Beim zehnten jährlichen internationalen Open Innovation Contest (OIC) von NTT Data stehen nun die Sieger des Regionalwettbewerbs für Deutschland, Österreich und die Schweiz fest. Die siegreichen Startups heißen Wingcopter und Wandelbots.
(Quelle: NTT Data)
Die siegreichen Tech-Startups des von NTT Data ausgeschrieben OIC-Wettbewerbs werden mit Infrastruktur, Beratung und Ressourcen im Wert von mehr als 50.000 Euro unterstützt. Außerdem können sie am globalen OIC-Finale am 24. Januar 2020 in Tokio teilnehmen. Für den zehnten globalen Open Innovation Contest hatten sich fast vierzig deutsche, österreichische und schweizerische Start-ups beworben. Neun von ihnen qualifizierten sich für den regionalen Vorentscheid des OIC.
Der Austragungsort des Wettbewerbs war „Ensō – The Space for Creators“ am Hauptsitz von NTT Data Deutschland in München. Jedes der neun qualifizierten Tech-Startups hatte bei dem Event sieben Minuten Zeit, seine Lösungen vor einer international besetzten Expertenjury und dem Publikum zu präsentieren. Sämtliche Kandidaten konnten durch den Innovations- und Reifegrad ihrer Entwicklungen überzeugen.
(Quelle: NTT Data)
Tech-Startups: Transportdrohen mit hoher Reichweite
Am Ende hatte Wingcopter die Nase vorn. Das Unternehmen entwickelt und produziert Transportdrohnen mit Elektroantrieb. Die Besonderheit des innovativen Produkts besteht in der patentierten Konstruktion, die dem Wingcopter zwei Flugmodi ermöglicht: Aufrecht gestellt ermöglichen die vier Rotoren des neuartigen Fluggeräts Starts und Landungen auch auf kleinen Flächen und sind damit in unwegsamem Gelände oder dicht besiedelten Gebieten einsetzbar. Durch Schwenken der Rotoren verwandelt sich der Wingcopter in ein Tragflächenflugzeug und bietet so eine Reichweite von bis zu 120 Kilometer.
Im praktischen Einsatz rettet der Wingcopter Leben, indem er Impfstoffe, Medikamente oder Spezialgeräte in kürzester Zeit an schwer zugängliche Orte liefert. Logistikdienstleistern hilft er, ihr Serviceportfolio zu erweitern und Sicherheitsdienste oder Hilfsorganisationen können ihn für Aufklärungsflüge einsetzen.
Tech-Startups: Trainieren von Robotern
Den zweiten Preis erhielt Wandelbots für seine Technologie zum demonstrationsbasierten Trainieren von Robotern. Mit einem sensorbestückten Input-Gerät, dem „TracePen“, zeichnet das Unternehmen die natürlichen Bewegungen bei einer Tätigkeit auf und setzt sie in Automatisierungsskripts um. So lassen sich Roboter aller Art steuern, ohne sie zu programmieren.
Das beschleunigt den produktiven Einsatz von Robotern und befähigt Firmen und Organisationen, die nicht über eigene Robotik-Experten verfügen, zur Teilhabe an effizienteren Prozessen durch Automatisierung. Darüber hinaus können so schneller mehr Menschen von körperlich anstrengenden und gesundheitsgefährdenden Tätigkeiten entlastet werden. Da sich die Lösung für unterschiedliche Aufgaben wie Entgraten, Kleben oder Lackieren eignet, spart Wandelbots wertvolle Ressourcen, die sonst in die Entwicklung von Spezialanwendungen fließen müssten.
Wandelbots hat eine Technologie für das Trainieren von Robotern entwickelt.
(Quelle: NTT Data)
Fokus auf Business-Nutzen und Nachhaltigkeit
„Mit ihren tollen Produkten und spannenden Präsentationen haben die Wettbewerber es den Juroren wirklich schwer gemacht, die Gewinner zu benennen. Entscheidend war die Orientierung an den Prinzipien des Wettbewerbs: Die ausgezeichneten Innovationen sollen auf die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung einzahlen, unseren Kunden helfen, ihr Business von Morgen zu entwickeln, das globale Ökosystem für Innovation von NTT Data stärken und Unternehmen auf der ganzen Welt einen großen Mehrwert bieten. Hier haben Wincopter und Wandelbots die Jury am stärksten überzeugt“, erklärt Dieter Loewe, Geschäftsführer und Chief Client Officer von NTT Data Deutschland.
