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Compliance Lizenzverstöße: Software-Hersteller büßen ein Drittel ihres Umsatzes ein

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Viele Anwender nutzen legale Software-Produkte weit über die vertraglichen Richtlinien hinaus – und sind sich dieser Lizenzverstöße oft gar nicht bewusst.

(Bild:  Богдан Скрипник / Adobe Stock)
(Bild: Богдан Скрипник / Adobe Stock)

Viele Software-Hersteller kämpfen noch immer mit illegalen Raubkopien ihrer Produkte auf dem Schwarzmarkt und im Darknet, aber die Zahl der illegalen Kopien geht langsam zurück. Doch dafür sorgt nun der Missbrauch von Software für Umsatzeinbußen, also Lizenzverstöße. Das geht aus der aktuellen Studie „Software Piracy and Compliance 2025 Outlook“ von Revenera hervor.

Lizenzverstöße: Den meisten Software-Unternehmen kostet das bis zu 10 Prozent des Umsatzes – einigen aber auch bis zu einem Drittel.(Bild:  Revenera)
Lizenzverstöße: Den meisten Software-Unternehmen kostet das bis zu 10 Prozent des Umsatzes – einigen aber auch bis zu einem Drittel.
(Bild: Revenera)

Zu den Lizenzverstößen zählen das bewusste Umgehen und Manipulieren bestehender Lizenzen, zum Beispielen das Klonen von Virtual Machines. So geben 13 Prozent der befragten Unternehmen an, dass dieser Missbrauch sie mehr als ein Drittel ihres Umsatzes kostet. Lizenzverletzungen sind damit die häufigste Ursache für erhebliche Umsatzverluste. 

Lizenzverstöße: Der Trend geht nach oben

Die gleichmäßige Verteilung über alle drei Formen von Compliance-Verstößen (Piraterie, Missbrauch und Übernutzung) scheint jedoch weniger die Folge wachsender krimineller Energien zu sein. Vielmehr haben Software-Anbieter in den letzten Jahren ihre Hausaufgaben gemacht und setzen verstärkt Monitoring- und Analyse-Tools ein, die unbezahlte Software-Nutzung und Lizenzverstöße überhaupt erst erkennen. Was früher unter dem Compliance-Radar flog, reiht sich nun auf der langen Liste an zentralen Herausforderungen ein und zieht mit Problemen wie Kundenabwanderung (30 Prozent) oder ineffizienten Monetarisierung-Modellen (31 Prozent) gleich. 

„Software- und Technologie-Unternehmen bemühen sich intensiv darum, den Spagat zwischen hohen Kundennutzen auf der einen und profitabler Gewinnspanne auf der anderen Seite zu meistern“, erklärt Nicole Segerer, General Manager von Revenera. „
Compliance-Verstöße seien in diesem Kontext ein unangenehmes Thema, das oft und gern nachrangig behandelt wird. „Dabei verursachen Lizenzverletzungen einen immensen Schaden. Anbietern gehen durch die nicht lizenzierte Nutzung weltweit Einnahmen von rund 18,7 Milliarden US-Dollar verloren.“

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