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KI-Übersetzungsdienst Intelligente Sprachassistenten: Supertext will Markt aufrollen

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Mit einem Marktvolumen von 2,31 Milliarden US-Dollar ist Deutschland Europas größter Markt für Sprachassistenten – und heiß umkämpft. Bislang geben nur wenige Anbieter den Ton an. Nun sorgt ein neuer Herausforderer für frischen Wind: der Schweizer KI-Übersetzungsdienst Supertext mit einer Niederlassung in Berlin.

(Bild:  © Thapana/stock.adobe.com)
(Bild: © Thapana/stock.adobe.com)

Mit voller Datenhoheit und maßgeschneiderten Lösungen für Unternehmen nimmt Supertext den Platzhirschen DeepL und US-Anbietern Marktanteile ab – und liegt gut im Rennen. Unternehmen wie SBB, Swiss Life, DERTour, OBI und die Aareal Bank nutzen bereits die KI-basierten Sprachassistenten. Dr. Samuel Läubli, Gründer und CEO von Supertext, setzt dabei auf ein Argument, das vor allem bei Unternehmenskunden Gewicht haben dürfte, nämlich lokales Hosting: „Unsere lokale Hosting-Option ist ein entscheidendes Differenzierungsmerkmal und eine vielversprechende Ausgangsposition für unsere Aufholjagd.“ Die Software kann auf eigenen Servern der Unternehmenskunden betrieben werden; sensible Dokumente, Texte und Daten verbleiben so beim Kunden.

Ungesunde Konzentration im Markt für Sprachassistenten

Dr. Samuel Läubli ist CEO von Supertext.(Bild:  Supertext)
Dr. Samuel Läubli ist CEO von Supertext.
(Bild: Supertext)

Angebotserweiterung und Fokussierung auf den deutschen Markt sind nicht zufällig: „Der Markt für Sprachassistenten hat global einen Umfang von 30 Milliarden US-Dollar und ist in Bewegung. Besonders in Deutschland – mit über zwei Milliarden Europas größter Markt – sehen wir großes Potenzial. Mit der Textübersetzung bedienen wir das mit Abstand größte Marktsegment für Sprachassistenten“, erklärt Läubli. Er ist überzeugt, dass derzeit eine ungesunde Marktkonzentration im Bereich KI herrsche, die perspektivisch weder der Qualität noch der Datensicherheit zuträglich sei. Tatsächlich dominiert DeepL den Markt für maschinelle Übersetzungen. Laut einer Pressemeldung des Unternehmens, die sich auf eine Studie der Association of Language Companies (ALC) und des Marktforschungsunternehmens Slator stützt, nutzen bereits 82 Prozent der befragten Sprachdienstleister den Anbieter in Köln. Für Läubli steht daher fest: „Es braucht mehr konkurrenzfähige Lösungen und Wettbewerb.“

Training maßgeschneiderter KI-Systeme

Konkurrenzfähig werde man aber nicht, wenn man überall gleichzeitig gut sein wolle. Daher positioniert sich Supertext als Herausforderer im Unternehmenskundengeschäft mit Spezialisierung auf Branchen wie Banken, Versicherungen, Handel, Transport und den öffentlichen Sektor. „Wir wollen nicht für jeden alles sein, sondern die Besten in unserem Bereich“, sagt Läubli. Für Privatnutzer steht das Tool zwar kostenlos auf supertext.com bereit, doch die eigentliche Stärke liegt im Training maßgeschneiderter KI-Systeme.

Hierzu verwendet Supertext auf Wunsch gezielt unternehmensinterne Dokumente von Kunden was die Übersetzungsqualität nachweislich steigert und greift zusätzlich auf das Know-how des Vorgängerunternehmens zurück. Supertext ging aus der Fusion eines konventionellen Übersetzungsdienstleisters mit einem KI-Spin-off der Universität Zürich hervor. Damit ist das Unternehmen eine Symbiose aus klassischem Übersetzungs-Know-how und KI-Expertise.

Sprachassistenten: Hohe Qualität der Trainingsdaten

Märkte für Sprachassistenten in Europa und weltweite Marktanteile.(Bild:  Supertext)
Märkte für Sprachassistenten in Europa und weltweite Marktanteile.
(Bild: Supertext)

Das Ergebnis dieser Liaison ist ein Large Language Model (LLM) der neuesten Generation, das auf Klasse statt Masse setzt. 28 Sprachen deckt Supertext aktuell ab. Das ist zwar deutlich weniger als Google Translate oder ChatGPT bieten, dafür sei die Übersetzungsqualität messbar höher. In einer öffentlich einsehbaren Blindtest-Studie erzielte Supertext nach eigenen Angaben schon mit seiner Basisvariante eine signifikant geringere Fehlerquote als DeepL. Seine für einzelne Unternehmen maßgeschneiderten Systeme arbeiteten sogar bis zu 90 Prozent genauer als die Konkurrenz, fügt Läubli an. Das sei auf die Qualität seiner Trainingsdaten und den Faktor Mensch zurückzuführen.

Supertext wird nicht nur mit professionellen Texten trainiert, sondern arbeitet weiterhin mit geschulten Übersetzern, die auf Wunsch die maschinellen Übersetzungen der Sprachassistenten für Kunden prüfen und aktiv an der Verbesserung der Sprachmodelle mitarbeiten. Der promovierte Computerlinguist und Master in Künstlicher Intelligenz Läubli hält menschliche Expertise für unverzichtbar und sieht den KI-Hype kritisch: „Die Systeme verbessern ihre Performance zwar in atemberaubendem Tempo. Doch selbst in 50 Jahren werden Maschinen noch Fehler machen, weil es beim Übersetzen meist mehr als eine richtige Lösung gibt.“

Zeitgleich warnt er vor einem allzu sorglosen Umgang mit kostenlosen Sprachassistenten im Unternehmenskontext: „Mitarbeiter laden dabei sensible Daten wie beispielsweise Verträge auf Server, die komplett außerhalb ihrer Kontrolle liegen. Ein riesiges Datenschutzproblem für Unternehmen.“ Für ihn ist deshalb klar: Lösungen mit maßgeschneiderten Security-Maßnahmen wie Supertext sind die Zukunft.

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