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Telematik TI-Gateway: Telekonnekt startet Test im Live-Betrieb

Von Heiner Sieger 3 min Lesedauer

Nachdem RISE als erster Hersteller die Zulassung für TI-Gateway von der gematik erhalten hat, kann die kontrollierte Inbetriebnahme starten. Der erfolgreichen Rollout beim Anschluss an die TI besorgt unter anderem die Tochterfirma Telekonnekt.

(Bild: telekonnekt, shutterstock)
(Bild: telekonnekt, shutterstock)

Als erster Hersteller im Markt hat der Technologiehersteller RISE (Research Industrial Systems Engeneering) die Zulassung der gematik für das TI-Gateway erhalten. Damit steht ab sofort eine neue, zukunftsfähige Lösung für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) zur Verfügung und kann am Markt angeboten werden. Eine gute Nachricht für alle Leistungserbringer wie Arzt- und Zahnarztpraxen, Apotheken. Krankenhäuser, Pflege- und Reha-Einrichtungen sowie mobile Nutzergruppen wie Hebammen, denen damit die nächste Ausbaustufe zur Anbindung an die TI ermöglicht wird.

So erfolgt die Anbindung des TI Gateway

Nach den bereits erfolgten erfolgreichen Tests durch ausgewählte Nutzergruppen (sog. „Friendly User Test“) kann nun der Produktivbetrieb starten. Telekonnekt spielt dabei eine entscheidende Rolle: Gemeinsam mit zahlreichen B2B-Partnern wird Telekonnekt das TI-Gateway bei den ersten Leistungserbringern installieren und im Live-Betrieb erproben und umsetzen.
 Fabio Zielke, Head of Marketing and Sales der Telekonnekt GmbH: „Wir freuen uns, dass unsere Mutterfirma RISE die Zulassung für das TI-Gateway erhalten hat und wir damit als einer der ersten Anbieter in Deutschland beim Live-Betrieb des TI-Gateway dabei sein können. Gemeinsam mit unseren zahlreichen B2B-Partnern sorgen wir für einen geordneten Rollout bei den Leistungserbringern und können alle notwendigen Services anbieten. Das RISE TI-Gateway ist die neueste und modernste Möglichkeit zur Anbindung an die TI und wird für Leistungserbringer und mobile Nutzergruppen von immensem Vorteil sein. Sie können sich damit noch besser auf die Versorgung ihrer Patienteninnen und Patienten fokussieren. Da der Konnektor vor Ort beim Leistungserbringer entfällt, entsteht ein geringerer Installationsaufwand. Flexible Anpassungsmöglichkeiten erleichtern den Anschluss und Betrieb – ein Vorteil für alle Beteiligten.“

Fabio Zielke, Head of Marketing and Sales der Telekonnekt GmbH
(Bild: Telekonnekt)

So funktioniert das TI-Gateway

Der Großteil der medizinischen Einrichtungen nutzen einen Konnektor um sich mit dem sicheren Netz des Gesundheitswesens, der TI, zu verbinden und um damit das E-Rezept, den sicheren E-Mail-Dienst KIM oder die elektronische Patientenakte zu nutzen. Beim Zugang über das TI-Gateway verbinden sich Leistungserbringer stattdessen über eine sichere VPN-Verdingung mit einem Rechenzentrum eines zertifizierten Anbieters. Der Konnektor verlagert sich ins Rechenzentrum. Dort betreibt der Anbieter ein Zugangsmodul und einen Highspeed-Konnektor. Dieser Highspeed-Konnektor ist von der gematik geprüft und zugelassen, besonders leistungsfähig und ersetzt eine Vielzahl an Einbox-Konnektoren. Darüber wird dann ein Zugang zur TI hergestellt. Der Highspeed-Konnektor von RISE verfügt über eine stabile und redundante Verbindung mittels sicherem zentralem Zugangspunkt (SZZP) an die Telematikinfrastruktur.

Zukunftssichere Infrastruktur für das Gesundheitswesen

Die flexible und skalierbare Infrastruktur des RISE TI-Gateway bildet die Grundlage für zukünftige Entwicklungen und Innovationen im Gesundheitswesen, wodurch weitere TI-Services problemlos an die Einrichtung angebunden werden können, ohne dass dafür weitere Hardware oder Software notwendig ist. Zukünftig werden Leistungserbringer durch die Anbindung an die TI über das TI-Gateway entlastet. Durch die Nutzung von Highspeed-Konnektoren in sicheren Rechenzentren wird die Betriebssicherheit und Verfügbarkeit erhöht.

(Bild:)
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Es ermöglicht den Zugriff auf digitale Gesundheitsdienste wie das eRezept und die elektronische Patientenakte, und reduziert den Bedarf an Kartenterminals. In weiteren Ausbaustufen wird die sichere Ablage von Organisationsidentitäten und Praxisausweisen unterstützt, wodurch auch die Notwendigkeit der Chipkarten in den Praxen entfällt. Die flexible Architektur erleichtert die Skalierbarkeit und Anpassung an zukünftige Anforderungen, während die Integration von Konfigurations- und Applikationsmöglichkeiten eine effiziente Nutzung der TI-Dienste sicherstellt.

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