DB Podcast

IT-Trends 2026

Technologie: 5 Lebensbereiche, die sie verbessern kann

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Technologie in der Industrie: Von der Wertschöpfung zu mehr Sicherheit

In den vergangenen Jahren haben viele Industriebetriebe ihre Produktion digitalisiert: Mithilfe von Sensorik, vernetzten OT/IT-Infrastrukturen und zentralen Datenanalysen können sie tiefere Einblicke in Maschinen, Anlagen und Wertschöpfungsketten gewinnen. Ein zentraler Anwendungsfall ist dabei die vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance). ML-Modelle identifizieren Unregelmäßigkeiten wie Vibrationen, Temperaturschwankungen oder Geräusche und erkennen so frühzeitig, ob sich ein Defekt anbahnt. Unternehmen können Wartungen bedarfsgerecht und mit geringeren Ausfallzeiten planen. 

Gleichzeitig unterstützt die Digitalisierung den Arbeitsschutz. Mittels Computer Vision werten Systeme Kamerabilder aus. Stellen die Algorithmen fest, dass Arbeiter ihre Schutzausrüstung nicht oder nicht korrekt tragen, machen sie optisch oder akustisch darauf aufmerksam. Bemerken sie, dass ein Arbeiter versehentlich den Bereich eines autonomen Roboters betritt, stoppen sie diesen. In sicherheitskritischen Umgebungen wie Chemieparks prüfen Gas- und Partikelsensoren kontinuierlich die Luftqualität und melden Abweichungen sofort an die Leitstelle. Moderne Robotik übernimmt zudem gefährliche Tätigkeiten oder schwere körperliche Arbeiten, sodass die Werksarbeiter spürbar entlastet werden. Speziell kollaborative Roboter, sogenannte Cobots, ermöglichen neue Formen der Mensch-Maschine-Interaktion, da sie nicht mehr durch Schutzzäune vom eigentlichen Produktionsgeschehen getrennt werden müssen.

Staat und Kommune: Einführung benutzerfreundlicher Services

Hohe Fallzahlen, komplexe Verfahren und begrenzte Personalressourcen führen in Behörden zu einer hohen Arbeitsbelastung. Gleichzeitig erwarten Bürger einfache und schnelle Services. Mögliche Sprachbarrieren und die Verwendung von behördenspezifischen Begriffen erschweren jedoch die Kommunikation. GenAI eröffnet vor diesem Hintergrund ganz neue Möglichkeiten. Die Technologie kann unstrukturierte Eingaben – von Freitext-E-Mails über Online-Formulare bis hin zu Dokumenten – semantisch auswerten und automatisch den passenden Vorgang, die Zuständigkeit oder die relevanten Paragrafen zuordnen. Dadurch entsteht eine Vorqualifizierung, die Sachbearbeitern repetitive Arbeiten abnimmt und Bearbeitungszeiten verkürzt. 

Ein weiterer Anwendungsbereich sind dialogorientierte Assistenzsysteme. Diese begleiten Bürger durch komplexe Antragstellungen, übersetzen Fachsprache in alltagstaugliche Begriffe und verweisen auf fehlende Unterlagen. Anders als bisherige Lösungen können GenAI-Systeme Rückfragen stellen und Situationen korrekt einordnen – etwa, ob es sich bei einer Anfrage um einen Antrag oder eine einfache Auskunft handelt. Aus Unternehmenssicht ist eine automatisierte Fördermittelberatung interessant: Das KI-Modell prüft anhand weniger Angaben, für welche Programme ein Betrieb potenziell infrage kommt, erklärt die Bedingungen in verständlichen Worten und fordert anschließend die benötigten Unterlagen an.

Schule und Bildung: Adaptive Systeme für individuelle Lernerfolge

Das deutsche Bildungssystem steht vielfach in der Kritik: Einerseits brechen zu viele junge Menschen die Schule ab. Andererseits zeigen zahlreiche Studien, dass selbst Jugendlichen mit Abschluss häufig grundlegende Kompetenzen in Sprache oder Mathematik fehlen. Diese Entwicklung belastet nicht nur die Betroffenen, sondern stellt auch für die Wirtschaft ein Problem dar, da die notwendigen Grundlagen für eine berufliche Qualifizierung fehlen. Digitale Technologie bietet hier neue Optionen, das Lernen differenzierter zu begleiten und Bildungsrisiken früh zu erkennen. 

Interaktive Formate gewinnen dabei besonders an Bedeutung: Künstliche Intelligenz kann Aufgaben generieren, die den Schwierigkeitsgrad in Echtzeit an das Leistungsniveau des einzelnen Schülers anpassen, oder Erklärungen liefern, die exakt auf die Denkfehler des Lernenden eingehen. Dadurch wird nicht nur Wissen gefestigt, sondern auch eigenständiges Lernen gefördert – eine Fähigkeit, die im späteren Berufsleben immer wichtiger wird. Ein weiterer Vorteil liegt in der Stärkung analytischer Kompetenzen. Wenn KI-Tools im Unterricht reflektiert eingesetzt werden, lernen Kinder und Jugendliche, Informationen zu prüfen, Ergebnisse einzuordnen und algorithmische Entscheidungsprozesse kritisch zu hinterfragen. Virtuelle Labore ermöglichen darüber hinaus Experimente in Physik, Chemie oder Technik, die aufgrund fehlender Ausstattung oder Sicherheitsrisiken im Klassenzimmer ansonsten nicht möglich wären. ​

Praktischer Nutzen von Technologie für Wirtschaft und Verwaltung

Jana-Irina Luley ist Senior Director & General Manager Enterprise Private bei Dell Technologies.(Bild:  Dell Technologies)
Jana-Irina Luley ist Senior Director & General Manager Enterprise Private bei Dell Technologies.
(Bild: Dell Technologies)

Jana-Irina Luley, Senior Director & General Manager Enterprise Private bei Dell Technologies Deutschland, erklärt: „Wenn wir die Digitalisierung wirklich nachhaltig gestalten wollen, brauchen wir den Mut zu klaren Zielen. Im Mittelpunkt steht nicht die Technologie an sich, sondern ihr konkreter Nutzen für Wirtschaft, Verwaltung und Bürger. Digitale Tools entfalten ihren Wert erst dann, wenn sie reale Aufgaben vereinfachen, Abläufe beschleunigen oder Entscheidungsprozesse fundierter machen. Damit helfen sie, Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu finden. Unsere Aufgabe als IT-Unternehmen ist es, den Brückenschlag zu ermöglichen – von der Idee zur Implementierung und vom Pilotprojekt bis zur Skalierung. Nur so werden Innovationen zum realen Human Progress.“ Jana-Irina Luley, Senior Director & General Manager Enterprise Private bei Dell Technologies Deutschland Bild: Dell Technologies

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung