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Cyberangriffe Vishing: Cyberkriminelle missbrauchen Microsoft Teams

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Sophos X-Ops hat die aktive Bedrohungskampagne durch Vishing untersucht, bei der zwei verschiedene Gruppen von Bedrohungsakteuren Unternehmen infiltrieren, indem sie die Funktionalität der Office-365-Plattform missbrauchen und versuchen, von dort Daten abzuziehen.

(Bild: Planum/Adobe Stock - gerneriert mit KI)
(Bild: Planum/Adobe Stock - gerneriert mit KI)

Die Angreifer verwenden hierbei eine Kombination aus E-Mail-Bombing mit bis zu 3.000 Nachrichten in weniger als einer Stunde und anschließenden Sprach- oder Videoanrufen via Teams, auch als Voice Pishing oder Vishing bekannt. Nach dem Versenden der ersten Spam-Nachrichten geben sich die Angreifer als technischer Support des betroffenen Unternehmens aus, rufen über Teams an und bieten ihre „Hilfe“ bei der Lösung des Problems an.

Wenn der Mitarbeiter den Anruf entgegennimmt und den Kriminellen mittels Quick Assist oder der Bildschirmfreigabe von Microsoft Teams die Kontrolle über den Computer erteilt, starten die Anrufer das Ausrollen der Schadsoftware. Im Rahmen seiner Untersuchungen hat Sophos X-Ops Verbindungen der in dieser Kampagne aktiven Cyberkriminellen zu den russischen Bedrohungsgruppen Fin7 und Storm-1811 aufgedeckt.

Anfälligkeit der Unternehmen für Vishing

Die Einschätzung von Sean Gallagher, Principal Threat Researcher bei Sophos: „Obwohl die Ausnutzung von Fernverwaltungs-Tools und der Missbrauch legitimer Dienste an sich nicht völlig neu sind, beobachten wir, dass immer mehr Bedrohungsgruppen diese Taktiken anwenden, um Unternehmen jeder Größe ins Visier zu nehmen. Dies ist eine aktive Bedrohungskampagne, die wir weiterhin intensiv verfolgen. Da die Standardkonfiguration von Microsoft Teams es jedem Besitzer eines Teams-Kontos ermöglicht, zu chatten oder Mitarbeiter eines Unternehmens anzurufen, sind viele Unternehmen potenziell anfällig für die Bedrohung durch Vishinig.

Zudem nutzen viele Unternehmen externe Anbieter für ihren IT-Support, sodass ein Anruf von einer fremden Nummer mit der Bezeichnung „Helpdesk-Manager“ nicht unbedingt Alarmglocken schrillen lässt. Da Sophos weiterhin neue MDR- und IR-Fälle im Zusammenhang mit diesen Taktiken sieht, raten wir Unternehmen, die Microsoft 365 verwenden, in höchster Alarmbereitschaft zu sein. Sie sollten Konfigurationen überprüfen sowie externe Kontonachrichten sowie Fernzugriffstools, die nicht regelmäßig verwendet werden, nach Möglichkeit blockieren.“

Sophos ist Anbieter fortschrittlicher Lösungen zur Abwehr von Cyberangriffen, darunter Managed Detection and Response (MDR) sowie Incident Response Services. Das Unternehmen bietet ein breites Portfolio an Endpoint-, Netzwerk-, E-Mail- und Cloud-Sicherheitstechnologien, die mehr als 100 Millionen Anwender weltweit vor aktiven Angriffen, Ransomware, Phishing, Malware und mehr schützen.

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