„Wir gratulieren den Preisträgern und wünschen ihnen viel Erfolg beim großen Finale des Open Innovation Contest 10 in Tokio. Aber auch die anderen Start-ups dürfen sich als Gewinner betrachten, nachdem sie sich für diesen Vorentscheid qualifiziert haben. Sie werden weiterhin Zugang zum Netzwerk von NTT Data haben“, so Loewe weiter.
„Wir freuen uns, dass so viele Tech-Startups der Einladung zum OIC gefolgt sind. Das belegt das große Interesse der Wirtschaft im deutschsprachigen Raum an der einzigartigen japanischen Innovationskultur“, fügt Swen Rehders, CEO der NTT Data Deutschland GmbH. Wir als NTT Data fördern auch außerhalb dieses Wettbewerbs Co-Creation-Projekte, in denen Start-ups und etablierte Unternehmen gemeinsam neue Technologien entwickeln, und engagieren uns dauerhaft für nachhaltige Innovation zum Nutzen von Unternehmen und Gesellschaft.“
Stand: 16.12.2025
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Der Open Innovation Contest fand im Enso von NTT Data am 17. Oktober 2019 statt.
(Quelle: NTT Data)
Die Wettbewerber im regionalen Vorentscheid im Überblick:
Cogvis: Das einzige österreichische Unternehmen im Regionalwettbewerb hat einen intelligenten Bewegungssensor für die Pflege der Zukunft entwickelt. Das Gerät mit dem Namen fearless erkennt automatisch Stürze von Personen sowie Bewegungen, die auf einen drohenden Sturz hindeuten, und benachrichtigt automatisch das Pflegepersonal.
Implandata: Unter der Bezeichnung Eyemate präsentierte Implandata ein System, mit dem Patienten ihren Augeninnendruck selbst messen und so das Risiko eines Sehverlusts durch ein Glaukom minimieren können.
JoS Quantum: Der „Calculation-as-a-Service“ zur schnellen Berechnung großer Datenmengen bietet das nach eigenen Angaben erste und weltweit einzige Quantum-Fintech mit seiner Quanten-Computer-basierten Lösung „Grundzustand“.
Rytle: Ein integriertes City-Logistik-Konzept für effiziente und umweltschonende, weil emissionsarme Lieferprozesse bietet das Unternehmen Rytle mit Sitz in Bremen. Neben dem elektrisch betriebenen Lastenrad Rytle MovR gehören dazu eine standardisierte Transportbox, ein mobiles Depot und eine Software-Plattform für die Interaktion zwischen den beteiligten Logistikdienstleistern und Kurieren.
TerraLoupe: Als einzige Gründerin im Feld der Wettbewerber stellte Manuela Rasthofer, Geschäftsführerin von TerraLoupe, die gleichnamige Lösung zum Erstellen pixelgenauer HD-Karten, Digitaler 3D-Zwillinge und Simulationen aus Luftaufnahmen vor. Das System verarbeitet Bilder unterschiedlichster Quellen mithilfe von Machine-Learning-Algorithmen.
Twaice: Predictive Analytics für die Entwicklung, Nutzung und Versicherung von Batterien ermöglicht das Münchner Start-up Twaice durch die Anwendung von KI-Algorithmen auf den digitalen Zwilling einer Batterie.
Weeve: Eine Plattform für die sichere Vernetzung von Maschinen, Zertifizierung von Daten und deren Monetisierung hat das Start-up Weeve mit Sitz in Berlin entwickelt und so eine Grundlage für erfolgreiche Industrial-IoT-Geschäftsmodelle geschaffen.
Im Ensō – The Space for Creators am Hauptsitz von NTT Data Deutschland in München wurden seit Eröffnung am 11. Oktober 2017 insgesamt 360 Veranstaltungen durchgeführt, darunter 167 Workshops, 49 Inspirational Visits/Touren, 86 Events und 58 Creative Meetings. An diesen nahmen rund 7.500 Personen teil, unter ihnen CTOs, CIOs, CEOs sowie Mitarbeiter aus den Fachbereichen und der IT. Außerdem kooperierte NTT Data mit 13 Startups im Ensō und führte neun Co-Creation-Projekte durch.