kritisch“ (Common Vulnerability Scoring System, CVSS ab 7,0). Besonders exponiert sind dabei die aktuell besonders schnell wachsenden Bereiche des KI-Ökosystems: In der KI-Lieferkette weisen 46,5 Prozent der Schwachstellen hohe oder kritische Schweregrade auf, gefolgt von dem LLM-Ökosystem (Large Language Models, 45,1 Prozent), agentischer KI (40,5 Prozent) und MCP-Servern (Model Context Protocol, 38,2 Prozent).

Gerade in diesen gefährdeten aufstrebenden Bereichen fehlt es häufig an ausgereiften Sicherheitspraktiken, was zu einem gefährlichen Missverhältnis zwischen Innovationsgeschwindigkeit und Absicherung führt. Im Gegensatz dazu weisen ausgereifte Kategorien wie Frameworks für Maschinelles Lernen (32,9 Prozent), KI-Datenpipelines (27 Prozent) und GPUs/KI-Hardware (18 Prozent) eine geringere Konzentration schwerwiegender Schwachstellen auf.

Risikofaktoren MCP-Server und agentische KI

Zwei Entwicklungen stechen besonders hervor: Das plötzliche Auftreten von Schwachstellen in MCP-Servern, die bisher gänzlich unbekannt waren, bietet Bedrohungsakteuren eine große, neuartige Angriffsfläche. Zudem ist eine explosionsartige Zunahme von Schwachstellen in agentischen KI-Systemen zu beobachten. MCP-Server, Schnittstellen, die es KI-Agenten ermöglichen, eigenständig auf externe Tools und Dienste zuzugreifen, verzeichneten 2025 direkt 95 neue CVEs (gegenüber nahezu null in den Vorjahren). 

Über 60 Prozent dieser Schwachstellen betreffen Injection-Angriffe, die es ermöglichen, schädliche Befehle direkt in KI-Systeme einzuschleusen. Agentische KI, also autonome Systeme, die eigenständig Entscheidungen treffen und Aktionen ausführen, verzeichnete den größten prozentualen Anstieg aller Kategorien: von 74 CVEs im Jahr 2024 auf 263 im Jahr 2025, ein Zuwachs von 255 Prozent.

Rekordhoch bei Schwachstellen: Lage wird sich weiter verschärfen

TrendAI Research prognostiziert für 2026 zwischen 2.800 und 3.600 neue KI-bezogene Schwachstellen, was einen weiteren Anstieg von bis zu 69 Prozent gegenüber 2025 darstellt. Besonders MCP-Server (plus 89 bis 195 Prozent) und agentische KI (plus 33 bis 109 Prozent) dürften das stärkste Wachstum verzeichnen.

Richard Werner ist Security Advisor bei TrendAI.(Bild:)
Richard Werner ist Security Advisor bei TrendAI.
(Bild:)

Richard Werner, Security Advisor bei TrendAI, kommentiert: „KI ist keine neue Angriffsfläche mehr, sondern hat sich mittlerweile etabliert. Unsere Untersuchung zeigt, dass die Schwachstellen in KI-Systemen schneller zunehmen als im gesamten Software-Ökosystem und dass die größten Risiken in gemeinsam genutzten Komponenten wie Modell-Frameworks und Lieferketten liegen. Wenn Unternehmen KI produktiv einsetzen, müssen sie Cybersicherheit als Grundlage jedes Projekts berücksichtigen. KI erfordert dieselbe Transparenz und dasselbe Risikomanagement wie jedes andere kritische Geschäftssystem.“

Wenn Unternehmen KI produktiv einsetzen, müssen sie Cybersicherheit als Grundlage jedes Projekts berücksichtigen. KI erfordert dieselbe Transparenz und dasselbe Risikomanagement wie jedes andere kritische Geschäftssystem.

Richard Werner, Trend Micro

Zur Methodik der Studie: Der „State of AI Security Report“ von TrendAI basiert auf einen umfangreichen CVE-Datensatz, mehrstufigen KI-Klassifizierungsworkflows und strengen Bewertungs- und Verifizierungsstandards. So stellt der Report einen zuverlässigen Überblick dar, wie sich KI-bezogene Schwachstellen im Laufe der Zeit entwickeln.
Mit der Expertise im Bereich Sicherheit nutzt TrendAI künstliche Intelligenz, um über 500.000 Unternehmen und Millionen von Nutzern über KI, Clouds, Netzwerke, Endpunkte und Geräte hinweg zu schützen. Hierbei kommt die KI-gestützte Cybersecurity-Plattform TrendAI Vision One zum Einsatz, die Cyberrisiko- und Exposure-Management und Security Operations zentralisiert und so mehrschichtigen Schutz für lokale, hybride und Multi-Cloud-Umgebungen bietet.

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