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Personal und Patienten Unified Communications: Sensible Personendaten im Fokus

Ein Gastbeitrag von Stephan Leschke 2 min Lesedauer

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Das Gesundheitswesen ist geprägt von hohen Volumina an Dokumenten und Kommunikation. Das gilt auch für andere Branchen. Doch im Healthcare-Markt kommen noch zwei kritische Besonderheiten dazu: Es geht um hochgradig sensible Personendaten und die menschliche Gesundheit. Fehler im zu ­minimieren ist das Gebot und Unified Communications eine Lösung.

(Bild: ChayTee – stock.adobe.com)
(Bild: ChayTee – stock.adobe.com)

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens hat mit der Einführung des E-Rezepts am 1. Januar 2024 die erste Hürde genommen. Jetzt stehen Krankenhäuser und Kliniken im Fokus. Und die Sache nimmt Fahrt auf: Ein vom BSI beauftragtes Team des „Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT“ führt vor Ort bei freiwillig teilnehmenden Kliniken eine Bestandsaufnahme der IT durch und erfasst die eingesetzte Software, registriert Insellösungen im Krankenhausinformationssystem (KIS) und fahndet nach inkompatiblen Schnittstellen zwischen Soft- und Hardwareprodukten. Diese Task Force wird alle Hände voll zu tun haben, denn kein KIS ist aus einem Guss. Aus IT-Sicht gleicht ein Krankenhaus eher einem IT-Flickenteppich. Insofern ist die Digitalisierung in Kliniken zwar ein ambitioniertes Vorhaben, aber durchaus machbar.

Unified Communications: Sanfte Migration

Am Ende geht es darum, die Versorgung von Patienten auf ein neues Qualitätsniveau zu heben, ohne die medizinischen Einrichtungen in den finanziellen Ruin zu treiben oder durch wartungsintensive Technologie Personal zu binden. Der moderne Patient erwartet nicht nur treffgenaue Diagnosen und erfolgreiche Behandlung, sondern auch einen gewissen Komfort, wie ihn zum Beispiel die Telemedizin bietet. Um das zu verwirklichen, ist eine schnelle und sichere Kommunikation zwischen allen Beteiligten notwendig: dem medizinischen Fachpersonal, der Verwaltung, den Fach- und Hausärzten und den Patienten.

Insellösungen werden zu einem Festland

Was ist also zu tun? Kompatibilitätsprobleme müssen gelöst werden, die Systeme müssen interoperabel arbeiten, der Daten- und Dokumentenaustausch muss manipulationssicher, DSGVO-konform und voll-digitalisiert stattfinden, ohne dass Daten nochmals manuell erfasst werden. Dazu sollte es nicht notwendig sein, die gesamte IT neu aufzusetzen – was in der Praxis sowieso nicht möglich wäre. Ein Stillstand bei Dokumentation und Kommunikation im laufenden Klinikbetrieb ist undenkbar. Und natürlich fehlen für eine Rundumerneuerung das Geld und das Personal.

Unified Communications (UC) bietet dafür die Lösung, denn sie hat in vielerlei Hinsicht Vorteile. Zum einen kann sie eine einheitliche digitale Arbeitsplatzumgebung realisieren, in der Mitarbeitende jederzeit Zugriff auf sämtliche Kommunikationsdienste und Unterlagen haben. Dazu werden die Lösungen in vorhandene Groupware oder E-Mail-Clients integriert. Ein beachtlicher Teil der IT-Infrastruktur kann so unkompliziert modernisiert werden.

Unified Communications: So sicher wie das Amen in der Kirche

Digitalisierung und Datensicherheit sind im Gesundheitswesen so untrennbar miteinander verknüpft wie der Mensch mit seiner DNA. Deshalb sind Lösungen für UC und Dokumentenaustausch immer auch Technologien mit Verschlüsselungsverfahren und hoher Sicherheit. Nicht nur das Dokument selbst wird verschlüsselt, auch der Transportweg wird chiffriert. Zusätzlich dienen so genannte Hashes zur Überprüfung der Dokumentenintegrität, um Manipulationen am Dokument auszuschließen.

Zur Sicherheit gehört auch, dass aktive Inhalte wie Hyperlinks oder Applikationen, die potenziell Schadsoftware enthalten könnten, vor dem Versand deaktiviert werden. Alle anderen Eigenschaften des Dokuments wie Format und Farbigkeit bleiben so, wie es der Sender erstellt hat. Patientendaten, Arztbriefe und Laborergebnisse werden verlustfrei weitergegeben. Damit der Sender sicher sein kann, dass das Dokument sein Ziel erreicht hat, erhält er einen qualifizierten Sendebericht, der den erfolgreichen Transfer bestätigt.

Stephan Leschke
ist Vorstandsvorsitzender bei der Ferrari electronic AG

Bildquelle: Ferrari electronic

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