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Performance und Usability im Einklang Zero Trust und Full Speed: Wie sich VPN-Technologie optimieren lässt

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In einer zunehmend vernetzten Arbeitswelt ist die Absicherung digitaler Zugriffe längst zur Basis der Unternehmens-IT geworden. Der klassische Perimeterschutz hat sich durch neue Arbeitsmodelle überlebt. Mit Zero Trust wurde ein Sicherheitskonzept entwickelt, bei dem weder Netzwerk noch Endgeräte oder Nutzer als vertrauenswürdig einzustufen sind.

(Bild:  Flux pro)
(Bild: Flux pro)

Wie lässt sich der Zero-Trust-Sicherheitsansatz mit hoher Netzwerkperformance und benutzerfreundlichen Zugriffswegen vereinen? Und welche Rolle spielen moderne VPN-Lösungen in diesem Zusammenhang?

Warum traditionelle VPNs an ihre Grenzen stoßen

Virtual Private Networks (VPNs) sind eine bewährte Lösung, um verschlüsselte Verbindungen zwischen Geräten und Unternehmensnetzwerken herzustellen. Doch angesichts wachsender Cloud-Nutzung, vermehrter Remote-Arbeit und diversifizierter Geräteflotten zeigt sich: Viele klassische VPN-Lösungen sind den sich verändernden Anforderungen nicht mehr gewachsen. Probleme treten vor allem in drei Bereichen auf:

  • Performance: Legacy-VPNs können bei hoher Auslastung oder über weite Entfernungen hinweg spürbare Latenzen verursachen.Das zeigt sich etwa bei der Nutzung cloudbasierter Applikationen, Videokonferenzen oder Remote-Desktop- Sitzungen.
  • Usability: Manuelle Konfiguration, häufige Verbindungsabbrüche oder schwer verständliche Benutzeroberflächen führen dazu, dass Sicherheitslösungen umgangen oder nicht richtig genutzt werden.
  • Sicherheit: Einmal eingewählt, erhalten User in traditionellen VPNs oft weitreichenden Zugriff auf interne Ressourcen. Das birgt ein Hohes Risiko, wenn Unbefugte sich Zugriff verschaffen, etwa durch einen Cyberangriff.

Diese Kernprobleme traditioneller VPN-Lösungen zeigen, dass bewährte Sicherheitssysteme die Anforderungen moderner IT-Sicherheitsstrukturen an granulare Kontrolle, Skalierbarkeit und nahtlose Benutzererfahrung nicht in ausreichendem Maße erfüllen können.

Zero Trust: Neue Sicherheitsparadigmen erfordern neue VPN-Lösungen

Zero Trust VPN-Lösungen
VPN-Lösungen benötigen drei zentrale Sicherheitsparadigmen.
(Bild: Flux pro)

Zero Trust basiert auf einem notwendigen Paradigmenwechsel: Bei diesem IT-Sicherheitsansatz gilt im ersten Schritt kein Zugriff innerhalb oder außerhalb des Netzwerkes als vertrauenswürdig. Jede Nutzung wird kontinuierlich überprüft und auf granularer Ebene autorisiert. Für VPN-Lösungen sind drei wichtige Anforderungen zu erfüllen: Identitätsbasierte Zugriffssteuerung, Adaptive Policies und eine transparente Integration.

Diese Anforderungen erfüllen moderne VPN-Technologien, die speziell für Zero-Trust-Umgebungen entwickelt wurden. Sie kombinieren ein schnelles VPN mit einer besonders performante Architektur mit intelligentem Traffic-Routing, vollständiger Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und automatisierten Sicherheitsrichtlinien.Damit lassen sich nicht nur mobile Endgeräte und Heimarbeitsplätze absichern, sondern auch Cloud- Anwendungen, hybride Infrastrukturen und sensible Unternehmensprozesse.

Warum Performance kein Widerspruch zu Schutz sein muss

Lange galt Sicherheit als Bremsklotz für zukunftsweisende Themen wie Effizienz und Geschwindigkeit. Moderne IT-Sicherheitslösungen ermöglichen eine neue Einschätzung. Im Bereich Virtual Private Networks  kann eine leistungsstarke Infrastruktur entscheidend sein, um Sicherheit, Usability und Skalierbarkeit zu gewährleisten. Zu den wichtigsten technischen Fortschritten in der IT-Entwicklung zählen:

  • Cloudbasierte VPN-Backbones: Anstatt den gesamten Datenverkehr über zentrale Gateways zu leiten, setzen moderne Lösungen auf globale Server-Infrastrukturen, die intelligent die kürzeste, schnellste Route wählen und dies auch bei hoher Netzwerkauslastung bieten können.
  • Split Tunneling mit Richtliniensteuerung: Nicht alle Daten müssen zwingend durch das VPN übertragen werden. Durch kontextbasierte Aufteilung des Traffics bleibt die Verbindung effizient, ohne Sicherheitsrisiken einzugehen. 
  • Optimierte Protokolle wie WireGuard: Im Vergleich zu klassischen Protokollen wie IPSec oder OpenVPN bietet WireGuard eine schlankere Codebasis, bessere Auditierbarkeit und vor allem eine niedrigere Latenz bei hoher Verschlüsselungsstärke.

