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Menschliche Risikofaktoren Sicherheitsvorfall: Vielen Mitarbeitern droht danach die Kündigung

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Eine gute Cybersicherheitskultur basiert auf Offenheit und Vertrauen. Mitarbeiter müssen einen Sicherheitsvorfall ohne Angst vor negativen Konsequenzen melden können. Doch häufig droht eine Kündigung.

(Bild:  Chanelle Malambo/peopleimages.com / Adobe Stock)
(Bild: Chanelle Malambo/peopleimages.com / Adobe Stock)

Viele Mitarbeiter haben Angst, einen Sicherheitsvorfall im Unternehmen zu melden. Und das aus gutem Grund: 38 Prozent der IT-Führungskräfte in der DACH-Region haben bereits erlebt, dass Mitarbeiter aufgrund eines Cyberangriffs, zum Beispiel Phishing, entlassen wurden. Das geht aus der aktuellen Studie „2024 Human Risk Behavior Snapshot Report“ von Artic Wolf hervor.

Unternehmen sollten den Fehler vermeiden, Sündenböcke zu suchen, wenn es zum Sicherheitsvorfall kam. Schuldzuweisungen und Kündigungen sind keine Lösung.

Dr. Sebastian Schmerl, Arctic Wolf

Offenheit und Vertrauen eine wichtige Basis für eine gute Cybersicherheitskultur im Unternehmen. Angestellte müssen Vorfälle ohne Angst vor negativen Konsequenzen melden können. Während 89 Prozent der IT-Führungskräfte glauben, dass Mitarbeiter bei ihnen im Unternehmen einen Sicherheitsvorfall bedenkenlos melden können, sind es bei den Mitarbeitern nur 63 Prozent. Von den Angestellten, die sich unwohl fühlen, Vorfälle zu melden, gaben weltweit 45 Prozent Bedenken bezüglich negativer Folgen für ihre berufliche Zukunft an.

Sicherheitsvorfall: Mitarbeiter als Sündenbock

„Unternehmen sollten den Fehler vermeiden, Sündenböcke zu suchen, wenn es zum Sicherheitsvorfall kam. Schuldzuweisungen und Kündigungen sind keine Lösung“, warnt Dr. Sebastian Schmerl, Regional Vice President Security Services EMEA bei Arctic Wolf. Er gibt zu Bedenken, dass Angriffe ohne State-of-the-art-Security-Monitoring und Security-Experten teilweise nur schwer  zu erkennen seien – wenn überhaupt.

„Es ist wichtig, schon vorher die ‚Hausaufgaben‘ gemacht zu haben: Es braucht eine umfassende Cybersicherheits-Strategie mit 24/7-Monitoring und dedizierten Reaktionsplänen, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.“ Und Mitarbeiter sollten dazu ermutigt werden, Vor- und Verdachtsfälle gleich zu melden. So könnten alle gemeinsam lernen und die Sicherheitslage des Unternehmens nachhaltig verbessern.

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