Blickkontakt und Mimik zählen zu den wichtigsten Faktoren, um in Video-Calls Vertrauen herzustellen. Genau darauf haben sich einige Softwareanbieter spezialisiert. Für die Authentizität muss die KI-Software einiges leisten.
(Quelle: Rido - Adobe Stock)
Durchschnittlich acht Video-Calls führen Deutsche pro Tag im Homeoffice. Vor allem wenn wichtige Business-Meetings oder Verhandlungen virtuell stattfinden, ist es erfolgsentscheidend, Vertrauen zum Gegenüber aufzubauen. Das stellt Nutzer vor eine zentrale Herausforderung, denn 89 Prozent der menschlichen Kommunikation sind nonverbal und vor allem der direkte Blickkontakt ist essentiell für erfolgreiche Gespräche.
Blickkontakt in Video-Calls erhöht Sympathie und Vertrauen
Viele Menschen nehmen Video-Calls als ermüdend wahr, weiß Dr. Katharina von Knop, Expertin für digitales Vertrauen. Das liegt auch daran, dass das menschliche Gehirn im Gespräch permanent damit beschäftigt ist, Körpersprache und Mimik der Gesprächspartner zu decodieren. In Video-Calls gehen durch den eingeschränkten Kameraausschnitt, die Zweidimensionalität und die Kameraauflösung wichtige Informationen zur Decodierung verloren. Die Folge ist unterbewusster Stress und eine hohe kognitive Last. Zusätzlich besteht in 83 Prozent der Calls kein direkter Blickkontakt – bedingt durch die Position der Kamera am Laptop oder PC. Denn wer seine Gesprächspartner im Call anschaut, blickt eben nicht direkt in die Kamera – und damit in die Augen seiner Gesprächspartner – sondern auf den Bildschirm.
Laut Katharina von Knop entsteht dadurch Irritation und das Gefühl, dass der Gesprächspartner etwas verheimlichen will. Ohne Augenkontakt fühlt sich der Gesprächspartner kaum direkt angesprochen und empfindet sein Gegenüber als weniger sympathisch. Durch diese Faktoren sinkt die Gesprächseffizienz und es fällt schwerer, Vertrauen zum Gesprächspartner aufzubauen. Gerade in wichtigen Businessmeetings kann genau das aber erfolgsentscheidend sein. Deshalb arbeiten Softwareentwickler an Lösungen, die Blickkontakt auch in Video-Calls möglichst natürlich herstellen – auch mit Hilfe künstlicher Intelligenz.
(Die Software von Casablance ermöglicht Video-Calls mit authentischer Mimik. (Bild: Casablanca))
Die ideale Software ist plattformunabhängig und leistungsstark
Damit die Software einen wirklichen Mehrwert schafft, muss sie sowohl technisch als auch strategisch einiges leisten. Zunächst sollten die Integration und Anwendung der Software einfach und unkompliziert sein. Ideal sind Lösungen, die unabhängig vom Videoconferencing-Anbieter direkt mit allen gängigen Video-Call-Tools verwendbar sind und dabei einfach zu installieren und immer direkt einsatzbereit sind. Zudem gibt es bereits erste Anbieter auf dem Markt, deren Lösungen keine zusätzliche Hardware benötigen.
Gleichzeitig muss die Software technisch leistungsstark genug sein, um den hohen Anforderungen an Verzögerungsfreiheit und flüssige Bildübertragung auch in Live-Calls über Kontinente hinweg gerecht zu werden. Wenn die Software zu viel Rechenleistung von Geräten oder Servern verbraucht, wird sich die Qualität des Calls deutlich reduzieren. Essenziell dabei ist die richtige Balance zwischen Leistungsfähigkeit und Leistungsanforderungen an die jeweils genutzte Hardware.
Video-Calls mit authentischer Mimik führen
Zuletzt muss jeglicher virtuell hergestellter Blickkontakt absolut authentisch bleiben. Wenn Software dazu führt, dass sich Gesprächspartner im Video-Call permanent und beinahe stoisch in die Augen starren, verfehlt das den Gedanken hinter der Software komplett. Sie soll gerade für mehr Vertrauen und Authentizität sorgen. Deshalb muss die Software konkret auch erlauben, den Blick bewusst abzuwenden, den Kopf zu drehen oder zu blinzeln. Wenn die Software allerdings nur dafür sorgt, dass Augen permanent zum Gesprächspartner gedreht sind, wirkt das alles andere als vertrauenserweckend.
Eine technologische Lösung dieses Problems ist komplex. Bei einigen Ansätzen ersetzt eine künstliche Intelligenz die eigenen Augen durch simulierte Augen. Bei anderen Konzepten kommt spezielle Hardware, beispielsweise eine eigene Kamera oder ein Sensor zum Einsatz. Außerdem gibt es Software, die das gesamte Gesicht rekonstruiert, um nicht nur Blickkontakt herzustellen, sondern dabei auch das Gesicht im idealen Winkel auszurichten. Vielversprechende Lösungen befinden sich aktuell im Beta-Stadium und werden kontinuierlich weiterentwickelt, damit natürlicher Blickkontakt auch in Video-Calls bald Normalität ist.
(Carsten Kraus ist Gründer und Geschäftsführer der Casablanca.AI GmbH. (Bild: Casablanca.AI))
Über den Autor: Carsten Kraus ist Multi-Unternehmer, KI-Experte, Business Angel und Mitglied des Forbes Technology Council. Mit seinem KI-Startup Casablanca.AI möchte er Video-Calls authentischer machen. Dazu erzeugt die Software mittels künstlicher Intelligenz natürlichen Blickkontakt in Video-Calls. Die Software ist mit allen Videokonferenz-Tools kompatibel. (sg)
Stand: 16.12.2025
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