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Qualitätssicherung

Software-Testing: Das sind die Trends für 2025

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Cloud, Change-Impact-Analysen und Nachhaltigkeit

4. Akzeptanz von Cloud-Lösungen steigt weiter: Cloud-Technologie gewinnt noch stärker an Bedeutung. Derzeit betreiben deutsche Unternehmen bereits mehr als ein Drittel (38 Prozent) ihrer IT-Anwendungen in der Cloud, so eine aktuelle Bitkom-Studie. In fünf Jahren wird der Anteil voraussichtlich bei 54 Prozent liegen. Insgesamt nutzen 81 Prozent der deutschen Unternehmen heute Cloud-Technologie, weitere 14 Prozent planen dies. Der Trend zur Cloud spiegelt sich auch in den Umsatzzahlen wider: SAP meldete für das dritte Quartal 2024 ein Plus von 25 Prozent bei den Cloud-Erlösen. Für QA-Teams bedeutet die zunehmende Cloudifizierung, dass sie in der Lage sein müssen, Anwendungen sowohl in On-Premises-, hybriden als auch in Cloud-Umgebungen zu testen. Dafür ist es zum Beispiel wichtig, Testfälle nahtlos in die Cloud zu übertragen. Im SAP-Umfeld kann eine Testing-Plattform die Effizienz steigern, die in SAP Cloud ALM (Application Lifecycle Management) integriert ist.

5. Aufwand reduzieren bei Change-Impact-Analysen: QA-Teams sehen sich mit immer kürzeren Release-Zyklen konfrontiert. Bei jedem Update und jeder Code-Änderung müssen sie sorgfältig prüfen, ob die Anwendung und damit verknüpfte Geschäftsprozesse noch reibungslos funktionieren. Gefragt sind daher Lösungen, die den Aufwand für solche Change-Impact-Analysen reduzieren. Der Trend geht zu Software Quality Intelligence: einer KI gestützten Methode, um geänderten Code automatisiert zu bewerten und Qualitätsrisiken zu identifizieren. So können QA-Teams auf die Bereiche fokussieren, die tatsächlich kritisch sind. Statt Massentests durchzuführen wissen Qualitätssicherer genau, was sie testen müssen, und sparen dank Quality Intelligence viel Zeit und Ressourcen.

6. Nachhaltigkeit und Green Coding: Den eigenen CO2-Fußabdruck zu verringern und Nachhaltigkeits-Ziele zu erreichen hat für Unternehmen weiterhin hohe Priorität. Nicht nur aus Compliance-Gründen, sondern auch, um Kosten zu sparen. Die IT und das Qualitätsmanagement können dazu einen wertvollen Beitrag leisten. Denn Rechenzentren sind für zwei Prozent des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich, so der Jahresbericht der International Energy Agency (IEA). Indem Unternehmen auf sauberen, schlanken Software-Code achten, Ineffizienzen vermeiden und überflüssigen Datenballast abwerfen, können sie ihren Ressourcenverbrauch reduzieren. Dafür ist es wichtig, Quality Engineering in einem Shift-Left-Ansatz möglichst früh in den Entwicklungsprozess zu integrieren.

Software-Testing 2025: Fazit

Die Herausforderungen werden im Jahr 2025 nicht weniger. Angesichts der angespannten Wirtschaftslage sind Unternehmen mehr denn je gefordert, Prozesse zu optimieren. Das gilt auch für das Qualitätsmanagement. „Die gute Nachricht ist, dass wir beim Einsatz von KI in der Qualitätssicherung große Fortschritte machen. Indem Unternehmen die neuen Möglichkeiten nutzen und QA-Prozesse nahtlos frühzeitig in die DevOps-Pipeline integrieren, können sie schneller, effizienter und ressourcenschonender testen. Das zahlt am Ende sowohl auf die Wettbewerbsfähigkeit, die Compliance als auch die Nachhaltigkeit ein“, fasst Roman Zednik, Field CTO bei Tricentis, zusammen.

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