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gesponsertKI trifft Kreativität Wie das Reply AI Film Festival Kino neu erfindet

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Von digitalen Traumwelten bis zu visionären Dokumentationen: Beim Reply AI Film Festival in Venedig zeigte sich, wie KI das Erzählen verändert – und welche preisgekrönten Kurzfilme die Zukunft des Kinos prägen könnten.

Sieger des Reply AI Filmfestivals: Mark Wachholz, Jacopo Reale und Andrea Lommatzsch (v.l.n.r.)(Bild:  Giovanni Bottisio)
Sieger des Reply AI Filmfestivals: Mark Wachholz, Jacopo Reale und Andrea Lommatzsch (v.l.n.r.)
(Bild: Giovanni Bottisio)

Ein roter Teppich, ein Saal voller Filmschaffender – und mittendrin ein neuer Star am Filmhimmel: Künstliche Intelligenz. Beim Reply AI Film Festival in Venedig, das am 4. September 2025 parallel zu den Internationalen Filmfestspielen stattfand, traf die Magie des Kinos auf die Möglichkeiten der Technologie. Mehr als 2.500 Kurzfilme aus 67 Ländern reichten die Teilnehmenden ein, nur zehn schafften es ins Finale und führten eindrucksvoll vor Augen, wie Mensch und Maschine gemeinsam die Grenzen des Kinos verschieben.

Wenn KI Träume sichtbar macht

Schon beim Screening wurde deutlich: KI ist weit mehr als nur ein Effektwerkzeug. Sie eröffnet neue Erzählräume und demokratisiert das Filmemachen, ähnlich wie einst die Digitalisierung, nur nun auf breiterer Basis greifbar.

The Cinema That Never Was von Mark Wachholz aus Deutschland belegt Platz 2(Bild:  Reply)
The Cinema That Never Was von Mark Wachholz aus Deutschland belegt Platz 2
(Bild: Reply)

Besonders eindrucksvoll zeigte das der deutsche Beitrag The Cinema That Never Was von Mark Wachholz, ausgezeichnet mit dem zweiten Preis. Mit Prompts wie „1960er, sowjetisches Kino, Melodram, schwarz-weiß“ ließ er Szenen entstehen, die aussehen wie Fragmente aus Filmen, die nie existierten, aber existieren könnten. „Die KI hat es mir ermöglicht, in eine verborgene Welt einzutauchen – voller Filme, die nie entstanden sind, Geschichten, die nie erzählt wurden, und Visionen, die uns dennoch berühren“, so Wachholz.

Dabei setzte er Tools wie Midjourney, Kling und ChatGPT ein, ergänzt durch Stimmen und Effekte von Eleven Labs sowie Musik von Udio. Dass das Werk mit kleinem Budget entstand, zeigt, wie niedrig die Einstiegshürden inzwischen sind.

Die ausgezeichneten Werke

Unter dem Vorsitz des italienischen Regisseurs Gabriele Muccino (Das Streben nach Glück, Sieben Leben) vergab eine prominent besetzte Jury – darunter auch Rob Minkoff, Regisseur von Klassikern wie Der König der Löwen oder Stuart Little – die Hauptpreise. 

Gewinnerfilm Love at First Sight von Jacopo Reale aus Italien(Bild:  Reply)
Gewinnerfilm Love at First Sight von Jacopo Reale aus Italien
(Bild: Reply)

Den Sieg holte Love at First Sight von Jacopo Reale. Der Film erzählt eine Liebesgeschichte über Beobachtung, Illusion und echte Emotionen mit komplett KI-generierten Figuren auf bisher kaum gesehenem fotorealistischem Niveau. Besonders die Konsistenz im Character Design – bislang eine große Herausforderung – überzeugte die Jury. Reale nutzte dafür u. a. Midjourney, Lora und Kling. „Mit Love at First Sight zu gewinnen, ist für mich eine große Ehre und ein Ansporn, die narrativen Möglichkeiten der KI weiter auszuloten“, freut sich der italienische Regisseur.

3. Platz geht an Un Rêve Liquide von Andrea Lommatzsch(Bild:  Reply)
3. Platz geht an Un Rêve Liquide von Andrea Lommatzsch
(Bild: Reply)

Der zweite Platz ging an eine Arbeit aus Deutschland: The Cinema That Never Was von Mark Wachholz. Eine poetische Liebeserklärung an die unerfüllten Träume des Kinos. Rang drei sicherte sich Un Rêve Liquide des italienischen Künstlers Andrea Lommatzsch. Ein visuell vielschichtiger Beitrag, der eine lang gehegte Idee durch KI zum Leben erweckte.

„Mich hat der Realismus einiger Beiträge beeindruckt“, betont Jurypräsident Muccino. „Doch worauf es wirklich ankommt, ist der Moment, in dem einen etwas emotional bewegt. Wenn dich ein Werk berührt, ist das das Zeichen einer Stimme, die auf eine Weise spricht, wie es andere nicht tun.“

„Generation of Emotions“ als Leitmotiv

Die Jurymitglieder Filippo Rizzante, Gabriele Muccino und Rob Minkoff (v.l.n.r.) (Bild:  Giovanni Bottisio)
Die Jurymitglieder Filippo Rizzante, Gabriele Muccino und Rob Minkoff (v.l.n.r.)
(Bild: Giovanni Bottisio)

Verbindendes Element aller prämierten Arbeiten sowie der Finalisten war das diesjährige Motto des Festivals: „Generation of Emotions“. Dabei ging es bei den Einreichungen nicht darum, mit KI Emotionen zu imitieren, sondern sie mithilfe der Technologie kreativ zu intensivieren – vom Staunen bis zum tiefen Nachdenken. „Diese Ausgabe des Reply AI Film Festivals bestätigt, dass Künstliche Intelligenz, wenn sie bewusst eingesetzt wird, zu einem echten Partner der Kreativität werden kann. Sie ersetzt künstlerische Sensibilität nicht, sondern verstärkt sie.“ erklärt Filippo Rizzante, CTO von Reply. Es gehe darum, Barrieren in der Branche zu überwinden und KI als selbstverständliches Werkzeug zu etablieren. Auch der Zweitplatzierte Wachholz sieht die Zukunft in hybriden Produktionsweisen: Animation sei dank KI schon weitgehend erschlossen, der nächste Schritt liege darin, Realfilm und KI intelligent zu kombinieren – von Drehbuch bis Postproduktion

Blick nach vorn

Mit seiner zweiten Ausgabe hat sich das AI Film Festival – veranstaltet von Reply, einem international tätigen Unternehmen, das mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) innovative Geschäftsmodelle entwickelt – als Schaufenster für das Kino der Zukunft etabliert. Vor Ort in Venedig machten die Experten und Filmschaffenden klar, dass KI bald kein Sonderfall mehr sein, sondern ganz selbstverständlich in den Produktionsprozess integriert werde. Die Diskussion über Chancen, Grenzen und Prognosen zog sich durch die vielen Gespräche rund um die Preisverleihung. Einstimmiges Credo: KI ersetze keine Kreativität. Für Sounddesign, Color Grading, 3D oder VFX werden auch in Zukunft Menschen gebraucht. Entscheidend sei vor allem die Symbiose aus Mensch und Maschine.

Wer die ausgezeichneten Beiträge und alle Finalisten sehen möchte, findet sie auf aiff.reply.com.

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