Innovative IT-Sicherheitslösungen kombinieren diese Technologien in einer VPN-Variante, die sowohl bei der Verarbeitung großer Datenmengen als auch im mobilen Einsatz überzeugt.Auch bei bandbreitenintensiven Anwendungen wie Videokonferenzen oder Cloud-Collaboration bleibt die Verbindung stabil. Damit wird eine zentrale Voraussetzung für produktive Remote-Arbeit geschaffen.

VPNs als Compliance-Baustein in regulierten Branchen

Mit dem Zero-Trust-Ansatz lassen sich mobile Endgeräte, Remote-Arbeitsplätze  sowie hybride Infrastrukturen und Unternehmensprozesse absichern.(Bild:  Flux pro)
Mit dem Zero-Trust-Ansatz lassen sich mobile Endgeräte, Remote-Arbeitsplätze sowie hybride Infrastrukturen und Unternehmensprozesse absichern.
(Bild: Flux pro)

Die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 oder branchenspezifische Standards wie ISO 27001 oder TISAX stellen hohe Anforderungen an Datensicherheit. Ein VPN kann hier entscheidender Bestandteil einer rechtskonformen Infrastruktur sein - vorausgesetzt, es erfüllt folgende Kriterien:

  • Transparente Protokollierung: Audit-Logs und Nachvollziehbarkeit von Zugriffen sind Grundvoraussetzung für Prüf- und Zertifizierungsverfahren.
  • Zentrale Verwaltung und Policy Enforcement: Rollenbasierte Zugriffskontrolle, Geo- Blocking und Geräte- Whitelists erhöhen die Kontrollierbarkeit.. 
  • Verlässlicher Datenschutz: Die VPN-Lösung selbst darf keine Daten sammeln oder an Dritte weitergeben - ein Punkt, in dem sich Bitdefender VPN durch strenge Datenschutzrichtlinien und klare Transparenz besonders hervorhebt..

Weiterführende Links: 

IT-Sicherheitsgesetz 2.0 (Zweites Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme)
Häufige Fragen zur Datenschutz-Grundverordnung
ISO 27001
TISAX (Prüf- und Austauschverfahren für Informationssicherheit in der Automobilindustrie)

Zero Trust: Benutzerfreundlichkeit als Sicherheitsfaktor

Die Bedienbarkeit einer VPN-Lösung entscheidet in vielen IT-Landschaften über deren Sicherheit. Geringe Userfreundlichkeit, eine hohe Fehleranfälligkeit und langsame Performance führen dazu, dass User ein Sicherheitskonzept umgehen und angebotene Konzepte nicht oder nicht lückenlos nutzen. Das ist besonders relevant im Kontext hybrider Arbeitsmodelle, die in einem immer digitaler geprägten Arbeitsalltag in vielen Branchen zum Standard geworden sind. Wenn User aus unterschiedlichen Netzen und mit wechselnden Endgeräten und Tools auf ein Netzwerk zugreifen, steigt der Risikofaktor.

Intelligente Lösungen zur Erhöhung der Usability können Sicherheitskonzepte wirkungsvoll unterstützen:

  • Intuitive Apps für alle Plattformen: Moderne Arbeitsumgebungen sind heterogen. Mitarbeitende nutzen verschiedenste Geräte, darunter Firmennotebooks mit Windows oder macOS, mobile Endgeräte mit Android oder iOS sowie zunehmend auch browserbasierte Tools im Homeoffice. Moderne Anbieter unterstützen durch plattformübergreifende VPN-Apps, die bewusst schlank und benutzerfreundlich gestaltet sind..
  • Automatischer Verbindungsaufbau: Ein häufiges Problem klassischer VPNs ist die Notwendigkeit, die Verbindung manuell aufzubauen. Dieser Ansatz stellt ein Sicherheitsrisiko dar, weil sie die Möglichkeit implizieren, dass Mitarbeitende versehentlich oder bewusst auf die Verbindung verzichten, um Zeit zu sparen. Eine automatische Verbindungslogik, die auf den individuellen Netzwerkkontext und die bestehende Bedrohungslage reagiert, kann diese Sicherheitslücke schließen.
  • Nahtlose Integration in bestehende Security Suites: Viele Unternehmen nutzen bereits zentrale Sicherheitslösungen, um Endgeräte, Server und Daten umfassend zu schützen. Eine praktikable VPN- Funktionalität lässt sich direkt in diese Systeme integrieren und schließt sowohl technisch als auch verwaltungsseitig vorhandene Sicherheitslücken.

Zero Trust benötigt eine angepasste Geschwindigkeit

Der Anspruch, Sicherheitsarchitekturen nach dem Zero-Trust-Prinzip umzusetzen, ist in der modernen Unternehmenswelt zu einer Notwendigkeit geworden, um den wachsenden Anforderungen der Cybersicherheit gerecht zu werden. Doch Sicherheit darf nicht zulasten der Performance oder der Userfreundlichkeit gehen, wenn sie praktikabel bleiben soll.

Die Vorteile moderner VPN-Lösungen

VPN-Lösungen liefern Geschwindigkeit, Usability und Schutz auf gleichbleibend hohem Niveau und bilden so eine belastbare Verbindung zwischen regulatorischer Notwendigkeit, technischer Effizienz und strategischer Zukunftsfähigkeit.

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